Saharastaub beschert trübe Tage – ergiebige Regenfälle fraglich

Die vergangenen Tage waren sehr freundlich und für Anfang April äußerst warm, aber nicht mehr rekordverdächtig. Am 03. wurde ein Tageshöchstwert von 24,1 °C verzeichnet – so warm war es um diese Jahreszeit zuletzt vor drei Jahren (02.04.2011 mit 23,9 °C). Der Rekordwert der ersten April-Dekade wurde vor fünf Jahren gemessen (25,4 °C am 10.04.2009). Seit Freitag (04.) zeigt sich eine konturlose Wolkenschicht, die von herangeführtem Saharastaub herrührt. Die staubige Luft bietet ideale Kondensationskeime, an denen sich eine Altostratus-Schicht ausbilden kann.

In der kommenden Woche kommt es zu einer Wetteränderung: Ab Dienstag (08.) fließen merklich kühlere Luftmassen von Nordwesten ein – vor allem die Nächte werden dann wieder deutlich frischer. Derzeit sieht es jedoch danach aus, dass wir von dringend benötigten ergiebigen Regenfällen weitestgehend verschont bleiben. Die Trockenheit wird sich dann verschärfen, denn seit 15. Februar fielen nur 21,8 L/m².

 

Neuer Rekord für Anfang März: 20,8 °C

Mit einem ausgedehnten Hochdruckgebiet („Helmut“) und einer kräftigen südlichen Strömung gelangten heute (09.) außergewöhnlich wame Luftmassen in den Westen Deutschlands und brachten verbreitet neue Rekorde für die erste März-Dekade (01.-10.). An der Wetterstation Bocholt wurde ein Tageshöchstwert von 20,8 °C gemessen und damit der bisherige absolute Rekord der ersten März-Dekade von 18,8 °C (seit 1945), der erst aus dem Vorjahr stammt, um genau 2,0 K übertroffen. Gleichzeitig war es der früheste Eintrittstermin eines Tages mit einer Höchsttemperatur von mindestens 20 °C.

Am wärmsten war es infolge von Föhn-Effekten in den Regionen nördlich des Rothaargebirges sowie von Eifel und Teutoburger Wald mit 22 bis 24 °C. Die Station Soest (Meteomedia-Messnetz) schaffte unglaubliche 24,4 °C, Lippstadt-Bökenförde (DWD) 23,7 °C. In Bremen (19,5 °C) und Hamburg (20,0 °C) wurden neue Rekorde in den seit 1890 bzw. 1891 bestehenden Klimareihen erreicht.

Markante Luftmassengrenze über Deutschland

DL_TNLD_201401260100Milde Atlantik- kämpft derzeit gegen eiskalte russische Frostluft – eine markante Luftmassen-grenze liegt quer über Deutschland. Während die Temperatur am heutigen Sonntag (26.) in Bocholt nach einem nächtlichen Tiefstwert von 3,0 °C bereits um 7 Uhr bei milden 5,1 °C lag und damit eine der höchsten Messwerte der Bundesrepublik darstellt, herrscht nur etwa 80 km nordöstlich von uns Winter. Am Flughafen Münster/Osnabrück kamen in der Nacht 3 cm Schnee zusammen, aus Mettingen werden 4 cm gemeldet. Dazu herrscht leichter bis mäßiger Frost. Nordöstlich einer Linie von Bremerhaven über Hannover und Erfurt bis Hof lagen die Tiefstwerte bei unter -10 °C, in Teilen Ostdeutschlands bei -15 bis -18 °C.

In den kommenden Tagen bleibt unsere Region weiterhin vergleichsweise mild – ein Wintereinbruch mit Eis und Schnee ist nicht zu erwarten. In der neuen Woche nimmt die Unbeständigkeit ab und uns erwarten ein paar freundliche, trockene Tage mit leichten Nachfrösten bis -3/-4 °C. Derzeit sieht es alles danach aus, dass sich Richtung kommendes Wochenende – wie so oft in diesem Winter – wieder mildere Atlantikluft durchsetzen kann.

Quelle der Karte: Wetteronline.de

Bocholt heute: Top 3 in Deutschland

201401-02Strahlender Sonnenschein, leichter Südostwind und damit Föhneffekte vom Rothaargebirge: Am heutigen Samstag (18.) war Bocholt mit einem Tageshöchstwert von 11,6 °C in der Top 3 der wärmsten Orte von ganz Deutschland. Im offiziellen DWD-Messnetz erreichten lediglich die Stationen Garmisch-Partenkirchen mit 12,4 °C und Waltrop (Ruhrgebiet, Kreis Recklinghausen) mit 11,7 °C noch etwas höhere Temperaturen.

Die sehr milde Witterung geht damit aber zu Ende, denn in den kommenden Tagen fließt von Nordosten kältere Luft heran. Ab Montag (20.) erreichen die Tageshöchstwerte kaum noch 5 °C, nachts ist wieder leichter Frost möglich. Dazu wird es nass. Ein richtiger Wintereinbruch mit Dauerfrost und Schnee ist aber nicht in Aussicht.

Fast rekordmilde erste Januar-Dekade

Die erste Januar-Dekade 2014 (01.-10.01.) geht als ein äußerst milder Witterungsabschnitt in die Klimastatistik ein: Die mittlere Temperatur der ersten zehn Tage des Jahres 2014 berechnet sich zu 8,3 Grad Celsius (°C), das sind 5,5 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert (1981-2010) für den Gesamtmonat Januar (2,8 °C). Ein neuer Rekord wurde jedoch nicht aufgestellt: Die erste Januar-Dekade 2007 brachte es auf 8,5 °C.

Ursache für die sehr milde Witterung war eine kräftige Südwest- oder Westströmung, die atlantische Luftmassen nach Deutschland beförderte. Am mildesten war es am 6. Januar, als das Thermometer auf 13,8 °C stieg. Auch der absolute Temperaturrekord von 14,8 °C (10.05.2005) wurde verfehlt.

Mittlerweile hat sich die Westströmung abgeschwächt, sodass nun kältere Luftmassen aus Nordosten einfließen können. Die Temperaturen erreichen in den kommenden Tagen nur noch Werte um 5 °C, nachts ist leichter Frost möglich. Ein richtiger Wintereinbruch mit Dauerfrost und Schnee ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

Dauerregen an Heiligabend

Statt weißer Weihnacht geht diesmal ein äußerst verregneter Heiligabend in die Klimastatistik ein: Durch einen ergiebigen Dauerregen fielen am gestrigen Tage und in der heiligen Nacht bis heute Morgen (7 Uhr) 33,8 L/m².

Die Regenmengen im westlichen Münsterland lagen flächendeckend um 30 L/m². An der DWD-Station Ahaus waren es sogar 37,1 L/m².

Kein Winter in Sicht

Nach Durchzug von Sturmtief „Xaver“ am vergangenen Donnerstag (05.) gab es in den späten Abend- und Nachtstunden sowie am Freitag (06.) zwar die ersten Schneeflocken in der Region in Form von leichten Schnee(regen)schauern, doch ansonsten hält sich der Winter bisher noch sehr zurück. In den meist bewölkten Nächten reichte es bislang nur für leichte Luftfröste bis -1,7 °C (25./26.11.).

Da sah es im vergangenen Jahr schon ganz anders aus. In den Frühstunden des 06.12.2012 lag zum ersten Mal eine Schneedecke, in der Nacht auf den 08.12. ging die Temperatur bis auf -7,4 °C in der Stadt und -9 bis -10 °C in freien Lagen zurück. Am 12.12. lagen bis zu 7 cm Schnee in Bocholt.

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Davon können wir derzeit nur träumen, denn derzeit ist kein Winterwetter in Sicht. In der aktuellen Ausgabe des amerikanischen GFS-Modells bewegt sich der prognostizierte Temperaturverlauf in ca. 1500 m Höhe erheblich über dem langjährigen Mittel (rote Linie). Hochdruckwetter mit milder Luft bedeutet um diese Jahreszeit allerdings oft Nebel und Hochnebel, da sich die milde Luft über dem Festland abkühlt und wie ein nasser Sack liegen bleibt – sehr mild wird es also auch nicht. Ab 16./17. nimmt die Unsicherheit zu, doch bis zum Ende der zweiten Monatsdekade fallen nur wenige der insgesamt 20 Prognoseläufe des Ensembles unter das Mittel ab. Winterfreunde müssen also vorerst noch geduldig sein.

Erste November-Dekade sehr verregnet

Die erste November-Dekade (01.-10.) zeigt sich in diesem Jahr äußerst verregnet. Bis heute (11.) Morgen fielen 57,6 Liter Regen pro Quadratmeter (L/m²), das sind bereits 79 % des langjährigen Mittelwerts für den Gesamtmonat (73 L/m²). Kein einziger November-Tag blieb bisher trocken. Doch das wird sich ändern, denn in der kommenden Woche lässt die Regenneigung etwas nach. Gleichzeitig gehen die Temperaturen etwas zurück und erreichen kaum noch zweistellige Höchstwerte. In den Frühstunden sind leichte Bodenfröste möglich.

Kirmeswetter 2013: Etwas Sonne, aber meist trocken

 Zur Bocholter Kirmes, die am morgigen Freitag (18.) beginnt, gestaltet sich das Wetter folgendermaßen: Morgen erwartet uns zuerst Hochnebel. Ob sich die Sonne im Tagesverlauf noch einmal zeigt, bleibt abzuwarten, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Es bleibt aber trocken mit Höchstwerten um 15 °C. Am Samstag und Sonntag gibt es voraussichtlich einen Wechsel aus sonnigen Abschnitten und Wolken, dabei besteht die Möglichkeit kurzer Regenschauer. Mit 18 °C am Samstag und bis 20 °C am Sonntag wird es milder als zuletzt. Wind ist am Wochenende kein Thema mehr.

Erster kalter Tag der Saison

Es wird unverkennbar Herbst: Am heutigen Freitag (11.) blieb die Temperatur bei ganztags bedecktem Himmel und nachmittag einsetzendem Regen zum ersten Mal seit dem 6. April unter der 10-°C-Marke, womit meteorologisch ein „kalter Tag“ verzeichnet wurde. Die Tageshöchsttemperatur lag bei 8,7 °C.

Die Aussichten: In den nächsten Tagen tendenziell eher wechselhaft, aber nicht so verregnet wie heute, und kühl. Im Laufe der Woche wieder etwas milder (über 15 °C). Die Tendenz für die Bocholter Kirmes (18.-21.) ist zurzeit durchaus gut; eine genaue Prognose folgt am kommenden Mittwoch/Donnerstag.

Äußerst ergiebige Regenfälle: 74,8 L/m² in 48 Stunden

201309-10Äußerst ergiebige Regenfälle sind in den vergangenen 5 Tagen durch die Region gezogen. Nach dem Gewitter am Freitagnachmittag (siehe Bericht unten) brachte ein erstes Regengebiet am Sonntagmorgen bereits 23,1 L/m².

Mit der Okklusionsfront eines langsam ziehenden Tiefs zog ein weiteres Regengebiet von Montagabend bis Dienstagmorgen durch die Region, wobei 38,7 L/m² fielen. Mit einem kräftigem Regenschauer am Nachmittag und einem weiteren Regengebiet am späten Abend kamen bis heute Morgen, 8 Uhr, nochmals 36,1 L/m² zusammen. Damit fielen 74,8 L/m², was etwa der mittleren Niederschlagsmenge des Gesamt-September entspricht, in nur 48 Stunden! In 5 Tagen kamen sogar unglaubliche 114,4 L/m² zusammen.

Gewitter beendet größte September-Hitze seit 1949

Ein kurzes Gewitter hat heute Nachmittag die größte Hitzwelle in einem September seit 1949 – und wahrscheinlich auch die letzte Hitzewelle dieses Jahres – beendet. Nachdem am gestrigen Donnerstag (05.) bereits bis zu 31,5 °C gemessen wurden, stieg das Thermometer heute bis auf 32,1 °C an und damit auf den höchsten September-Wert seit dem 05.09.1949, als der Bocholter September-Rekord von 32,2 °C registriert wurde (seit Aufzeichungsbeginn im Jahre 1945). Gegen 16.25 Uhr zog ein kurzes mäßiges Gewitter über Bocholt hinweg, das neben stürmischen Böen der Stärke 8 Beaufort 15,4 L/m² in rund 25 min sowie einen Temperatursturz auf 20,3 °C brachte.


In der kommenden Nacht und am morgigen Samstag (07.) sind weitere Gewitter in der Region möglich, da sich jetzt nach und nach kühlere Luft durchsetzt. Am Sonntag (08.) besteht zudem die Möglichkeit größerer Niederschlagsmengen. Die Temperatur steigt am Samstag nur noch auf 23-24 °C an, am Sonntag ist bereits bei 17-18 °C Schluss.

Der Sommer gibt sich noch nicht geschlagen

Obwohl der meteorologische Sommer 2013 schon seit drei Tagen Geschichte und die Sommerbilanz geschrieben ist, kommt das Sommerwetter in den kommenden Tagen noch einmal zurück. Mit Hochdruckgebiet „Hannah“ setzen sich ab dem morgigen Mittwoch (04.) Sonne und sehr warme Luft aus Süden durch – erwartet werden Tageshöchstwerte um 26 °C. Am Donnerstag (05.) und Freitag (06.) wird es sogar noch einmal richtig heiß mit Spitzenwerten von 29 bis 30 °C, evtl. sogar etwas darüber. Nach derzeitigem Stand könnte das Sommerwetter auch am kommenden Wochenende (07./08.) halten.

Steigt das Thermometer wirklich noch auf 30 °C an, wäre das zwar kein neuer Rekord, aber doch überaus bemerkenswert, denn heiße Tage im September sind sehr selten. Neben dem 09.09.2012 (30,3 °C) gab es im Jahre 1999 noch 2 heiße Tage (11. und 13.09.1999), doch danach muss man bis ins Jahr 1973 zurückblättern.

Zweitheißester Tag seit 1945

(Nachtrag) – Die seit Mitte Juli andauernde warme bis hochsommerlich heiße Witterung ist Anfang August mit einer bemerkenswerten Hitzewelle zu Ende gegangen. Dabei wurde an der privaten Wetterstation Bocholt am 2. August ein Tageshöchstwert von 36,4 Grad Celsius (°C) gemessen und damit die höchste Temperatur seit 10 Jahren verzeichnet. Am 07.08.2003 wurde mit 36,5 °C an der ehemaligen Wetterstation Bocholt-Liedern (Deutscher Wetterdienst) der absolute Temperaturrekord (seit Messbeginn 1945) aufgestellt. Damit liegt der 02.08.2013 auf Platz 2 der heißesten Tage in der Bocholter Klimareihe. Auf Platz 3 folgen mit Tageshöchstwerten von 36,3 °C der 19.07.2006, 04.08.1994 und 09.07.1959.

Gewitterfront überquert Bocholt

201307-06Eine erste Gewitterfront, die sich in der vergangenen Nacht über Frankreich gebildet hatte, zog heute (27.) gegen Mittag nordöstwärts über Bocholt hinweg. Neben eindrucksvollen Wolkenformationen, einer sogenannten Shelf cloud, fielen innerhalb kurzer Zeit 11,7 Liter Regen pro Quadratmeter. Zusammen mit dem gestrigen, zeitweise gewittrigen Regenschauer (10,2 L/m²) beläuft sich die Gesamtregenmenge auf rund 22 L/m² – die zuletzt markante Trockenheit ist damit vorerst etwas abgemildert.
Mit Durchzug der Kaltfront im Laufe des morgigen Sonntags (28.) sind noch weitere Regenfälle und Gewitter möglich, ehe es zu Beginn der neuen Woche etwas abkühlt. Zum Ende der kommenden Woche und pünktlich zum Start in den August kündigt sich bereits eine neue Hitzewelle an.

Zunehmende Trockenheit in der Region

Mit steigenden Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen macht sich mittlerweile mehr und mehr Trockenheit bemerkbar. In den letzten 30 Tagen sind in Bocholt lediglich 23,4 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²) gefallen. Der Juni liegt zur Monatsmitte bei gerade einmal 5,8 L/m² – im langjährigen Mittel (1981-2010) fallen im gesamten Juni etwa 72 L/m². Der letzte ergiebigen Regen fiel am 16. Mai (15,3 L/m²).

Bisher sind alle Monate in diesem Jahr unter den langjährigen Mittelwerten der Referenzperiode 1981-2010 geblieben. Dabei hatten weite Teile Deutschlands bekanntermaßen einen sehr nassen Mai; in manchen Teilen Norddeutschlands war es gar der nasseste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen.

Winterliche Ostern 2013

Am heutigen Karfreitag (29.03.) staunten viele nicht schlecht, als es in den Morgen- und Vormittagsstunden schneite und sich für kurze Zeit eine dünne Schneeschicht von 1 cm ausbildete. In anderen Teilen des Münsterlandes, wie zum Beispiel im nördlichsten Zipfel oder auch in weiten Teilen Niedersachsens sah es heute Morgen noch winterlicher aus – an der privaten Wetterstation Mettingen bildete sich beispielsweise eine 2 cm messende Schneedecke.

Um ähnliche winterliche Ostern zu finden, muss man gar nicht so weit in die Statistik zurückblättern. Vor fünf Jahren kam es am Karfreitag (21.03.2008) ebenfalls zu Schneeschauern. Am Ostersonntag (23.03.2008) wurde ein Tiefstwert von kalten -4,7 °C gemessen, am Ostermontag (24.03.2008) lag in den Frühstunden eine 2 cm messende Schneedecke. Vor zwei Jahren ging es hingegen schon frühsommerlich zu: Am Karfreitag (22.04.2011) erreichte das Thermometer bei strahlendem Sonnenschein einen Spitzenwert von 27,9 °C – allerdings fiel Ostern damals auch auf einen recht späten Termin.

An den Osterfeiertagen 2013 geht es eher spätwinterlich aus vorfrühlingshaft weiter. Zwar erwarten uns keine größeren Schneeüberraschungen, doch ein paar Flocken oder leichte Schneeschauer sind auch in den kommenden Tagen möglich. In den Nächten ist weiterhin leichter Frost zu erwarten. In der kommenden Woche (ab 02.04.) gelangen wir wieder verstärkt in den Hochdruckeinfluss über Nordosteuropa – das heißt es erwarten uns sonnige Tage, allerdings weiterhin auf niedrigem Temperaturniveau (nachts -2 bis -4 °C, tagsüber 6 bis 8 °C).

Vor einem Jahr bereits Frühlingswetter

201203-02Nach dem Kälterekord in der letzten Woche befindet sich Deutschland weiterhin in eisiger Winterluft – vor genau einem Jahr um diese Zeit sah es da schon ganz anders aus: Zum Auftakt der letzten Märzdekade 2012 stellte sich mit Hochdruckgebiet „Harry“ eine stabile Omega-Wetterlage ein. Mit Zufuhr warmer Luftmassen aus Südosten wurde am 22.03.2012 mit einem Tagesmaximum von 20,4 °C der erste warme Tag 2012 verzeichnet, am 23. das damalige März-Maximum von 21,0 °C. Der März 2012 wies insgesamt schon 4 warme Tage auf und war mit einem Monatsmittel von 8,8 °C der mildeste März seit 1991.

Von solchen Temperaturen können wir derzeit nur träumen. Auch in den kommenden Tagen bleibt es kalt, auch wenn sich ab dem morgigen Sonntag (24.) wieder die Sonne zeigen dürfte. In den Nächten erwarten uns Tiefstwerte von -3 bis -5 °C, tagsüber bleibt es mit 2 bis maximal 5 °C frisch. Für die Ostertage und den Monatswechsel deutet sich tendenziell aber eine leichte Erwärmung an.

Neuer Kälterekord für Mitte März

201303-02Nach dem kurzen Frühlingseinbruch in der vergangenen Woche mit bis zu 18,8 °C (06.03.) hat der Winter mit eisiger Kälte und Schneefällen noch einmal heftig zugeschlagen und der Bocholter Klimareihe dabei einen neuen Rekord beschert.

Aber der Reihe nach: Am vergangenen Montag (11.) blieb die Temperatur bei bedecktem Himmel ganztägig im Frostbereich – der Tageshöchstwert lag bei nur -0,9 °C. Einen Eistag in einer zweiten Märzdekade (11.-20.) gab es zuletzt am 12.03.1947, also vor 66 Jahren. Am Mittwochmorgen (13.) fiel dann ein neuer Rekord: Mit einem Tiefstwert von -8,6 °C wurde nicht nur die niedrigste Temperatur der gesamten Wintersaison 2012/2013 gemessen, sondern auch ein neuer absoluter Tiefstwert für die zweite Märzdekade. Der alte Rekord von -7,1 °C, gemessen am 12.03.1996 (sowie -7,0 °C am 12.03.2006), wurde gleich markant unterschritten.

Frühlingeinbruch: 18,8 °C in Bocholt

201303-01Der Frühling ist in der Region angekommen: Am Mittwoch (06.) wurde an der privaten Wetterstation in der Bocholter Stadt bei strahlendem Sonnenschein ein Tageshöchstwert von unglaublichen 18,8 °C gemessen! Damit wurde haarscharf ein neuer Dekadenrekord für die erste Märzdekade (01.-10.) aufgestellt – der bisherige Rekordwert lag bei 18,7 °C und datiert vom 06.03.1989.

Leider müssen wir uns von dem schönen Frühlingswetter ab morgen wieder verabschieden – kalte Luftmassen werden nochmals zurückkommen. Zu Beginn der kommenden Woche (ab 11.) ist gar ein Wintereinbruch mit Schneefällen und mäßigen Frösten unter -5 °C nicht auszuschließen.

Winter bleibt hartnäckig

Heute: Dichter Nebel in der Region, „Waschküchenwetter“. Temperaturen um 3 °C, nicht mehr wirklich winterlich, so wie in den vergangenen Tagen, aber meilenweit entfernt von frühlingshaften Anklängen. Wir müssen uns vorerst noch in Gelduld üben – mildere Temperaturen oder gar ein verfrühter Frühlingseinzug sind vorerst nicht in Sicht.

In der kommenden Woche (ab 18.02.) setzen sich wieder kältere Luftmassen durch, in den Nächten gibt es wieder leichte Fröste. Tagsüber steigen die Werte auf leichte Plusgrade, doch viel Sonnenschein dürfen wir nach den aktuellen Strömungsmustern, die eher wolkenreiche Luftmassen nach Deutschland befördern werden, nicht erwarten. Auch zeitweilige Schneefälle scheinen im Bereich des Möglichen. Kurzum: Der Winter bleibt hartnäckig. Nach den aktuellen Modellläufen erscheinen zweistellige Plusgrade bis zum Monatsende ausgeschlossen.

Erste Frostnacht mit -2,1 °C

Mit Einfluss kalter Luftmassen ist die Temperatur in der vergangenen Woche massiv abgefallen. Am Montag (22.) wurden bei strahlendem Sonnenschein noch warme 23,2 °C gemessen und damit beinahe ein neuer Rekordwert für die dritte Oktoberdekade (23,4 °C am 27.10.2005) verzeichnet. In der vergangenen Nacht (auf den 27.) sank das Thermometer nun erstmals seit dem 17. April 2012 wieder unter den Gefrierpunkt – in den frühen Morgenstunden wurde an der Wetterstation Bocholt (Stadt) ein Tiefstwert von -2,1 °C verzeichnet, in Erdbodennähe (5 cm) -3,3 °C.

Heiße Tage im September

Der Spätsommer gibt aktuell nochmal sein Bestes: Am heutigen Sonntag (09.09.) erreichte das Thermometer einen Tageshöchstwert von 30,3 °C – damit wurde (zugegebenermaßen wider Erwarten) der 7. heiße Tag des Jahres registriert.

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass heiße Tage im September eine Rarität sind, denn zuletzt fiel die 30-°C-Marke um diese Jahreszeit im September 1999. Selbst im sehr warmen September 2006, dem mit einem Monatsmittel von 18,7 °C wärmsten September seit Beginn der Bocholter Klimaaufzeichnungen (1945), blieb das Quecksilber mit einen Spitzenwert von 29,7 °C (12.09.2006) knapp unter der Marke. Nach dem trockenen August (38,0 L/m²) und dem bislang regenfreien September macht sich außerdem mittlerweile wieder Trockenheit bemerkbar. Hier aktuelle Bilder vom Niedrigwasser der Bocholter Aa.

Spitzenwert 36,1 °C: Neuer Temperaturrekord für 2. August-Dekade

Subtropische Luft bescherte dem Münsterland am vergangenen Sonntag (19.08.) die größte Hitze seit sechs Jahren. An der Station Bocholt (Stadt) erreichte die Quecksilbersäule einen Spitzenwert von 36,1 °C, womit sie nur knapp unter dem absoluten Rekordwert seit Beginn der Bocholter Klimaaufzeichnungen (1945) von 36,5 °C, gemessen am 07.08.2003 an der damaligen DWD-Wetterstation in Bocholt-Liedern,  blieb. Einen neuen Rekord gibt es jedoch für den Zeitraum der 2. August-Dekade (11.-20.); der bisherige Spitzenwert betrug 35,5 °C (12.08.2003). Ähnlich heiß war es zuletzt übrigens am 19.07.2006 mit 36,3 °C.

Im Vorfeld der Hitze wurde über das Fallen der 40-°C-Marke und einen neuen deutschen Temperaturrekord (40,3 °C, 2003, Perl-Nennig/Saarland) spekuliert, denn die eingeflossene Luftmasse mit 23-24 °C in 850 hPa (ca. 1500 m Höhe) zählt zu den wärmsten überhaupt, die jemals über Westdeutschland beobachtet wurde. Dass es hierfür nicht gereicht hat, liegt unter anderem auch an Sahara-Staub, der im Laufe des Nachmittags herangeweht wurde und die Sonneneinstrahlung leicht abschwächte.

Ergiebige Regenfälle: In 2 Tagen 53,1 L/m²

201207-02Gewitter mit ergiebigen Regenfällen haben das hochsommerliche sonnige Wetter vorerst beendet. Nachdem in der Nacht auf Samstag (28.07.) bereits eine Gewitterlinie und in den Frühstunden schauerartige Regenfälle durch die Region zogen und eine Niederschlagssumme von 24,3 L/m² brachten, folgten am späten Samstagabend weitere Gewitter mit heftigen Regengüssen, die nochmals 28,8 L/m² dazusteuerten. Damit beläuft sich die 48-stündige Niederschlagssumme auf 53,1 L/m² – das sind rund drei Viertel der langjährig gemittelten Juli-Gesamtregenmenge.

An der parallel betriebenen Niederschlagsstation Hamminkeln-Dingden wurden Niederschlagssummen von 31,4 L/m² (Freitag/Samstag) bzw. 33,3 L/m² (Samstag/Sonntag) verzeichnet, womit sich die Summe hier auf 64,7 L/m² beziffert.

Erste Juni-Hälfte sehr kühl und nass

Die erste Juni-Hälfte (1.-15.) zeigte sich in diesem Jahr recht kühl und aufgrund zahlreicher Regenschauer- und Gewitterlagen ausgesprochen nass. Am 3. und 4. konnten die kältesten Juni-Tage seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet werden (siehe Bericht unten) – sommerliche Temperaturen lassen bislang auf sich warten. Die mittlere Temperatur der ersten 15 Juni-Tage liegt bei 13,9 °C, das sind 2,8 Grad unter dem langjährigen Mittelwert des Gesamt-Monats.
An der Station Bocholt fielen seit Monatsbeginn (bis heute Morgen) satte 71,5 L/m² Regen – damit wurde der Gesammt-Monats-Mittelwert exakt zur Halbzeit erreicht. An einigen Stellen in der Region gab es durch Schauer und Gewitter bedingt aber noch deutlich größere Niederschlagsmengen: An der durch die Wetterstation Bocholt betriebenen Niederschlagsstation Hamminkeln-Dingden sind im gleichen Zeitraum bereits 114,1 L/m² gefallen!

Kälteste Juni-Tage seit Aufzeichnungsbeginn

Das umfangreiche Tiefdruckgebiet „Bergit“ bestimmte in den letzten beiden Tagen die Witterung in weiten Teilen Deutschlands mit ergiebigen Regenfällen und äußerst kühlen Temperaturen, die örtlich für neue Rekordwerte sorgen.

So auch in Bocholt: Sowohl am Sonntag (03.) als auch am Montag (04.06.) stieg das Thermometer in den wenigen trockenen Stunden nur auf einen Tageshöchstwert (12-stündig von 8 bis 20 Uhr) von jeweils 9,8 °C und brachte damit mit Abstand die beiden kältesten Juni-Tage seit Aufzeichnungsbeginn der Bocholter Klimareihe (Mitte 1945). Der bisherige Rekord lag bei 10,8 °C und wurde am 03.06.1976 registriert. Ähnlich und letztmalig so kalt war es am 04.06.1989 (11,2 °C). Anhand Daten umliegender Stationen kann außerdem abgeschätzt werden, dass auch zwischen 1901 und 1945 nur eine handvoll Tage ähnliche Frösteltemperaturen aufwiesen.

Neben der Kälte ist auch der Regen ein großes Thema: Von Regenbeginn in den Frühstunden am Sonntag bis Montagabend, 20 Uhr, fielen satte 30,9 L/m².

 

Frühlingswetter mit ersten warmen Tagen

201203-02Passend zum astronomischen (kalendarischen) Frühlingsanfang am 20. März hat sich in den vergangenen Tagen mit Hochdruckgebiet „Harry“ eine stabile Omega-Hochdruckwetterlage eingestellt. In der mit einer östlichen Strömung herangeflossenen warmen Kontinentalluftmasse konnte am heutigen Donnerstag (22.03.) ein erster Höhepunkt verzeichnet werden: Der erste warme Tag 2012 mit einem Tagesmaximum von genau 20,4 °C, gemessen in offizieller Klimahütte in zwei Metern Höhe.

In den nächsten Tagen bleibt es weiterhin frühlingshaft. Am Wochenende erwartet uns viel Sonnenschein, und auch in der kommenden Woche ist vorerst keine Wetteränderung in Sicht. In der zweiten Wochenhälfte könnten die Temperaturen sogar noch etwas ansteigen… Erst zum Monatswechsel könnte die Lage kippen, doch das ist zurzeit noch mit einer großen Unsicherheit behaftet.

Strenge Frostperiode geht zu Ende: Erste Februar-Dekade 10 Grad kälter als im Mittel

Die erste Februardekade (01.-10.) 2012 brachte in ganz Deutschland große Eiseskälte mit strengem Frost. Überall im Land fallen die ersten 10 Februartage hinsichtlich der mittleren Temperatur um rund 10 Grad kälter aus als im langjährigen Mittel – so auch in Bocholt: Vom 1. bis 10. Februar beträgt der Mittelwert der Lufttemperatur -6,6 °C, das sind 9,8 Grad weniger als im langjährigen Februar-Mittel (3,2 °C). Eine ähnlich kalte Februardekade gab es zuletzt 1956.

2012_Kaelte_Februar

Wie die obige Grafik zeigt, blieb die Lufttemperatur in den letzten 14 Tagen fast durchgehend im Dauerfrostbereich – nur am 8. und 9. Februar stieg das Thermometer für wenige Stunden knapp über den Gefrierpunkt und erreichte dabei maximal 0,6 °C. An 7 Tagen sackte die Quecksilbersäule auf strenge Frosttemperaturen unter -10 °C ab, wobei in der Früh des 4. -13,0 °C (in 5 cm über dem Erdboden -14,8 °C) und in der Früh des 7. -13,8 °C (-15,2 °C) gemessen wurden. Ebenfalls beachtlich: Am 3. lag die Höchsttemperatur bei eisigen -5,7 °C, die Tagesmitteltemperatur bei -9,4 °C.

In der neuen Woche ist mit der Eiseskälte vorerst Schluss: Von Westen her strömt etwas mildere und feuchte Luft heran. Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen tagsüber bis auf 6 °C, nachts bleibt es frostfrei bzw. die Temperatur sinkt nur noch knapp unter den Gefrierpunkt.

Heute Morgen -13 °C in Bocholt

201202-10Knackig kalte Frosttemperaturen herrschen derzeit in Deutschland und den angrenzenden Benelux-Ländern. An der Messstation Bocholt (Stadt) wurde am heutigen Samstag (04.02.) in der Früh ein Tiefstwert von -13,0 °C in der Klimahütte in zwei Metern Höhe verzeichnet, in fünf Zentimeter über dem unbewachsenen und leicht schneebedeckten Erdboden gar -14,8 °C.

Das sind die niedrigsten Temperaturen seit rund drei Jahren. Noch kälter war es zuletzt in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar 2009, als das Thermometer über einer 10 cm hohen Schneedecke bis auf -14,9 °C in 2 m bzw. -18,9 °C in 5 cm zurückging.

In den Niederlanden herrscht eine noch größere Kälte: Durch die Schneefälle vom gestrigen Freitag liegt verbreitet eine 5 bis 10 cm mächtige Schneedecke, über der das Thermometer in der vergangenen klaren Nacht auf Werte um -20 °C (!) zurückging. In De Bilt bei Utrecht wurde ein Tiefstwert von -18,9 °C gemessen und damit die niedrigste Temperatur seit dem 16. Februar 1956 (-21,6 °C)!

Letzte 8 Tage: Über 80 L/m² Niederschlag

2012_Niederschlag_JahreswechselIn den vergangenen acht Tagen gab es äußerst ergiebige Niederschläge im Raum Bocholt: Seit letzte Woche Donnerstag, 29. Dezember, 7 Uhr, fielen bis zum heutigen Freitag, 6. Januar, 7 Uhr, satte 82,5 L/m² – das ist mehr als in einem durchschnittlichen Dezember oder Januar fällt. Der gesamte Dezember brachte es auf eine Monatssumme von 136,4 L/m² (182 % vom langjährigen Mittel), der Januar steht nach nur fünf Tagen bei bereits 51,8 L/m² (74 %).

Das bleibt nicht ohne Auswirkungen: Die Bocholter Aa führt derzeit sehr viel Wasser und auf den Ackerflächen in der Region stehen große Wasserlachen.

Heftige Graupelgewitter: 23,1 L/m² Niederschlag

Was für eine Nacht! Anfängliche Regenfälle und später unerwartet heftige, für Ende Dezember in aller Hinsicht bemerkenswerte Gewitter mit Graupelschauern haben sehr viel Niederschlag hinterlassen. Bis zum heutigen Frühtermin um 7 Uhr fielen 22,9 L/m², kurz danach noch weitere 0,2 L/m², sodass sich die Gesamtsumme auf stolze 23,1 L/m² beziffert.

Sehr milder Jahreswechsel 2011/2012

Der bevorstehende Jahreswechsel 2011/2012 wird sich aller Voraussicht nach sehr mild verlaufen. Zwar geht die Temperatur in der Nacht auf Silvester (31.) auf vergleichsweise frische +3 °C zurück, doch im Laufe des Tages gelangt von Westen her deutlich mildere Luft in den Westen Deutschlands. Bis Mitternacht wird die Temperatur auf 9 bis 10 °C ansteigen. Dazu erwartet uns zeitweise etwas Regen und ein mäßiger Südwestwind. An Neujahr setzt sich die milde Luft voll durch und Höchstwerte von 12 °C sind zu erwarten. Auch im neuen Jahr erscheint ein richtiger Wintereinbruch vorerst eher unwahrscheinlich.

Die letzten drei Jahreswechsel gestalteten sich vergleichsweise kalt: Vor einem Jahr lagen noch 9 cm Altschnee und bei Temperaturen um +1 °C (um Mitternacht) bildete sich Nebel. Vor zwei Jahren lag die Temperatur bei -1 °C und es lag ein Hauch Schnee, der an Silvester gefallen war. Vor drei Jahren war es schneefrei und es herrschten knackig-kalte -6 °C.

An den Jahreswechsel 2007/2008 werden sich viele noch erinnern, denn damals herrschte äußerst dichter Nebel mit Sichtweisen von teilweise weniger als 50 m! Vor fünf Jahren war es sehr mild: Beim Jahreswechsel 2006/2007 lag die Temperatur bei knapp plus 12 °C und es wehte ein frischer Südwestwind mit starken Böen.

Dieses Jahr keine weiße Weihnacht

201012-11Um es kurz und schmerzlos zu machen: Weiße Weihnachten können wir in diesem Jahr vergessen. Im Laufe der kommenden Woche wird es wieder milder und am Donnerstag (22.) und Freitag (23.) sind zweistellige Höchstwerte wahrscheinlich – dazu erwartet uns zeitweise Regen. Stürmisch wird es aber vorerst nicht mehr. Zu den Feiertagen gehen die Werte zwar wieder etwas zurück, doch nach Frost und Schnee sieht es derzeit überhaupt nicht aus.

201012_GSHVon Winterwetter wie im vergangenen Jahr können wir nur träumen. An Heiligabend 2010 betrug die Schneehöhe in Bocholt exakt 20 cm. Die Einmaligkeit dieses Ereignisses zeigt sich darin, dass noch mehr Schnee hierzulande zuletzt vor über 40 Jahren, im Februar 1969, lag. Der gesamte Dezember 2010 wies übrigens 28 Schneedeckentage und 17 Eistage mit Dauerfrost auf – in diesem „Winter“ haben sich hingegen bisher nur vereinzelt Schneeflocken gezeigt und das Thermometer sank bisher nur einmal (am 11.) ganz knapp unter den Gefrierpunkt (-0,3 °C).

Auch für die letzte Woche des Jahres erscheint Winterwetter derzeit eher unwahrscheinlich… Womöglich wird es erst im neuen Jahr winterlich.

Stürmische Woche möglich: Besonders Augenmerk auf Freitag (16.)!

Die kommende Woche könnte wieder stürmisch werden. Nachdem Sturmtief „Friedhelm“ in der Nacht vom letzten Donnerstag (08.) auf Freitag (10.12.) im Raum Bocholt bereits Spitzenböen um 75 Kilometer pro Stunde, das ist Windstärke 9 Beaufort, brachte, kündigen sich für die neue Woche neue Tiefdruckgebiete an.

Am Dienstag (13.) wird ein Sturmtief über die Nordsee Richtung Osten ziehen, für die Region ist erneut das Potential für Sturmböen (8 Beaufort) oder schwere Sturmböen (9 Beaufort) gegeben! Für den Freitag (16.12.) kündigt sich ein weiteres Sturmtief an, das es in sich haben könnte. Möglicherweise besteht sogar Orkangefahr! Noch ist es für konkrete Prognosen aber zu früh. Warten wir es ab, wie sich die Lage in den nächsten Tagen entwickelt. Weitere Infos folgen.

Außerdem erwartet uns viel Regen: Bis zum kommenden Wochenende sind Gesamtsummen von 40 bis 50 L/m² möglich. Damit würde der Dezember seinen langjährigen Mittelwert von 75 L/m² erreichen, denn in der ersten Dezemberdekade sind bereits 30,8 L/m² gefallen.

Aktuelle Wetter- oder Unwetterwarnungen finden Sie übrigens auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienst und der Unwetterzentrale.

Heute vor einem Jahr: Winter. Aktuell: Viel Regen in Sicht

201012-03Genau heute vor einem Jahr konnte mit vier Zentimetern Schneehöhe der erste offizielle Schneedeckentag des Winters 2010/2011 verzeichnet werden. Nur drei Tage später sank das Thermometer bereits bis auf minus 8,8 Grad (03.12.2010)! Es folgte rund sechs Wochen pures Winterwetter mit einer Rekordschneehöhe von 20 cm am Heiligabend…

Solch ein Winterwetter ist vorerst bis auf weiteres nicht in Sicht. Mittelfristig ist Tiefdruckwetter angesagt, der Atlantik nimmt aktuell markant an Fahrt auf und lässt einige Tiefdruckgebiete nach Mitteleuropa ziehen. Zum morgigen meteorologischen Winteranfang erwartet uns viel Regen – auch das kommende Wochenende (03./04.12.) sieht derzeit nass und vor allem sehr windig aus.

Bis Mitte nächster Woche dürften verbreitet 30 bis 50 L/m² fallen und das markante Novemberdefizit etwas aufbessern. In den kommenden Tagen folgt dann der ausführliche Novemberrückblick!

Seit über vier Wochen kaum Regen

Schon seit einigen Wochen herrscht überwiegend Hochdruckwetter in der Region – der letzte ergiebige Regen ist bereits ein ganzes Weilchen her. Seit 21. Oktober, das heißt seit mittlerweile 30 Tagen (über 4 Wochen!), sind in Bocholt lediglich 3,1 L/m² zusammengekommen. Der November steht aktuell bei nur 1,6 L/m².

So gesehen ist es gut, dass wir November haben und damit die Tage kürzer und die Vegetationszeit zu Ende sind – im Sommer würden solche Verhältnisse erhebliche Trockenheitsschäden verursachen. Aber der war dieses Jahr mit 326,5 L/m² ja so nass wie letztmalig 1956…

Auswirkungen hat die Trockenheit derzeit insbesondere auf die Pegelstände. Der Rhein bei Emmerich hat derzeit einen Pegelstand von nur 0,50 m, ein weiterer leichter Abfall wird erwartet. Bis zum kommenden Wochenende sind nämlich keine nennenswerten Regenmengen in Sicht. Es ist gut möglich, dass der November 2011 mit einem neuen Negativ-Rekord in Sachen Niederschlag abschließt. Im langjährigen Durchschnitt bringt der Monat übrigens rund 72 L/m².

Rekordwärme im November: 19,7 °C

201111-03Gefühlt ist es derzeit Frühling anstatt Spätherbst – die Temperatur erreichte heute Rekordniveau: Mit einer Tageshöchsttemperatur von warmen 19,7 °C ist der absolute November-Temperaturrekord bereits zum zweiten Mal eingestellt worden. Am 03.11.2005 wurden ebenfalls 19,7 °C verzeichnet – genauso wie am 07.11.1955 an der damaligen DWD-Wetterstation Bocholt.

In Teilen des Rheinlandes und Münsterlandes wurde die 20-Grad-Marke überschritten – wie z. B. am Flughafen Münster/Osnabrück bei Greven/Ladbergen (20,4 °C) oder an der Privaten Station Mettingen-Schlickelde (20,1 °C).

Bocholter Kirmes 2011: Sonniges Hochdruckwetter in Aussicht!

Noch zwei Tage bis Kirmesbeginn! Das Wetter am Kirmeswochenende scheint aktuell bereits zu stehen – der bereits seit dem vergangenen Wochenende erkennbare sonnige Trend hat sich in den letzten Tagen weiter gefestigt.

Nach Abzug des Dauerregens in der kommenden Nacht können wir uns ab dem morgigen Donnerstag (13.) auf viel Sonnenschein freuen – die Hochnebelgefahr bleibt (entgegen der anfänglichen Befürchtungen) gering, da durch das über der Ostsee bzw. später Polen liegende Hochdruckgebiet trockene Luftmassen herangeführt werden. Die Höchstwerte erreichen von Donnerstag bis Montag 13 bis 15 Grad, die Tiefstwerte liegen je nach Lage bei 1 bis 4 Grad. Leichter Bodenfrost ist damit auch in Stadtlage wahrscheinlich – in sehr exponierten Lagen des Umlandes kann zum jetzigen Zeitpunkt auch leichter Luftfrost nicht ganz ausgeschlossen werden! Für Mitte Oktober ist das allerdings vollkommen „normales“ Temperaturniveau. Auch der Montag (17.) sieht wettermäßig noch gut aus, ehe ab Dienstag (18.) der Tiefdruckeinfluss wieder zunehmen dürfte und erste Regenfälle möglich sind.

Im letzten Jahr war die Wetterlage zur Kirmes (15.-18.10.2010) übrigens schlechter – insbesondere zum Auftakt am Freitag vermieste Dauerregen mit insgesamt 12,2 Litern pro Quadratmeter die Stimmung. Mehr Glück hatten wir 2009, als ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken bei Höchsttemperaturen von 12 bis 14 Grad herrschte. Besonders schön war es in den Jahren 2007 und 2006: 2007 (19.-22.10.) herrschte stabiles Hochdruckwetter – der Samstag und Montag waren sehr sonnig bei maximal 11 bis 12 Grad (Tiefstwert Samstagmorgen minus 0,6 Grad!), am Sonntag bildete sich aufgrund der feuchten Luftmasse der berühmt-berüchtigte Hochnebel. 2006 (13.-16.10.) schien am Sonntag und Montag durchweg die Sonne von einem wolkenlosen Himmel bei 16 bis 18 Grad.

Einer der wärmsten Oktobertage seit Aufzeichnungsbeginn

Der Oktober hat gerade angefangen und gleich einen neuen Rekord auf dem Papier geliefert. Am heutigen Samstag stieg das Thermometer auf einen Tageshöchstwert von 26,3 °C. Nur eine handvoll Oktober-Tage seit 1945 erreichten Werte um 26 °C.

Der bisherige Rekord von 26,2 °C (10.10.1979) wurde zwar um ein Zehntelgrad übertroffen, doch es muss hier berücksichtigt werden, dass der damalige Standort der Wetterstation in Bocholt-Liedern nicht dem heutigen entspricht und leichte lokale Unterschiede möglich sind.

Den ähnlich warmen Oktoberbeginn gab es 1983: Am 3. Oktober stieg das Thermometer in der Region auf rund 26 °C. Auch 1985 war es sehr warm mit Werten von knapp 25 °C.

Große Sturmschäden in Bocholt-Liedern: Downburst sehr wahrscheinlich

Schwere, örtlich unwetterartige Gewitter haben das Sommerwetter gestern (26.) beendet. Die Gewitterfront zog um die Mittagszeit bereits über den Niederrhein. Besonders betroffen war der Raum Xanten; dort ist es laut Augenzeugen zu einem Tornado gekommen, der erhebliche Schäden unter anderem an mehreren Wohnhäusern verursacht hat (siehe Tornadoliste).

201108-00

Auf dem Weg nach Norden traf die Gewitterfront um 12.55 Uhr MESZ den Raum Bocholt. Vor allem im westlichen Ortsteil Liedern unmittelbar in Nähe des Bocholter Klärwerks westlich des Industrieparks Mussum kam es zu größeren Schäden. In Höhe der Kreuzung Brömmelingstiege/ Milchstraße wurden einige Dächer beschädigt, Bäume entwurzelt sowie ein Maisfeld und Weidegras plattgedrückt. Am Isselpand im Bereich der Brücke über die B67 sowie an der dort verlaufenden Issel in Höhe der Grenze der Stadtgebiete Bocholt/Isselburg/Hamminkeln wurden dutzende Pappeln einfach abgeknickt (siehe Fotos). Besonders getroffen hat es auch die Buchenallee am südlich davon verlaufenden Isseldeich sowie die Rodehorster Allee, wo ebenfalls zahlreiche Bäume (v. a. Eichen und Buchen) umgeknickt oder entwurzelt wurden. Auffällig ist, dass es sich um eine Schneise handelt, in der die massiven Schäden auftreten. Bäume, die nur wenige hundert Meter entfernt stehen, sind größtenteils völlig unbeschädigt. Ein solches Schadenmuster ist oftmals ein Hinweise auf einen Tornado.

Die durchweg identische Fallrichtung der Bäume und Augenzeugenberichte lassen zurzeit jedoch eher auf schwere Gewitterfallböen (im Fachjargon als Downburst bezeichnet) schließen – ähnlich wie beim Unwetter vom 12. Juli 2010, das im Bocholter Stadtwald erhebliche Schäden verursachte. Der Fall wird weiter untersucht.

Nordwestlich von Isselburg-Anholt (Dwarsefeld/In der Flora) kam es außerdem zu Hagelschlag, der große Schäden an mehreren Gewächshäusern verursacht hat.

Sind sie Augenzeuge des Unwetters gewesen oder haben erhebliche Schäden dokumentiert? Melden Sie ihre Beobachtungen bitte für weitere Schadensanalysen!

Regengebiet bringt 25 L/m²

Das Regengebiet, das am heutigen Sonntag von der Früh bis zum Vormittag durch die Region, hat viel Regen gebracht. An der Wetterstation in Bocholt fielen von gestern, 13., 14 Uhr bis heute, 14., 14 Uhr genau 25,0 L/m². Der August erreicht damit nach genau zwei Wochen bereits 67,8 L/m² – das sind 90 % des langjährigen Mittelwertes für den Gesamtmonat (75 L/m²).

Kälter geht es nicht mehr

Noch eine traurige Negativ-Schlagzeile: Der Lufttemperatur-Höchstwert vom heutigen Samstag (30.07.) lag bei nur 16,7 °C. Im Mittel der letzten 30 Jahre (1981-2010) war der 30. Juli der heißeste Tag des Jahres mit einem durchschnittlichen Tagesmaximum von etwas über 25 °C… Kälter als aktuell geht es luftmassentechnisch einfach nicht mehr!

Jetzt die gute Nachricht: Zu Beginn der nächsten Woche und pünktlich zum Monatswechsel kommt der Sommer endlich zurück! Am Montag (01.08.) erwarten uns nach aktuellem Stand Sonne und einzelne Wolken bei 23 bis 24 °C, am Dienstag (02.) viel Sonne bei bis zu 28 °C. So warm war es zuletzt am 12. Juli (28,2 °C).

Nur 13,2 °C: Absoluter Temperatur-Tiefpunkt erreicht

Kälter geht es um diese Jahreszeit kaum noch: Die Lufttemperatur erreichte am Sonntag, 24.07.2011, bei fast ununterbrochenem Dauerregen einen Höchstwert von nur 13,2 °C. Damit war es der mit Abstand kälteste Tag einer 3. Juli-Dekade und einer der kältesten Juli-Tage seit Beginn der Klimaaufzeichnungen in Bocholt (1945).

Temperatur-Höchstwerte von 14 bis 15 °C treten im Juli gelegentlich auf, zuletzt am 09.07.2000 und 16.07.1988. Besonders kühl war es am 04.07.1962, als ein Höchstwert von 13,1 °C gemessen wurden. Das zeigt, dass solche kühlen Juli-Tage im eigentlichen Hochsommermonat Nr. 1 äußerst selten sind.

Der bisherige Tiefstwert für die dritte Monatsdekade, die oft die heißeste Zeit des Jahres („Hundstage“) einläutet, lag bei 14,6 °C am 24.07.1974.

201107_Temperatur_Verlauf

Kältester Juli-Tag seit 11 Jahren

Wo ist bloß der Sommer? Nachdem es im Frühjahr bereits viele schöne sommerlich warme Tage gab, scheint der Sommer Pause zu machen. Gestern stürmische Böen um acht Beaufort, in der vergangenen Nacht 16,3 L/m². Kurzum: Es ist gefühlt frühherbstlich – und das belegt auch die Statistik.

Der gestrige 14. Juli war mit einem Tagesmaximum von nur 15,2 °C der kälteste Juli-Tag seit 2000! Damals herrschte Mitte Juli eine sehr kühle Phase, vom 7. bis zum 19. Juli lag die Temperatur durchweg unter 20 Grad, am 9. wurde ein Maximum von nur 14,9 °C gemessen. Der Gesamtmonat brachte es auf ein Minus von 1,6 K gegenüber der damaligen Referenzperiode 1961-1990 und war damit der letzte zu kalte Juli. In diesem Jahr liegt die erste Julihälfte 1,6 K  ebenfalls unter dem heutigen langjährigen Mittel (allerdings Referenzperiode 1981-2010) des Gesamtmonats – bis zum Monatsende kann sich hier aber noch viel tun.

Übrigens: Vor einem Jahr, am 14. Juli 2010, lag das Temperaturmaximum bei hochsommerlichen 32,5 °C.

Niederschlagsdefizit mittlerweile bei über 100 L/m²

201007-04Zwar brachte der vergangene Juni durchschnittliche Niederschlagshöhen und keine extreme Trockenheit wie im letzten Jahr, als mit einer Niederschlagsmenge von nur 6,4 L/m² der trockenste Juni seit mindestens 1901 (siehe Foto) verzeichnet wurde, doch auch aktuell gibt es – vor allem durch die drei trockenen Frühjahrmonate – ein mittlerweile gewaltiges Niederschlagsdefizit.

Seit 1. März beträgt die Niederschlagsmenge meist nur zwischen 140 und 180 L/m². An der Wetterstation in Bocholt wurden bisher nur 158,9 L/m² gemessen. Im letzten Jahr kam der gleiche Zeitraum (01.03-10.07.) auf 154,5 L/m². Der langjährige Mittelwert für diesen Zeitraum beträgt hingegen etwa 275 L/m².

Die ersten 10 Juli-Tage kommen in der Region auf meist nur 5 bis 10 L/m². An der Wetterstation Bocholt sind bisher 7,7 L/m² gefallen. Der Gesamt-Juli erreicht normal rund 70 bis 75 L/m².