Wochenvorhersage: Markante Hitzewelle rollt heran

MS_065520_g05_20150628_06zIn der neuen Woche wird es in weiten Teilen Deutschlands hochsommerlich! Ein Hochdruckgebiet bildet sich über Zentraleuropa und zieht im Laufe der Woche Richtung Skandinavien, wodurch sehr warme, später heiße Luftmassen aus dem Mittelmeerraum und dem nördlichen Afrika nach Deutschland transportiert werden. In Kurzform: Eine Hitzewelle „rollt“ heran (siehe Diagramm links). Am Montag (29. Juni) herrschen bei einem Sonne-Wolken-Mix noch gemäßigte Temperaturen bis 25 °C. Am Dienstag (30.) erwarten wir dann weitgehend wolkenloses Wetter bei anziehenden Werten bis 27-28 °C, am Mittwoch (01. Juli) ebenfalls wolkenlos bei heißen 32-33 °C. Am Donnerstag und Freitag (02. und 03.) wird es richtig heiß mit 34-35 °C, bevor uns am Samstag (04.) wahrscheinlich der Hitzehöhepunkt bevorsteht: Die aktuellen Modellvorhersagen des amerikanischen Wettermodells GFS zeigen 21-22 °C in einer Höhe von 850 hPa (rund 1500 m), was nahe am maximal möglichen ist. Das würde ein Tagesmaximum von 36-37 °C bedeuten (siehe Grafik unten) und dem absoluten Temperaturrekord der Bocholter Klimareihe (36,5 °C am 07.08.2003) gefährlich nahe kommen. Zum Sonntag (05.) wird ein markanter Temperatursturz modelliert, der mit einer gefährlichen Gewitterlage einhergehen könnte. Prognose_156h_20150704Ob im weiteren Verlauf die Sommerhitze wieder zurückkommt, ist noch unsicher. Wie üblich sind die Prognosen für das Wochenende (bezüglich Extremtemperaturen, Gewittergefahr und Temperatursturz) zum jetzigen Zeitpunkt noch mit großen Unsicherheiten behaftet – im Laufe der Woche wird der genaue „Fahrplan“ konkretisiert. Eins ist aber schon jetzt klar: Ab Dienstag ist Freibadwetter angesagt!

     

Ab Monatswechsel: Sommerwetter in Reichweite!

MS_065520_g05_20152625_06zDer Sommer kommt! Nach den kalten und verregneten letzten Tagen hat sich die Wetterlage wieder stabilisiert. Bereits am heutigen Donnerstag (25.) und Freitag (26.) sind sommerliche Temperaturen um 24-25 °C zu erwarten. Nach einen kleinen „Durchhänger“ (Wolken und mögliche Regenschauer) am Samstag (27.) macht der Sommer dann im Laufe der neuen Woche, passend zum Monatswechsel, ernst: Den gestrigen und heutigen Modellvorhersagen zur Folge kommt es ab Dienstag (30. Juni) zum Aufbau eines Hochdruckgebiets über Skandinavien, das uns für mehrere Tage sonniges, sommerliches Wetter beschert, wie im obigen Diagramm zu sehen ist (blau: wolkenlos; weiß: Wolken). Bei den Tagestemperaturen besteht noch eine gewisse Unsicherheit, da die Zufuhr sehr warmer Luftmassen aus dem Mittelmeerraum von der exakten Lage des Hochdruckgebiets abhängig ist. Ob es bei 27-30 °C bleibt oder ob einige heiße Tage (ab 30 °C) in Folge auf uns zukommen, müssen wir abwarten. In den nächsten Tagen werden genauere Vorhersagen möglich sein.

Kältester 22. Juni seit Aufzeichnungsbeginn

Dichte Wolken, immer wieder Regenfälle und kühle Temperaturen. Der meteorologische Sommer 2015 hat einen miserablen Start hingelegt, denn bereits heute wurde ein erster Negativ-Tagestemperaturrekord aufgestellt. Das Thermometer stieg an der privaten Wetterstation Bocholt auf einen Tageshöchstwert von nur 14,5 °C und damit auf das niedrigste Tagesmaximum an einem 22. Juni seit Beginn der Aufzeichnungen (1946). Der bisherige Negativ-Rekord betrug 15,1 Grad und stammt aus dem Jahre 1996. Ein Rekord für die dritte Monatsdekade (21.-30.) ist das jedoch nicht – dieser liegt bei 13,2 Grad und stammt vom 30.06.1972.

Auch an anderen Stationen mit langjährigen Klimareihen in NRW wurden neue Tagesrekorde aufgestellt, wie in Essen mit 13,1 Grad (bisher: 13,7 Grad, 1964, Reihe seit 1935) und Aachen mit 12,7 Grad (bisher: 13,0 Grad, 1956, Reihe seit 1891!).

Wochenvorhersage: Zunächst wechselhaft und kühl

MS_065518_wrf_20150621_06zAm heutigen Sonntag (21.06.2015), dem längsten Tag des Jahres, beginnt der meteorologische Sommer. Das Wetter zeigt sich derzeit aber nur wenig sommerlich und das wird zumindest in den nächsten beiden Tagen auch so bleiben. Am Montag (22.), dem ungemütlichsten Tag der neuen Woche, kommt es verbreitet zu Regenfällen, evtl. ist auch ein kurzes Gewitter mit dabei. Die Temperatur erreicht nur 15 °C. Auch am Dienstag (23.) besteht noch ein gewisses Schauerrisiko, dazu maximal 16-17 °C. Je nach Zugbahn der Regenfälle könnten durchaus nennenswerte Niederschlagsmengen zusammenkommen, die eigentlich dringend benötigt werden, denn der Juni zeigte sich bislang sehr trocken. Ab Donnerstag (25.) wird es aller Voraussicht nach wieder freundlicher und wärmer, Richtung Freitag (26.) könnte die 25-°C-Marke angepeilt werden. Für das kommende Wochenende (27./28.) sieht es aktuell ebenfalls recht aus, wir melden uns im Laufe der Woche mit einer Aktualisierung an dieser Stelle wieder!

Erste Hitzewelle ab Freitag (5. Juni)

MT8_Essen_ens_20150531Nach dem leicht unterkühlten Mai, der nur wenige sonnige Tage über 20 °C und gerade einmal einen einzigen Sommertag über 25 °C (nämlich den 11.05. mit 26,4 °C) aufwies – ein ausführlicher Rückblick auf den Monat folgt im Laufe der Woche – sieht es ganz danach aus, dass der meteorologische Sommer mit einem Paukenschlag startet.

Die Modellwelt, links sei beispielhaft das amerikanische GFS-Modell angeführt, zeigt schon seit einigen Tagen ab Mittwoch (03.06.) die Bildung eines Hochdruckgebiets über Mitteleuropa gekoppelt mit einem massiven Zustrom sehr warmer Luftmassen aus Südwesten. Mittlerweile kann dieses Szenario als relativ sicher eingeschätzt werden. Am Donnerstag (04.06.) sind rund 24-25 °C zu erwarten, bereits am Freitag (05.06.) wird es mit 31 °C den ersten heißen Tag (ab 30,0 °C) des Jahres geben.

Für die Referenzhöhe von 850 hPa, das entspricht ca. 1,5 km Höhe, wird ein Anstieg der Temperaturen auf 17-18 °C am kommenden Samstag (06.06.) gezeigt – das bedeutet für uns am Boden ein zu erwartendes Temperaturmaximum von ca. 33-34 °C. Erklärung: Bei idealen Bedingungen (keine oder sehr wenig Wolken, leichter Wind) können zu dieser Jahreszeit ca. 15-16 K auf die 850-hPa-Temperatur hinzuaddiert werden, um das Tmax zu erhalten.

Wie lange bleibt die Hitzewelle erhalten? Das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht zu sagen, da die Modellwelt hier sehr uneinheitlich ist. Nach dem GFS-Modell ist bereits der Samstag (06.06.) noch nicht ganz gesichert und am Sonntag (07.06.) wird wieder ein markanter Temperaturrückgang gezeigt, wie auch dem obigen Diagramm zu erkennen ist. Das europäische und britische Modell bewerten die Situation anders und zeigen eine längere Andauer. Genauere Aussagen sind erst zu späteren Zeitpunkten möglich.

Heute Graupelgewitter – ab Donnerstag und über Pfingsten sonniger

201505191215_NRW_Intensity[1]Am Dienstagmittag (19.) wurde es kurz weiß: Ein kurzer Graupelschauer, begleitet von leichtem Gewitter, zog gegen 14.15 Uhr von Südwesten über den Bocholter Raum hinweg und sorgte für verspätete Spätwinter- statt Frühlings- oder Frühsommergefühle. Innerhalb kurzer Zeit fielen rund 4 L/m² Niederschlag (siehe Radarbild, Quelle: WetterOnline.de) und es gab einen Temperatursturz von 14,3 °C (Tageshöchstwert) auf nur noch 10 °C. Am Nachmittag folgte weitere, aber weniger intensive Regenschauer.

N20150519-WA0000ach dem unbeständigen Wochenstart setzt sich bereits in den kommenden Tagen langsam wieder Hochdruckeinfluss durch. Das Azorenhoch kann mit einem Keil seinen Einflussbereich nach den neuesten Modellrechnungen bis nach Deutschland hin ausdehnen, sodass sich ab Donnerstag (21.) freundliches, oft sonniges Wetter einstellt. Am Nordrand des Hochs verbleiben wir weiterhin im Bereich vergleichsweise kühler atlantischer Luftmassen, sodass tagsüber Werte um 17-20 °C erreicht werden. Über Pfingsten bleibt das beständige Wetter erhalten. Warme Temperaturen über 20 °C sind aber weiterhin nicht in Sicht.

Sommerliche Temperaturen zum Wochenstart

Sonnenscheinautograph_001Zu Beginn der kommenden Woche erwarten uns erstmals in diesem Jahr sommerliche Temperaturen – die ersten Hinweise, die seit 2-3 Tagen von den Wettermodellen gezeigt werden, verdichten sich jetzt mehr und mehr. Bereits der kommende Sonntag (10. Mai) macht seinem Namen alle Ehre, denn uns erwartet viel Sonnenschein bei Tageshöchstwerten um die 20 °C. Zum Wochenstart fließt an der Vorderseite einiger Tiefdruckgebiete warme Luft nach Deutschland: Am ebenfalls sonnigen Montag (11.) ist der erste Sommertag mit 25 °C möglich. Am Dienstag (12.) wird nach den neuesten Berechnungen schon früh stärkere Bewölkung des Tiefausläufers hereinziehen und sich vor die Sonne schieben, sodass die Temperaturen wahrscheinlich nur noch um 20 °C erreichen und nicht wie ursprünglich berechnet 25 °C oder noch mehr.

Die spannende Frage: Kommen die sommerlichen Temperaturen zum ersten Feiertags-Wochenende wieder zurück? Da sieht es derzeit eher schlecht aus. Wahrscheinlich bleibt das Sommerwetter ein Intermezzo und es strömen weiterhin wieder kühlere Luftmassen heran. Für den weiteren Mai-Verlauf stehen die Signale in der Modellwelt derzeit auf unbeständig und kühl. Möglicherweise war in diesem Jahr schon der April der sprichwörtliche Mai…

Wochenvorhersage: Kühler und einzelne Regenschauer

In der kommenden Woche (ab 27. April) macht der Frühling eine kurze Pause: Das warme Frühlingswetter mit Werten über 20 °C, wie zuletzt am Freitag (24.), ist vorerst zu Ende, denn die bisher wetterbestimmenden Hochdruckgebiete über Mitteleuropa machen Platz für Tiefausläufer, die merklich kühlere Luft heranführen und immer wieder einzelne Regenschauer bringen können. Der Montag (27.) startet mit einem wechselhaften Mix aus Sonnenschein und dichteren Quellwolken bei Höchstwerten von nur noch 11-12 °C, dazu weht ein frischer Nordwestwind. Und so ähnlich gestalten sich auch die Folgetage – mit größeren Regenmengen müssen wir aber nicht rechnen (der Dienstag oder Mittwoch könnte für einige Regionen auch trocken über die Bühne gehen). In den Frühstunden ist Bodenfrost, in ländlichen Lagen auch geringer Luftfrost (bis -2 °C) möglich!

Für den Freitag (1. Mai) ist die Unsicherheit noch zu groß, dass eine konkrete Wetter- bzw. Regenprognose abgegeben werden kann. Zum nächsten Wochenende (02./03.) sagen die neuesten Modellen bereits wieder einen Temperaturanstieg voraus.

Wochenvorhersage: Zunächst noch frühlingshaft

Das schöne Hochdruckwetter bleibt uns auch in der kommenden Woche zunächst noch erhalten. Nach dem sonnigen, aber temperaturmäßig eher verhaltenen Wochenende mit Tiefstwerten um 1 °C und Höchstwerten um 16 °C steht zu Wochenbeginn ein erneuter Temperaturanstieg an. Am Montag (20.) werden rund 20 °C erreicht, am Dienstag (21.) warme 22-23 °C. Von Mittwoch (22.) bis voraussichtlich Freitag (24.) wird in unserer Region nochmals sehr sonnig mit Höchstwerten um die 20 °C, ehe sich zum Wochenende hin eine Verlagerung des wetterbestimmenden Hochdruckgebiets abzeichnet.

Damit können ab Samstag (25.) erste Tiefausläufer nach Deutschland dringen, die kühlere Luftmassen und Regenfälle im Gepäck haben. Zum kommenden Wochenende (25./26.) steht uns also nach längerer Hochdruckdominanz ein Wetterwechsel bevor – mit wie viel Regen gerechnet werden muss, kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht genau abgeschätzt werden. Höchstwerte um 15 °C. Wie geht es weiter? Der aktuelle Trend für die letzte Aprilwoche (ab 27.) sieht gar nicht frühlingshaft aus, eher könnten sogar noch kühlere Luftmassen einfließen. Aber noch ist das unsicher, warten wir es ab…

Wochenvorhersage: Am Mittwoch frühsommerlich, danach kühler, aber freundlich

MS_065520_g05_20150413Auf die ersten Frühlingstemperaturen vom vergangenen Freitag (10.), als an der Wetterstation Bocholt ein überraschend hoher Höchstwert von 21,8 °C gemessen wurde, folgt in dieser Woche bereits eine erste kurze frühsommerliche Episode. Nach einem vergleichsweise kühlen Montag (13.) mit Höchstwerten um 14 °C fließen in den nächsten 24 Stunden aus Süden wieder erheblich wärmere Luftmassen ein. So sind am morgigen Dienstag (14.) rund 21 °C zu erwarten, am Mittwoch (15.) sogar frühsommerliche 24-25 °C! Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass sogar bereits der erste Sommertag (ab 25,0 °C) verzeichnet wird. Das wäre recht früh für die Jahreszeit, aber kein Rekord mehr: Der früheste Eintrittstermin für einen Sommertag datiert auf den 10. April 2009, als 25,4 °C gemessen wurden.

Doch bereits am Donnerstag (16.) ist das warme Wetter vorbei. Nach derzeitigen Prognosen wird voraussichtlich am Nachmittag/Abend eine Kaltfront einen markanten Temperatursturz bringen – Niederschlagsereignisse werden aber nicht modelliert (es wird also einen ziemlich unspektakulären Luftmassenwechsel geben). Ab Freitag (17.) stellt sich in unserer Region dank eines ausgeprägten Hochs über den Britischen Inseln wahrscheinlich wieder sonniges und trockenes Wetter ein (während die Osthälfte Deutschlands nicht ganz so gute Karten hat). Die Temperaturen werden mit Höchstwerten um die 15 °C und Tiefstwerten zwischen 3 und 5 °C allerdings recht verhalten bleiben – etwa ein Niveau wie am heutigen Montag. Für das nächste Wochenende sieht es also wettertechnisch ebenfalls recht gut aus – man sollte die wärmeren Sachen am Mittwoch nur noch nicht verstauen.

Mildes Frühlingswetter in Sicht?

MT8_Essen_ens_20150404Erfreuliche Nachrichten… Pünktlich zu den Ostertagen hat sich wieder die Sonne durchgesetzt. Allerdings verlaufen die Ostertage in diesem Jahr vergleichsweise kühl: In der Früh des Ostersonntags (05.) gibt es wieder leichten Frost bis -2 °C, tagsüber werden 11-12 °C erreicht. Am Ostermontag (06.) evtl. noch etwas Regen, ähnliche Höchstwerte. Es deutet jedoch alles darauf hin, dass sich in den Tagen darauf mildes Frühlingswetter in Mitteleuropa durchzusetzen wird. Die MS_065520_g05_20150404_06zTemperaturprognosen der Modelle zeigen einen markanten Anstieg in weitgehender Einigkeit und die in der Höhe einfließende Warmluft wird sich dank zunehmenden Hochdruckwetters in der zweiten Wochenhälfte auch am Boden durchsetzen. Hier die prognostizierten Tageshöchsttemperaturen (Stand: 06.04.2015): Mittwoch (08.) 14 °C, Donnerstag (09.) 16 °C, Freitag (10.) 18 °C. Bezüglich des kommenden Wochenendes sieht die Lage zurzeit wieder recht wacklig aus…

Orkantief „Niklas“ bescherte schwere Sturmböen

Am gestrigen Dienstag ist Orkantief „Niklas“ mit schweren Sturmböen über die Region hinweggezogen. Vom Mittag bis in die Abendstunden hinein erreichten die Spitzenböen im Raum Bocholt rund 90 km/h, das entspricht Windstärke 10 Beaufort. Die Bocholt nächstgelegenen MeteoGroup (MG)-Stationen Emmerich-Elten und Borken erreichten 91 km/h bzw. 87 km/h. Damit war „Niklas“ der stärkste Sturm seit dem 03.01.2012, als das Orkantief „Ulli“ mit ähnlichen Windspitzen über uns fegte.

Noch stärkere Spitzenböen wurden gestern im nördlichen Münsterland gemessen: An der DWD-Station Ahaus waren es 97 km/h, an der MG-Station Gronau 106 km/h, am Flughafen Münster/Osnabrück 102 km/h, an der MG-Station Ibbenbüren 104 km/h und an der MG-Station Mettingen-Schlickelde sogar 111 km/h bei einem Gewitter am Abend, was volle Windstärke 11 Beaufort und dort einen neuen Stationsrekord seit 2000 bedeutet.

Zu Wochenbeginn Sturm und Regen, Richtung Ostern kühler

MS_065520_g05_20150329_06zWarmes Frühlingswetter rückt in weite Ferne: Nach einem sehr ungemütlichen Sonntag mit Regen und Sturm nehmen auch in der kommenden Woche (ab 30.03.) atlantische Randtiefs Kurs auf Deutschland. Bis einschließlich Donnerstag (02.04.) müssen wir uns auf zahlreiche Regenschauer, teilweise auch Gewitter, und viel Wind gefasst machen. Besonders am Dienstag (31.) sind nochmal Sturmböen dabei. Die Sonne zeigt sich zwischendurch nur kurz. Das Diagramm links zeigt niedrigen Luftdruck, viele Wolken und viele Niederschlagssignale. Richtung Karfreitag (03.) lässt der atlantische Tiefdruckeinfluss aller Voraussicht nach etwas nach und die Regenschauer werden seltener, doch es fließt ein Schwall kühler Luft heran. Das Osterwochenende (04.-06.) gestaltet sich somit sehr kühl: In den Nächten steht wieder leichter Frost an, tagsüber bewegen sich die Temperaturen zwischen 8 und 10 °C. Nach heutigem Stand bliebt es jedoch zumindest trocken.

Zum Ende der Mittelfrist gibt es erste zaghafte Signale, dass es zu einem leichten Temperaturanstieg kommen könnte. Das ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch unsicher und geht nicht über Spekulationen hinaus. In einer Woche wissen wir mehr, ob der Frühling endlich Einzug hält.

Wochenvorhersage: Vorerst kühl, später auch nass

Den Prognosen vom heutigen Sonntag (22.) zur Folge, siehe das Diagramm des aktuellen Modelllaufs des amerikanischen Wettermodells GFS unten, verabschiedet sich der März 2015 kühl und nass. In der kommenden Nacht auf Montag (23.) gibt es nochmals leichten Frost um -1/-2 °C, ehe uns ein letzter sonniger Tag mit immerhin bis zu 12 °C erwartet. Ab Dienstag (24.) sind die Wolkenanteile in der Überzahl, für den Mittwoch (25.) kündigt sich Regen an. Dabei herrschen nur noch einstellige Tagestemperaturen (7-9 °C), nachts bleibt es allerdings aufgrund der Wolkendecke frostfrei.

MS_065520_g05_20150322_06zZur Mittelfrist-Prognose: Nach einer kurzen „Verschnaufpause“ am Donnerstag/Freitag (26./27.) mit mehr Sonne und evtl. nochmaligen Frostnächten sieht die Wetterlage zum kommenden Wochenende (28./29.) sehr unbeständig aus. Voraussichtlich stellt sich Tiefdruckwetter mit längeren Regenfällen ein, am Sonntag sind auch stürmische Böen zu erwarten. Bis zum Ende der Mittelfrist (Tag 10) lautet die Tendenz eher kühl und nass. Für Ostern in zwei Wochen ist aber noch alles möglich. Wir melden uns mit einer weiteren Wochenvorhersage am kommenden Sonntag!

Sonnenfinsternis zeigt sich im Temperaturverlauf

Große Enttäuschung in der Region: Bei der partiellen Sonnenfinsternis, zu der es heute (20.03.2015) Vormittag über Deutschland kam, stocherte das Münsterland sprichwörtlich im Nebel – in der Nacht bildete sich aufgrund der hohen Luftfeuchte in der derzeit herrschenden Luftmasse Hochnebel und leichter Bodennebel, der sich nur zögerlich auflöste. Erst am Nachmittag zeigten sich erste Sonnenstrahlen.

An der Wetterstation Bocholt war die Sonnenfinsternis aber dennoch sichtbar – zumindest in Form von Messwerten. Während die normale Lufttemperatur in 2 m Höhe (nach einem morgendlichen Tiefstwert von 0,5 °C) im unten abgegebenen Zeitraum von 9.00 bis 12.00 Uhr MEZ ziemlich konstant bei rund 1 °C verharrte, zeigte die stark durch die direkte Strahlung beeinflusste Lufttemperatur in 5 cm über dem Erdboden ab Beginn der Verdunklung gegen 09.38 Uhr einen klaren Abwärtstrend von 2,6 °C auf 1,3 °C zwischen 10.35 und 10.50 Uhr, dem Zeitraum der größten Abdeckung der Sonne durch den Mond (siehe Grafik). Ab 11.00 Uhr stieg die Temperatur schließlich wieder leicht an.

Normalerweise kommt es zu dieser Zeit zu einem massiven Anstieg um mehrere Grad (auch bei solchem Hochnebelwetter), bedingt durch die zunehmende Strahlung. Dies deutet der kurze Anstieg gegen 9.30 Uhr bereits an.

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Ab Mittwoch wieder sonnig

Ab dem morgigen Mittwoch (11.) erwartet uns nach Frühnebel (oder auch nicht, schwer vorhersagbar) wieder viel Sonnenschein und kaum Wolken, dabei bleibt es trocken. Die kühlen Modellprognosen haben sich durchgesetzt: In den Nächten (bereits in der kommenden Nacht) leichter Frost um -2 °C, tagsüber rund 12 °C. Damit bleibt es ein ganzes Stück frischer als am Frühlings-Sonntag (18,1 °C).

Erster Frühlingstag

Frühlingseinzug im Münsterland: Der Höchstwert am heutigen Sonntag betrug 18,1 °C! Damit wurde zum ersten Mal in diesem Jahr die 15-°C-Marke überschritten.

In der neuen Woche erwarten uns erst wieder mehr Wolken und es war wird kühler, doch die zweite Wochenhälfte sieht wieder frühlingshaft aus.

Am Wochenende frühlingshaft

Regen- und Graupelschauer, Temperaturstürze und frischer Wind – die ersten Tage des „meteorologischen Frühlings“, der am 1. März begonnen hat, erinnern noch nicht an die bevorstehende Jahreszeit.

MT8_Essen_ens_20150304Doch das könnte sich bald grundlegend ändern, denn die Modellwelt am heutigen Mittwoch (04.) sieht den Aufbau eines Hochdruckgebiets über Mitteleuropa ab dem kommenden Wochenende (07./08.). Damit ist der Weg frei für milde Luftmassen aus Süden: Im Diagramm links erkennt man einen markanten Anstieg der Temperatur, dargestellt für die 850 hPa Druckfläche (ca. 1500 m Höhe), um 12 K auf ca. 6 °C, und praktisch keine Niederschlagssignale mehr (unten an der x-Achse). Für Bodennähe würden solche Werte um diese Jahreszeit bei voller Sonnenscheindauer und guter Durchmischung (Wind) einem Temperaturniveau von ca. 17-18 °C (Tagesmaximum) entsprechen. Und nach aktuellen Prognosen sieht es auch so aus, dass die Bedingungen nahezu ideal sein werden und wir am Sonntag (08.) mit solchen Höchstwerten rechnen können.

MS_065520_g05_20150304Im letzten Jahr gab es um diese Zeit ebenfalls einen Frühlingsdurchbruch: Am 09.03.2014 erreichte das Thermometer bei strahlendem Sonnenschein einen Rekordwert von 20,8 °C. Solche Werte wurden durch ein 850 hPa-Temperaturniveau von 11-12 °C möglich gemacht.

Rückblick Februar 2015: Februar im Durchschnitt

Anfang Februar gelangte die Region zunehmend in den Einflussbereich von hohem Luftdruck, der das Wetter bis über die Monatsmitte hinaus bestimmte. Das Temperaturniveau lag dabei niedriger als in den beiden Vormonaten. Ab dem 20. gestalteten atlantische Tiefausläufer das Wetter wieder wechselhafter.

Der Februar 2015 kommt auf eine Monatsmitteltemperatur von 3,1 Grad Celsius (°C) und eine Monatsniederschlagssumme von 44,9 Litern pro Quadratmeter (L/m²). Damit lautet die Monatsbilanz: temperaturnormal und niederschlagsmäßig leicht unterdurchschnittlich. Die langjährigen Mittelwerte der Referenzperiode 1981–2010 liegen bei 3,2 °C und ca. 56 L/m². Die Reihe von fünf milden Monaten seit September 2014 ist damit zu Ende. Der Monat brachte außerdem eine stattliche Zahl von 16 Frosttagen, was etwas über dem Durchschnitt (ca. 11–12 Tage) liegt.

Monatsdiagramm_201502

Doch trotz dieser erstmals durchschnittlichen Temperaturbilanz blieb uns richtiges Winterwetter erneut erspart: Die tiefste Temperatur am 7. betrug lediglich –4,8 °C, auch Eistage traten nicht auf. Der Grund: Bei der Hochdruckwetterlage, die sich in den ersten Monatstagen einstellte, herrschte anfangs eine nördliche Strömung und so bildeten sich viele Wolken oder Hochnebel; ab und zu kam es auch zu etwas Regen. Die Werte sanken somit nachts nur moderat ab.

20150222_01Ab dem 12. floss mit Drehung der Strömung auf Südost trockene Luft heran, wodurch es tagsüber sonniger wurde und die Temperatur einen Sprung nach oben machte. Am 13. wurden milde 11,0 °C, am 14. mit 12,7 °C der Monatshöchstwert registriert. Karnevalssonntag (15.) und Rosenmontag (16.) zeigten sich wolkenlos, nach leichten Nachtfrösten stieg das Thermometer auf Höchstwerten um 8 °C.

Ab dem 17. zeigte sich der Himmel erneut wolkenverhangen und die Tagestemperaturen gingen somit wieder zurück. Zum Ende der zweiten Monatsdekade griffen erste Tiefausläufer auf die Region über. Am 20. fielen 15,6 L/m², am 21. und 23. kam es zu Graupelschauern. In den letzten Februartagen stiegen die Temperaturen mit zunehmenden Sonnenanteilen wieder langsam an.

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Rückblick Winter 2014/2015: Recht mild mit Winterintermezzos

Nach dem äußerst milden letzten Winter fällt auch der Winter 2014/2015 vergleichsweise mild aus. Zwar herrschte die meiste Zeit über Tiefdruckeinfluss mit reichlichen Regenfällen, doch ab und an gelang auch Kaltluft nach Deutschland und ließ die Niederschläge in Schnee übergehen.

Diagramm_Winter_2014_2015

Die mittlere Temperatur des meteorologischen Winters 2014/2015 (Monate Dezember, Januar, Februar) liegt bei 3,8 Grad Celsius (°C) und damit 0,6 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert der Referenzperiode 1981–2010. Damit fällt der Winter hierzulande, ganz im Westen der Republik, nur leicht milder aus als im Durchschnitt – im Gegensatz zu Süd- und Ostdeutschland, wo ein markantes Plus zu verzeichnen ist, und zum extrem milden Winter 2013/2014, der einen Mittelwert von 6,0 °C aufwies.

Im Dezember und Januar wechselten sich einige sehr milde Phasen mit winterlichen Intermezzos ab. Vom 10. Dezember bis Weihnachten herrschte eine sehr milde, regenreiche und stürmische Witterung, ehe am 27. und 28. Dezember ein Wintereinbruch mit Frost und Schnee folgte. Eine weitere sehr milde Phase trat zum Ende der ersten bzw. Anfang der zweiten Januar-Dekade auf, als Spitzenwerte bis 14,0 °C (10.) gemessen wurden. Auch hieran schloss sich ein merklicher Temperaturrückgang in der zweiten Monatshälfte an.

Im Februar stellte sich schließlich Hochdruckwetter ein und so kam es häufig zu Nachtfrösten. Insgesamt wurden immerhin 30 Frosttage und ein Eistag (23. Januar) registriert. Im langjährigen Durchschnitt gibt es ca. 36 Frost- und 9–10 Eistage. Der sehr milde Vorgänger-Winter brachte nur 16 Frosttage.

20150124_08Die Niederschlagssumme beträgt 216,5 Liter pro Quadratmeter (L/m²) und damit 108 % vom langjährigen Mittelwert (ca. 201 L/m²). Beachtlicher als dieses geringe Plus ist die Vielzahl an Niederschlagstagen: An 71 Tagen fielen 0,1 L/m² oder mehr – im Durchschnitt ist das nur an ca. 52 Tagen der Fall. Es gab keine über 5 Tage andauernden trockenen Phasen in den drei Wintermonaten, auch während des Hochdruckwetters im Februar kam es zu Sprühregen aus dem Hochnebel. Allerdings erreichten auch nur 2 Tage größere Niederschlagssummen von über 10,0 L/m²: Der 8. Januar brachte es auf 22,3 L/m², der 20. Februar auf 15,6 L/m².

Außerdem wurden 8 Schneedeckentage beobachtet (Mittel: ca. 11 Tage) – davon 3 Tage Ende Dezember und 5 Tage Ende Januar. Die kräftigsten Schneefälle gab es am 24. Januar, als zur Mittagszeit 9 cm lagen (siehe Foto). Der Winter 2013/2014 verlief dagegen völlig schneefrei.

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Vorfrühlingshafter Freitag

Am heutigen Donnerstag (12.) hatte es die schwache Februar-Sonne noch ziemlich schwer, die hochnebelartige Bewölkung aus der Nacht wegzuheizen.Doch für den morgigen Freitag (13.) sieht es besser aus: Uns erwartet nämlich mehr Wind, der auf Süd bis Südost dreht (Sauerland-Föhn), und dieser wird den Hochnebel aller Voraussicht nach rasch auflösen. Wenn es so nach Fahrplan läuft, sollten, wir sind optimistisch, milde 12 °C drin sein!

Rückblick Januar 2015: Milder, nasser Januar

Häufige westliche Wetterlagen sorgten für einen facettenreichen Januar 2015. Nach einigen sehr milden Tagen und mehreren Sturmtiefs in der ersten Monatshälfte kam es auch zu einem kurzen Winterintermezzo mit Schnee. Insgesamt überwog jedoch die milde nasse Witterung.

Monatsdiagramm_201501

Nach dem sehr warmen Jahr 2014 beginnt auch der erste Monat des neuen Jahres vergleichsweise mild: Mit einer Monatsmitteltemperatur von 3,7 Grad Celsius (°C) wurde der langjährige Mittelwert 1981-2010 um 0,9 Kelvin (K) überschritten. Damit fällt das Plus aber erheblich kleiner aus als in den teils rekordverdächtig warmen Vormonaten oder im sehr milden Januar 2014 (5,4 °C). Es wurden 17 Bodenfrost-, 8 Frosttage und ein Eistag verzeichnet (Mittel: ca. 12 Frost- und 4 Eistage).

Insgesamt fielen 95,6 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²), das entspricht 137 % vom langjährigen Mittel 1981-2010 (ca. 70 L/m²). Damit ist der Überschuss gar nicht so groß, wie man angesichts des äußerst verregneten Eindrucks erwarten könnte. Der Grund ist ein anderer: Messbare Niederschlagsmengen gab es an 27 Tagen – der langjährige Durchschnittswert liegt bei gerade einmal 18 Tagen!

Nach einem beinahe frostigen Jahresbeginn mit 0,1 °C am Neujahrsmorgen bewegte sich die Temperaturkurve in den ersten Tagen noch im durchschnittlichen Bereich, ehe an der Vorderseite kräftiger Sturmtiefs sehr milde Luft aus südwestlicher Richtung herangeführt wurde. Nach ergiebigen Regenfällen am 8. mit 22,3 L/m² stieg das Thermometer in der Nacht auf den 10. bis auf 14,0 °C an und damit auf den höchsten Januar-Wert seit 8 Jahren (zuletzt milder mit 14,3 °C am 09.01.2007). Ähnliche Szenarien, Sturmtiefs mit milder Luft und Regen, wiederholten sich am 12./13. und 15. mit erneut zweistelligen Temperaturspitzen.

Mit Übergang auf die zweite Monatshälfte gingen die Werte dann erheblich zurück auf ein leicht unterdurchschnittliches Niveau. Am 17. wurde mit –0,3 °C der erste geringe Frost des Jahres verzeichnet. Zu Beginn der letzten Monatsdekade sanken die Werte noch etwas ab und auch die Niederschlagsneigung ließ kurzfristig nach. Am 22. wurde der Monatstiefstwert von –2,8 °C gemessen, am 23. mit einem Höchstwert von nur –0,2 °C der erste Eistag seit März 2013 registriert. Am 24. kam es schließlich zu Schneefällen mit Ausbildung einer zwischenzeitlich 9 cm hohen Schneedecke (gegen 13 Uhr).

Allerdings stellte sich rasch Tauwetter ein, denn in den Folgetagen stiegen die Tagestemperaturen wieder auf über 6 °C. Am späten Nachmittag des 29. wurde ein leichtes Gewitter mit Graupelschauer registriert. Die letzte Januartage gestalteten sich wieder halbwegs winterlich mit zeitweiligen Schneeschauern, in der Nacht auf den 31. bildete sich übergangsweise eine 2 cm hohe Schneedecke.

>>> Bericht als PDF 

Weiße Überraschung

Eine weiße Überraschung am heutigen Samstag: Nach mäßigen, zeitweise sogar starken Schneefällen in den Morgen- und Vormittagsstunden liegt zurzeit (13 Uhr) eine nicht zu verachtende Schneedecke von 9 cm im Raum Bocholt.

Der Wintereinbruch wird jedoch nur von kurzer Dauer sein. Bereits heute Nachmittag erwarten uns deutliche Plusgrade,  ehe es in der kommenden Nacht bei leichtem Frost noch einmal gefährlich glatt werden könnte. Am morgigen Sonntag (25.) sind bis 4/5 °C drin. In der neuen Woche (ab 26.) setzt sich erst einmal das Muster der ersten Januarhälfte wieder durch, sprich es wird noch etwas milder und oft regnerisch. Ob es im weiteren Verlauf noch einmal winterlich wird, muss abgewartet werden.

Erster Frost im neuen Jahr

Das milde, regnerische und oft windige Tiefdruckwetter macht vorerst eine Pause. Unter leichtem Hochdruckeinfluss ist am gestrigen Freitag (16.) kühlere Luft herangeflossen – am heutigen Morgen ging das Thermometer zum ersten Mal in diesem Jahr unter den Gefrierpunkt zurück: -0,2 °C wurden in 2 m Höhe verzeichnet, -2,0 °C in 5 cm über dem Erdboden.

Mildester Januar-Tag seit 8 Jahren

In der Nacht von Freitag (09.) auf Samstag (10.) wurde an der Vorderseite der kräftigen Sturmtiefs über Nordeuropa sehr milde Luft nach Deutschland geführt. Im Rheinland stieg die Temperatur auf über 15 °C an. Auch in Bocholt war es sehr mild – mitten in der Nacht wurde ein Höchstwert von genau 14,0 °C registriert: Das ist die höchste Januar-Temperatur seit 8 Jahren!

Um noch höhere Werte zu finden, muss man bis zum 09.01.2007 zurückblättern, als 14,3 °C verzeichnet wurden. Der Rekord für die erste Januar-Dekade liegt übrigens bei 14,8 °C und wurde am 10.01.2005 aufgestellt.

Ergiebiger Regen und wieder windig

MS_065518_20150107_00zAm morgigen Donnerstag (08.) erwarten uns ergiebige Regenfälle. Ausgangs der kommenden Nacht ziehen von Westen her erste Regengebiete heran. In den Vormittags- und Mittagsstunden wird es voraussichtlich kräftig regnen. Die Modelle simulieren für die Region ca. 20-30 L/m² innerhalb von rund 12 h (siehe Grafik links)

Zum Wochenende hin geht es unbeständig weiter. Am Freitag (09.) und Samstag (10.) wird Wind ein Thema, denn wir befinden uns dann an der Südseite eines kräftigen Tiefs über Nordeuropa. Spitzenböen um 8 Beaufort sind wahrscheinlich. Dazu wird es sehr mild mit Werten um 12 °C. Ein Wintereinbruch rückt in weite Ferne, auch für die nächste Woche (ab 12.) stehen die Modelle eher auf eine nass-kalte, frostfreie Witterung.

Jahresrückblick 2014: Trotz durchschnittlichen Sommers wärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn

Das Jahr 2014 startet mit dem frostärmsten Winter seit dem Bestehen der Bocholter Klimareihe im Jahr 1946. Es folgen der wärmste März und der viertwärmste April – erst ab Mai normalisieren sich die Temperaturen. Nach einem sommerlichen Juli wird der kälteste August seit immerhin acht Jahren registriert. Ab September kehrt sich die Situation wieder um und es kommt zum drittwärmsten Oktober und sechstwärmsten November in der Aufzeichnungsgeschichte. Der kurze Wintereinbruch nach Weihnachten kann auch einen milden Dezember nicht mehr verhindern.

2014-3Das Jahr 2014 geht als neues Rekordjahr in die Klimastatistik ein: Mit einer Jahresmitteltemperatur von genau 12,0 Grad Celsius (°C) wurde der langjährige Mittelwert der Referenzperiode 1981–2010 von 10,5 °C um 1,5 Kelvin (K) überboten. Nicht nur in der Bocholter Klimareihe, selbst in der über 300-jährigen Reihe von De Bilt (NL), war kein Jahr annäherend so warm! Das Jahr 2014 liegt mit seinem Mittelwert gleich ein halbes Grad über den bisherigen Rekordjahren 2006 und 2007 (11,5 °C).

Bis auf den kalten August (–1,6 K) und die in etwa durchschnittlich temperierten Frühsommermonate Mai (–0,5 K) und Juni (+0,3 K) fielen die übrigen neun Monate wärmer aus als im langjährigen Mittel. Davon erreichten gleich fünf Monate markante positive Abweichungen zwischen +2,6 K und +3,5 K (Januar bis April und Oktober).

Es wurden mehrere neue Temperaturrekorde erreicht oder nur haarscharf verfehlt. Anfang März und Anfang November wurden zwei Alt-Rekorde, die unter 20 °C lagen, auf 20,8 °C korrigiert. Damit wurde sowohl der früheste als auch der späteste „warme Tag“ (ab 20 °C) in der Bocholter Klimareihe registriert. In der Summe gab es 123 warme Tage, 3 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2006 (Mittel: ca. 96 Tage). Außerdem wurden 35 Sommertage (ab 25 °C) und 5 heiße Tage (ab 30 °C) registriert. Diese Zahlen entsprechen, bedingt durch den kühlen August, aber genau den langjährigen Durchschnittswerten (ca. 34 Sommertage bzw. 6 bis 7 heiße Tage).

Bei den „kalten Tagen“ (Tagesmaximum unter 10 °C) wurde mit 79 Tagen ebenfalls ein neuer Rekord aufgestellt (bisher: 85 Tage im Jahr 2007; Mittel: ca. 116 Tage). Außerdem wurden nur 15 Frosttage (Mittel: ca. 52 Tage) und kein Eistag (Mittel: ca. 10 Tage) registriert. Hiermit wird deutlich, dass es einen Winter sowohl 2013/2014 als auch in der aktuellen Saison praktisch nicht gegeben hat.

2014-4Das Jahr 2014 fällt geringfügig trockener aus als im langjährigen Mittel. Insgesamt fielen 741,1 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²), das entspricht 91 % des langjährigen Mittelwerts der Referenzperiode 1981–2010 (ca. 812 L/m²) oder einem Minus von 9 %. Im Vorjahr betrug die Jahresniederschlagssumme rund 30 L/m² mehr (769,6 L/m²). Fünf Monate brachten ein Niederschlagsdefizit, drei Monate einen -überschuss und die restlichen vier Monate eine durchschnittliche Bilanz.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 186 Tage mit messbarem Niederschlag (ab 0,1 L/m²), 131 Tage ab 1,0 L/m², 16 Tage ab 10,0 L/m² und 4 Tage ab 20,0 L/m². Lediglich an 3 Tagen wurde Niederschlag in Form von Schnee oder Schneeregen beobachtet (25. Januar, 27. und 29. Dezember). Eine Schneedecke lag an ebenfalls 3 Tagen (28. bis 30. Dezember) mit maximal 3 cm (29.), im langjährigen Mittel gibt es ca. 12 Schneedeckentage. Wie der Zufall es will: Auch Hagel konnte an 3 Tagen verzeichnet (9. Mai und 8./9. Juni) werden. Außerdem wurde eine stolze Anzahl von 34 Gewittertagen gezählt (Mittel: ca. 22 Tage). Allein 24 davon brachten die unbeständigen Sommermonate Juni bis August (Mittel: ca. 12 Tage).

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Hinweise zu klimatologischen Kenntagen

Silvesternacht mit hohem Nebelrisiko

Die  Wetterprognose für die Nacht auf den 01.01.2015 könnte besser sein: Zwar bleibt es ab den Nachmittagsstunden des Silvestertages trocken, aber aufgrund der Niederschläge und der fehlenden Durchmischung besteht ein sehr hohes Nebelrisiko. In den Morgenstunden des 01. ist außerdem leichter Frost möglich.

Nebel zum Jahreswechsel ist aber nicht ungewöhnlich, da durch den Feuerwerksrauch viele sogenannte Kondensationskeime in die Luft getragen werden, an denen Wasserdampf kondensieren kann. So gab es zum Jahreswechsel 2007/2008 extrem dichten Nebel mit Sichtweiten von zeitweise unter 20 m. Auch 2010/2011 herrschte über einer tauenden Schneedecke teils dichter Nebel.

Kurzer Wintereinbruch zum Jahresende

Das sehr milde Jahr 2014 – auch in unserer Region das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (doch dazu in ein paar Tagen mehr) – geht mit einem kurzen Wintereinbruch zu Ende.

20141229_01 Nachdem bereits am vergangenen Samstag (27.) wie erwartet mit einem Tief Schneefälle über unsere Region hinweggezogen sind und eine Schneedecke von zwischenzeitlich 3 cm übers Land zauberten, setzte sich am gestrigen Sonntag (28.) kalte Luft aus Nordosten durch. Dabei wurde gestern Morgen ein Tiefstwert von -4,8 °C gemessen. In den heutigen Frühstunden (29.) kamen von Norden her erneut leichte Schneefälle auf. So liegen pünktlich zu Beginn der neuen Woche 3 cm Schnee über Bocholt.

20141229_02Doch lange wird der Schnee voraussichtlich nicht durchhalten, denn von Norden sickern nun auch mehr und mehr milde Nordseeluft ein. Bereits heute Nachmittag werden 3-4 °C erwartet, morgen (30.) und Silvester (31.) 4-5 °C. Auch wenn heute und morgen evtl. noch geringe Schneefälle (oder Schneeregen) möglich sind, wird die dünne weiße Schicht den Jahreswechsel kaum noch erleben…

Weihnachtswetter 2014: Sinkende Temperaturen – nach dem Fest winterlich

Am gestrigen Montag (22.) erreichte die Temperatur einen Höchstwert von 12,5 °C und auch heute (23.) sind wieder 12 bis 13 °C zu erwarten, dabei ist zeitweise etwas Regen möglich. Am morgigen Mittwoch, Heiligabend, zieht von Nordwesten her ein Regengebiet heran und bringt in den Vormittags- und Mittagsstunden Dauerregen, der erst am Nachmittag abklingt. Dazu gehen die Temperaturen von 8-9 °C in der Früh zurück auf 6 °C am Abend. Am ersten Weihnachtstag überwiegen noch die Wolken, doch wir erwarten auch erste Auflockerungen mit Sonnenschein. Es sind noch einzelne Regenschauer möglich. In der Früh 4 °C, am Nachmittag 6-7 °C. In der Nacht zum zweiten Weihnachtstag müssen wir uns auf leichten Luftfrost bis -1/-2 °C einstellen, ehe tagsüber viel Sonnenschein und trockenes Wetter herrscht bei 3/4 °C.

Aktualisierung vom 25.12.2014:

Wie geht es nach dem Fest weiter? Eine Umstellung der Wetterlage steht bevor und ein Wintereinbruch ist sehr wahrscheinlich: In den Frühstunden des 27. wird ein Sturmtief von Westen heranziehen und Niederschläge bringen, deren Summe aber von den Modellen noch sehr unterschiedlich berechnet wird. Aufgrund der eingeflossenen Kaltluft werden diese auch im niederrheinischen Tiefland zunächst als Schnee fallen. Ob die Niederschläge am 27. tagsüber in Schneeregen und Regen übergehen, ist ebenfalls noch unsicher und wird unterschiedlich bewertet. Dies hängt davon ab, wie viel milde Luft aus Südwesten herangeführt wird. Wir sollten jedoch auf winterliche Verhältnisse eingestellt sein.

Keine weiße Weihnacht – bis Silvester mild?

Schlechte Nachrichten für alle Schneefans in der Region: Das Thema „Weiße Weihnacht“ müssen wir auch in diesem Jahr abhaken, denn die Westwetterlage, die bereits seit etwa einer Woche herrscht und uns am vergangenen Donnerstag und Freitag (11./12.) die Sturmtiefs „Alexandra“ und „Billie“ beschert hat, wird ab kommenden Mittwoch (17.) wieder aufleben und neue Sturmtiefs bringen. Von Mittwoch bis Freitag gibt es ergiebige Regenfälle und erneut stürmischen Wind, dazu wird von Südwesten her sehr milde Luft herangeführt – am Donnerstag (18.) sind 13 bis 14 °C zu erwarten. Das ist nahe an den absoluten Rekordwerten für die zweite Dezember-Dekade (11.-20.), der bei 14,7 °C (18.12.1987, gemessen an der DWD-Station in Bocholt-Liedern).

MS_065520_20141216_12zAm Wochenende (20./21.) und in der kommenden Woche (ab 22.) simulieren die Wettermodelle übereinstimmend eine Fortsetzung der Westlage mit Dominanz von Tiefdruckeinfluss, sodass weiterhin viele Regenfälle zu erwarten sind. Dazu bleibt es mild mit Temperaturen im hohen einstelligen Bereich (nachts frostfrei, wenn überhaupt nur geringe Bodenfröste – siehe Diagramm für die Region Bocholt).

Nach aktuellem Stand könnte kurz vor den Weihnachtstagen wieder ein Schwall milder Luft aus Südwesten heranströmen und erneut zweistellige Temperaturen bringen. Für Details an den Weihnachtstagen ist es noch zu früh, aber Schnee und Eis sind definitiv nicht in Sicht. Dafür müsste ein Wunder geschehen und sich die Wetterlage komplett umstellen und kalte Luft aus Nordosten heranfließen. Auch für die letzte Woche des Jahres sieht es derzeit eher nicht nach einem Wintereinbruch aus.

Ab 10. Dezember: Viel Regen und Sturm

201412-01Nachdem die kalte Luft bereits am vergangenen Wochenende (6./7. Dezember) wieder zurückgedrängt wurde, hat sich die Großwetterlage hin zu einer Westlage umgebaut, die uns in den kommenden Tagen mit viel Regen und Sturm beschäftigen wird. Damit wird es auch wieder milder, sodass Glätte in den Frühstunden nicht mehr auftritt.

Bereits in der kommenden Nacht auf Mittwoch (10.) erwartet uns mit Tief „Alexandra“ erster Regen und merklich auffrischender Wind. In der zweiten Nachthälfte und Mittwoch Früh sind Sturmböen von 8 Beaufort möglich. Am Mittwoch und Donnerstag (11.) tagsüber wird es wechselhaft mit Schauern und sehr windig weitergehen. In der Nacht auf Freitag (12.) folgt wahrscheinlich das nächste Tief. So sind nach aktuellem Stand am Freitag tagsüber (schwere) Sturmböen (9-10 Beaufort / um 90 km/h) und ergiebige Regenfälle nicht ausgeschlossen, dazu herrschen Temperaturen bis 8 °C.

Wie sieht der erste Trend für Weihnachten aus? Derzeit erscheint ein Fortbestand der Westlage am wahrscheinlichsten, doch in den zwei Wochen bis zum Fest kann sich noch sehr viel ändern. Wir melden uns an dieser Stelle mit einer genaueren Prognose in etwa einer Woche!

Rückblick November 2014: Milder, trockener November

Im November 2014 befand sich Mitteleuropa meist auf der Vorderseite kräftiger Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik. Dadurch strömte mit südlichen Winden oft sehr milde Luft in die Region, vor allem an Allerheiligen, als ein neuer Rekord aufgestellt wurde, und am 23. November.

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 8,4 Grad Celsius (°C) liegt der November 2014 um 1,8 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert der Referenzperiode 1981-2010. In der Bocholter Klimareihe (seit 1945) nimmt er den 6. Platz ein (Rekordmonat ist der November 1994 mit 9,8 °C).

Der Monat begann gleich mit einem Rekord: An Allerheiligen floss sehr warme Luft in die Region, bei strahlendem Sonnenschein kletterte das Thermometer auf einen Höchstwert von 20,8 °C. Der alte Rekord von 19,7 °C, aufgestellt am 07.11.1955, 03.11.2005 und 04.11.2011, wurde damit klar übertroffen. Gleichzeitig bedeutet der Rekord auch den spätesten Eintrittstermin eines „warmen Tages“ (ab 20 °C) überhaupt – nachdem im Frühjahr bereits der früheste Eintrittstermin (09.03.2014) registriert wurde. In den nachfolgenden Tagen riss der Wärmestrom ab und erheblich kühlere Luft floss ein, womit kurzzeitig ein durchschnittliches Temperaturniveau herrschte. Am 7. wurde der erste kalte Tag (unter 10 °C) registriert. Ab dem 8. übernahmen wiederum milde Luftmassen aus Südwesten das Ruder. Bis über die Monatsmitte hinaus wurden tagsüber milde 12 bis 15 °C erreicht, nachts blieb die Temperatur über der 5-°C-Marke.

Die letzte Monatsdekade startete mit einem Tiefstwert von kühlen 1,5 °C (Bodenfrost blieb noch aus), ehe am 23. letztmalig sehr milde Luft heranströmte und einen Höchstwert von 14,9 °C bescherte. In den letzten Novembertagen ging die Temperatur mit Zufuhr kälterer Luft aus Osten peu à peu zurück. Am 25. wurde mit -1,0 °C in 5 cm der erste Bodenfrost verzeichnet (in 2 m mit 0,3 °C gerade noch frostfrei). Am 30., dem 1. Advent, stieg das Thermometer bei Hochnebel-Dauergrau nur noch auf 3,1 °C an.

Im November 2014 fielen unterm Strich 43,8 Liter Regen pro Quadratmeter (L/m²), das entspricht 60 % vom langjährigen Mittel der Referenzperiode 1981-2010 (73 L/m²). Nach den Spitzenwerten zu Monatsbeginn zogen in der Nacht auf den 3. erste Regenfälle auf (5,9 L/m²). In der Nacht auf den 4. fielen 9,2 L/m². In der weiteren ersten Monatshälfte kam es infolge des Tiefdruckeinflusses oft zu kleineren Niederschlagsmengen. Besonders verregnet zeigte sich schließlich der 16., als bedingt durch ein Tief über dem Ärmelkanal kurz nach Mitternacht Regen einsetze und bis in die Folgenacht andauerte: Insgesamt kamen 15,0 L/m² zusammen, statistisch jedoch verteilt auf den 15. und 16. (wegen Messzeitraums 6 bis 6 UTC). Mit Zufuhr kühler Luftmassen zu Beginn der letzten Monatsdekade ging die Regenneigung zurück, ehe die am 23. eingeflossene milde Luft in der Nacht auf den 24. mit einer Regenfront zurückgedrängt wurde. Es folgte wieder leichter Tiefdruckeinfluss, bevor sich ab dem 29. eine Inversionswetterlage mit Hochnebel einstellte. Insgesamt gab es 17 Niederschlagstage (ab 0,1 L/m²), was etwa dem langjährigen Mittel (18 Tage) entspricht.

>>> Bericht als PDF 

Erster Frost der Saison

Nach tagelangem Verharren der Temperatur im untersten Plusbereich war es heute Morgen so weit: Die Temperatur fiel erstmals unter den Gefrierpunkt auf einen Tiefstwert von -1,4 °C heute Früh. Aufgrund des weiterhin vorhandenen Hochnebels werden die Werte heute (03.) und morgen (04.) tagsüber kaum ansteigen, mehr als +2 °C sind nicht drin.

Doch das Winterwetter ist nur ein kurzes Intermezzo. Zum Wochenende sieht es nach einer Wetteränderung aus, denn von Western nähern sich atlantische Fronten mit etwas milderer Luft. Möglicherweise erwarten uns in der kommenden Woche (ab 08.) wieder fast zweistellige Temperaturen.

Rückblick Herbst 2014: Zweitwärmster Herbst seit Aufzeichnungsbeginn

Der meteorologische Herbst 2014, der die Monate September, Oktober und November umfasst, geht als zweitwärmster Herbst in die Bocholter Klimareihe (ab 1945) ein. Vor allem im Oktober und über weite Strecken im November flossen milde Luftmassen aus Süden nach Deutschland. Gleichzeitig war es sehr trocken.

2014_Herbst_TemperaturDie mittlere Temperatur der drei Herbstmonate errechnet sich zu 12,7 Grad Celsius (°C), das sind 2,9 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert der Referenzperiode 1981-2010. Damit liegt der Herbst 2014 klar auf Platz 2 der wärmsten Herbste seit 1945 – nach 2006 (14,0 °C!) und vor 1982 (12,1 °C).

Ab Anfang September gelang-ten zeitweise immer wieder warme Luftmassen aus Süden bzw. Südwesten in die Westhälfte Deutschlands. Zum Ende der zweiten Oktober-Dekade wurden 24,1 °C (19.) gemessen und der Rekordwert nur knapp verfehlt, bevor es am 1. November so weit war: Mit 20,8 °C wurde die höchste November-Temperatur der Bocholter Klimareihe verzeichnet und der späteste warme Tag überhaupt. Erst in der letzten November-Dekade flossen kühlere Luftmassen aus östlicher Richtung heran. Dennoch blieb der Herbst komplett frostfrei (Tiefstwert waren 0,3 °C am 25. November). Das gab es in der Bocholter Reihe bisher erst 2 Mal: 1970 und 1984.

Ingesamt wurden 4 Sommer-, noch 30 warme und nur 11 kalte Tage registriert. Im langjährigen Mittel 1981-2010 sind im Herbst etwa 2 bis 3 Sommer-, 13 bis 14 warme, 19 bis 20 kalte und außerdem 6 Frosttage zu erwarten.

2014_Herbst_NiederschlagInsgesamt fielen vom 1. September bis zum 30. November 134,1 Liter Regen pro Quadratmeter (L/m²), das sind nur 63 % des langjährigen Mittelwerts der Referenzperiode 1981-2010 (214 L/m²). Ähnlich trocken war es zuletzt 2011. Im sehr nassen Vorjahresherbst fielen dagegen 295,7 L/m² (alleine 149,7 L/m² im September). Im diesem Jahr verliefen der von Hochdruckwetter dominierte September, aber auch der November sehr trocken, während der Oktober seinen Mittelwert knapp erreichte. Es wurden 43 Niederschlagstage verzeichnet, der langjährige Mittelwert 1981-2010 liegt bei etwa 49.

Der mittlere Bedeckungsgrad lag bei 5,3 Achteln und damit leicht unter dem langjährigen Mittelwert 1981-2010 (5,5 Achtel). Wie allgemein üblich, kann hier eine Parallelität zum Niederschlag beobachtet werden: Die trockenen Monate September und November waren sonniger als im langjährigen Mittel, der Oktober hingegen etwas trüber.

>>> Bericht als PDF 

Adventszeit beginnt kalt und trüb

Kalte Luftmassen aus Osten sind seit gestern in unsere Region geströmt und haben zu einem markanten Temperaturabfall geführt: Am heutigen Samstag (29.) stieg das Thermometer bei trübem Himmel nur noch auf 4,6 °C an.

Die kalte, trübe Wetterlage mit Hochnebel wird uns wahrscheinlich noch einige Tage begleiten. In den kommenden Tagen sind kaum mehr als 3 bis 4 °C drin, nachts liegen die Werte um 0 °C. Ob sich in der kommenden Woche (ab 01.12.) die Sonne wieder besser durchsetzen kann, ist derzeit kaum sicher abschätzbar, da eine Hochnebelbildung von der exakten Anströmungsrichtung der Luftmassen abhängt. Richtiges Winterwetter mit bedeutenden Nachtfrösten oder Schnee ist vorerst jedoch nicht zu erwarten.

Umgestaltung der Internetseite

Liebe Besucherinnen und Besucher von bocholtwetter.de!

Wie Ihnen sicherlich schon aufgefallen ist, wurde die Seite in den vergangenen Tagen neu aufgesetzt. Die neue Webseite basiert auf einer modernen Blogstruktur, was nicht nur die Administration wesentlich vereinfacht, sondern auch eine Kommentierung der Beiträge ermöglicht. Die neuen Seiten sind außerdem einfacher mit mobilen Endgeräten abrufbar. Allerdings sind noch nicht alle Inhalte eingefügt, was sich aber in den kommenden Tagen ändern wird.

Erster Bodenfrost – Winter in Sicht?

Am heutigen Dienstag (25.11.) wurde der erste Bodenfrost der Saison – im ländlichen Umland gleichzeitig auch der erste Luftfrost – verzeichnet. An der Wetterstation Bocholt, die sich in Stadtlage befindet, sank die Temperatur in 5 cm Höhe auf -1,0 °C, während es in 2 m mit +0,3 °C noch gerade frostfrei blieb. In den kommenden Nächten wird es aufgrund von Bewölkung zwar wieder etwas milder, doch zum Monatswechsel deutet sich nach aktuellen Prognosen eine erste kältere, möglicherweise winterliche Witterungsphase an. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Wann kommt der Winter?

Nach dem Rekordwert vom 1. November sind die Temperaturen zwar in den letzten Tagen auf ein etwa durchschnittliches Niveau für Anfang November zurückgegangen, doch Boden- oder gar Luftfröste blieben bisher aus. Ein Anlass, um in die Bocholter Klimastatistik über den Frostbeginn zu schauen.

201411-Erster_LuftfrostIm langjährigen Mittel 1981-2010 kommt es etwa um den 3. November herum zum ersten Luftfrost des Winterhalbjahres. Der Eintrittstermin schwankt jedoch sehr stark, wie nebenstehende Tabelle mit den Daten der letzten zehn Jahre zeigt. Während es 2009 bereits am 14. Oktober – einem der frühesten Termine überhaupt – bereits zu Luftfrost kam und einen Tag darauf mit -1,9 °C der Rekordwert für die zweite Oktober-Dekade aufgestellt wurde, dauerte es im vergangenen Jahr bis zum 20. November.

In der gesamten Klimareihe Bocholt (seit 1945) ist der früheste Eintrittstermin der 19. September 1977 gewesen mit -0,2 °C. Angesichts des geringen Frosts ist davon auszugehen, dass es in der geschützten Stadtlage, die oft 0,5 bis 1,0 K milder ist, noch frostfrei blieb. Für Bocholt (Stadt) wäre der 12. Oktober 1952 dann der früheste Termin (Original-Messwert Bocholt-Liedern: -2,2 °C). Der späteste Eintrittstermin ist der 22. Dezember (!) 1970. Auch im Jahr 2000 dauerte es sehr lange mit dem ersten Frost (19. Dezember).

Wie man sieht, sind trotz der derzeit milden Witterung noch lange keine Rekorde in Gefahr. In der kommenden Woche (ab 10.) bleibt es mild mit Höchstwerten zwischen 12 und 15 °C und Tiefstwerten nur wenig unter der 10-°C-Marke. Bis zum Ende der zweiten Monatsdekade (20.) sieht es nicht nach einem Wintereinbruch aus. Was danach kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch völlig offen.

Wärmster Novembertag seit Beginn der Aufzeichungen

201411-04Der heutige 1. November geht mit Abstand als wärmster Novembertag seit Beginn der Aufzeichungen (1946) in die Bocholter Klimareihe ein: Das Quecksilber kletterte bei strahlendem Sonnenschein auf einen Tageshöchstwert von 20,8 °C und verwies damit das bisherige Rekord-Trio 07.11.1955, 03.11.2005 und 04.11.2011 (19,7 °C) auf Platz 2. Auf Platz 3 folgt der 04.11.1994 (19,3 °C).

Rückblick Oktober 2014: Sehr warmer, aber kein goldener Oktober

201410-02Der Oktober 2014 war laut Deutschen Wetterdienst der drittwärmste Oktober in Deutschland seit Aufzeichnungsbeginn 1881. Das gilt auch für Bocholt. Der Monat begann mit Hochdruckeinfluss und Altweibersommer. Anschließend folgte eine warme südwestliche bis südliche Strömung mit Niederschlägen, die beinahe in Rekordtemperaturen am 19. mündete. Zu Beginn der letzten Monatsdekade zog der ehemalige Hurrikan „Gonzalo“ über Mitteleuropa hinweg, begleitet von stürmischen Böen und einem empfindlichen Temperaturrückgang. Zum Monatsende dominierte erneut ruhiges und mildes Hochdruckwetter, teils mit Hochnebel, teils mit Sonne.

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Kirmeswetter 2014: Kirmeswochenende recht sonnig und warm

Die wahrscheinliche Wetterentwicklung für das lange Kirmeswochenende (17. bis 20. Oktober) hat sich in den vergangenen Tagen gefestigt, sodass jetzt eine erste Prognose möglich ist. Zuerst erwartet uns in den nächsten beiden Tagen noch unbeständiges Wetter. Am morgigen Donnerstag (16.) ist es stark bewölkt bis bedeckt mit Regenschauern, aber weiterhin recht milden Tageshöchsttemperaturen um 16-17 °C. Auch am Freitag (17.) sind, vor allem in der ersten Tageshälfte, noch einzelne Regenfälle zu erwarten. Im Laufe des Tages wird es von Westen her vermutlich abtrocknen und mehr und mehr auflockern. Höchstwerte um 18-19 °C.

Am Samstag (18.) ist es anfangs noch hochnebelartig bewölkt, doch im Laufe des Tages wird es – ähnlich wie am Freitag – mehr und mehr auflockern und die Wolken abziehen. Es besteht jedoch noch eine gewisse Unsicherheit darin, wie zeitig dies passiert, da dies von der exakten Feuchte der Atmosphäre abhängt. Wenn die Sonne verbreitet schon am Mittag durchkommt, erwarten uns 21-22 °C – bleibt es bis in den Nachmittag hinein stark bewölkt, eher um 20 °C. Für Sonntag (19.) sieht es besser aus: Durch Zufuhr trockener Luft wird es sonnig und warm, möglich erscheinen derzeit Höchstwerte um 23 °C. Das wäre nah an absoluten Rekorden für Mitte Oktober (24,3 °C, 13.10.1990). Zum späten Nachmittag/Abend wird die Bewölkung aber zunehmen und erster Regen ist möglich. Der Kirmesbummel sollte also wenn möglich nicht zu spät beginnen. Am Montag (20.) tendenziell wieder mehr Wolken und kühler (16-17 °C), aber wahrscheinlich trocken.

Sehr milde erste Oktober-Dekade – auch Kirmes mild?

Die erste Oktober-Dekade zeigte sich in diesem Jahr sehr mild. Mit einer Mitteltemperatur von 15,0 °C lagen die ersten 10 Tage des Monats deutlich über dem langjährigen Mittelwert des Gesamt-Monats (10,9 °C). Auch wenn keine neuen Rekorde registriert wurden, ist dieses erwähnenswert, denn das Mittel der diesjährigen zweiten August-Dekade lag bei 15,1 °C und das Mittel der dritten bei nur 14,6 °C. Nach dem warmen langen Wochenende mit bis zu 23,4 °C sank das Thermometer bislang erst in einer Nacht unter die 10-°C-Marke.

Wie geht die Wetterlage weiter – hält die milde Witterung bis zur Bocholter Kirmes (17.-20.) an? Nach den aktuellen Modellen bleibt der Zustrom milder Luftmassen in der kommenden Woche erhalten, allerdings sind auch wieder Niederschläge mit dabei. Möglicherweise könnte sich zum nächsten Wochenende hin leichter Hochdruckeinfluss durchsetzen. Eines scheint derzeit sicher: Mit Nachtwerten nur wenig über dem Gefrierpunkt wie zur Kirmes 2010 oder gar geringen Frost (-0,6 °C; Samstag, 20.10.2007) muss nicht gerechnet werden.

Rückblick September 2014: Warmer, trockener September

201410-01Der September 2014 gestaltete sich in Deutschland zweigeteilt: Ein nasser Südosten steht ein trockener Nordwesten gegenüber. Unsere Region war oft auf der „Sonnenseite“: oftmals Nach dem von Tiefdruckeinfluss dominierten August setzte sich Anfang September wieder Hochdruckwetter durch mit oft spätsommerlichen Temperaturen. Lediglich zu Beginn der dritten Monatsdekade kam es zu geringen Niederschlägen.

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Klimawochen im Kreis Borken

Im Kreis Borken starten in der kommenden Woche die 2. „Klimawochen“ mit zahlreichen Informationsveranstaltungen von Kommunen und Betrieben im Kreis. Die private Wetterstation Bocholt nimmt das zum Anlass, kurz auf die Bocholter Klimareihe zurückzublicken.

KKW_2014_1Im nebenstehenden Diagramm ist die Entwicklung der Jahresmitteltemperaturen in Bocholt dargestellt. Die Daten sind auf den Standort Bocholt (Stadt), den aktuellen Stationsstandort, homogenisiert und damit untereinander vergleichbar, was aufgrund von mehreren Standortwechseln zwischen Stand und Umland erforderlich war. Die rote Linie repräsentiert die Einzeljahre, die schwarz gepunktete das gleitende 10-Jahres-Mittel (der Wert bei 2000 gibt z. B. das Mittel 1991-2000 an).

Man erkennt neben starken Schwankungen von Jahr zu Jahr ab ca. 1988 eine steigende Tendenz. Ab ca. 2010 gibt es eine Stagnation auf dem hohem Niveau, der jedoch nicht allzu viel Bedeutung beigemessen werden darf. In den vergangenen 25 Jahren sind nur zwei Jahre zu kalt ausgefallen: 1996 und 2010. Vergleicht man die Klimanormalperioden 1951-1980 mit der aktuell laufenden 1991-2013, so liegt der Anstieg bei 1,0 Grad (9,7 °C auf 10,7 °C). Die wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren 2006 und 2007 mit 11,5 °C, die kältesten 1956, 1962 und 1963 mit 8,4 °C. Die steigenden Temperaturen bewirken eine merkbare Verlängerung der Vegetationsperiode.

KKW_2014_3In einem weiteren Diagramm sind die klimatologischen Schwellenwerttage „Sommertag“ (ab 25,0 °C) und „Heißer Tag“ (ab 30,0 °C) dargestellt. Die Säulen stehen hier für die Werte von 10-Jahres-Perioden (1950er entspricht 1951-1960 etc.). Dass die Sommer immer wärmer werden, zeigt sich eindrucksvoll: Bei den Sommertagen hat sich die Anzahl zwischen den 1950ern und 2000ern fast verdoppelt, bei den heißen Tagen sogar nahezu verdreifacht.

KKW_2014_2Im letzten Diagramm ist die Entwicklung der Jahresniederschlagssummen dargestellt. Hier war keine Homogenisierung erforderlich. Die blauen Säulen repräsentieren wieder die Einzeljahre, die schwarz gepunktete Linie das gleitende 10-Jahres-Mittel.

Auch hier gibt es sehr starke Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren. Ein genereller Trend ist nicht auszumachen. Die letzten 10 Jahre waren jedoch vergleichsweise niederschlagsreich, doch dies sollte nicht überinterpretiert werden. Das letzte zu trockene Jahr war 2003. Die Anzahl von Niederschlagstagen mit mehr als 10 L/m² oder 20 L/m² ist leicht angestiegen, was auf eine Zunahme von Schauerniederschlägen hinweist. Die Zahl der Trockenperioden hat rein statistisch gesehen nicht zugenommen. Hier muss man jedoch bedenken, dass aufgrund der höheren Temperaturen Verdunstung und Wasserbedarf der Vegetation erheblich zunehmen. Daher haben Niederschlagssummen nur eine begrenzte Aussagekraft. Ein Anstieg der Trockenschäden bei z. B. Wäldern steht damit nicht im Widerspruch zu einer etwa gleich gebliebenen Anzahl von Trockenperioden.

Datenquelle:
1901/1946 – 2004: Deutscher Wetterdienst (DWD)
2005 – : Private Wetterstation Bocholt

Rückblick Sommer 2014: Viele Gewitter und sehr nass

201408-11Der Sommer 2014 fällt durchschnittlich warm und sehr nass aus und geht als wahrer Gewitter-Sommer in die Statistik ein. Die zahlreichen, meist kurzen Wärmeperioden wurden in der Regel mit elektrischer Aktivität beendet. Von großen Unwettern wie in anderen Landesteilen blieb der Raum Bocholt jedoch verschont.

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August 2014 auf seinem Tiefpunkt – Wetterbesserung in Sicht

Der ein oder andere Bocholter wunderte sich am gestrigen Montagmorgen (25.) beim Blick auf den niedrigen Thermometerstand sicherlich. An der privaten Wetterstation Bocholt wurde bei leichtem Nebel ein morgendlicher Tiefstwert von nur 6,9 °C registriert und damit der niedrigste August-Wert seit 15 Jahren. Im ländlichen Umland wurden teilweise nur 5 bis 6 °C gemessen. Ähnlich kalt war es zuletzt am 22.08.1999, als die DWD-Wetterstation Bocholt-Liedern 5,5 °C beobachtet hatte. Bereits die gesamte letzte Woche (18. bis 24.08.2014) fiel mit einer mittleren Temperatur von 13,1 °C klar unterkühlt aus – das langjährige August-Mittel liegt bei 18,2 °C (1981-2010).

Doch damit nicht genug: Am Montagabend zog Regen auf, der bis Dienstagmittag (26.) andauerte. Innerhalb von 24 Stunden (14 Uhr Montag bis 14 Uhr Dienstag) wurden 25,8 L/m² registriert. Damit kommt der August bereits jetzt auf 114,0 L/m² und das 1,5-fache der üblichen Niederschlagsmenge. Im Laufe des Tages erwartet uns weiterer Regen.

Die Aussichten: Nach Aufzug des Regens präsentiert sich der Mittwoch (27.) wie ausgewechselt – viel Sonnenschein bei rund 21 °C und trocken. Am Donnerstag (28.) ebenfalls erst sonnig mit 22 °C, am Nachmittag wieder zunehmendes Schauerrisiko.

Tornadoverdachtsfall in Bocholt-Spork/Hemden

Am 10. August 2014 kam es beim Durchzug einer Kaltfront, die das Sommerwetter beendete und die kühle bis jetzt andauernde Witterung einleitete, gegen 19.10 Uhr MESZ zu einem heftigen Gewitter, das über dem Nordteil der Stadt Bocholt zog und die Stadtteile Spork und Hemden am heftigsten erfasste. Hier traten größere Schäden auf und es besteht Verdacht auf einen Tornado („Windhose“).

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Die größten Schäden traten im Bereich der Sporker Ringstraße, westlich der Kreuzung mit der Hamalandstraße auf. Nach Angaben der Bocholter Feuerwehr und eines örtlichen Landwirtes kam es dabei auf einer Länge von 1200 m und einer Breite von nur 100 m zu einer Schadensschneise. Zahlreiche massive Bäume (Eichen) wurden geworfen oder stark beschädigt, insbesondere in dem mit Pfeil markierten Bereich an einer Böschungskante. An einem direkt in der Schneise gelegenen Hof wurden die Dachziegel angehoben. In den Bereichen weiter westlich wurden ebenfalls einige Bäume getroffen. Nach zwei Wochen sind die einige Schäden allerdings schon teilweise wieder beseitigt.

Ob bei dem Unwetter am 10. August tatsächlich ein Tornado auftrat oder ein viel häufigerer Downburst/Microburst (schwere Gewitterfallböen), kann nicht beurteilt werden. Aufgrund der Indizienlage erscheint es jedoch möglich, weshalb der Fall als Verdachtsfall angeführt wird.