Unwetter-Vorwarnung vor schweren Sturm-, evtl. orkanartigen Böen

Am heutigen Donnerstag (23.02.) zieht ein Sturmtief von Großbritannien her über die Nordsee Richtung Baltikum. In weiten Teilen Nord- und Mitteldeutschlands besteht ab dem Nachmittag die Gefahr schwerer Sturmböen bis 100 km/h, evtl. auch darüber. Der Deutsche Wetterdienst hat dementsprechend eine Vorwarnung zur Unwetterwarnung (gültig ab 15 Uhr) herausgegeben.

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst!
>>> Aktuelle Warnsituation

Vorfrühling im Februar

Das vorfrühlingshafte Wetter gipfelte am heutigen Mittwoch nach frostigem Morgen mit -1,2 °C in einem Tageshöchstwert von 15,1 °C. Damit wurde zum ersten Mal in diesem Jahr die 15-°C-Marke erreicht. Gleichzeitig war es auch der mildeste Tag einer zweiten Februar-Dekade (11.-20. Februar) seit 9 Jahren: Über 15 °C in diesem Zeitraum wurden zuletzt am 11.02.2008 mit 15,9 °C verzeichnet. Der Rekord liegt bei 17,0 °C und stammt vom 20.02.1990 (DWD-Station Bocholt-Liedern).

Das sonnige Vorfrühlingswetter geht aber vorerst zu Ende. Ab morgen dominieren wieder die Wolken, in der Nacht auf Freitag ist etwas Regen möglich. Es bleibt aber vorerst mild mit Tageshöchstwerten zwischen 8 und 12 °C, auch in der Früh bleibt es in den nächsten Tagen frostfrei. Ein Wintereinbruch ist auch mittelfristig eher unwahrscheinlich.

Winterwetter endet mit Glatteis

Die erste Woche des Jahres 2017 zeigte sich winterlich. In von Osten her eingeflossener kontinentaler Kaltluft gingen die Werte am gestrigen Freitag (06.) in den Frühstunden bis auf -6,4 °C zurück, ehe tagsüber ein Höchstwert von nur -0,9 °C erreicht wurde. Damit gab es den bisher kältesten Tag sowie ersten Eistag des Winters 2016/2017. In der vergangenen Nacht zogen von Nordwesten leichte Schneefälle heran, am Samstagnachmittag folgte gefrierender Sprühregen. Bis zum Abend stieg die Lufttemperatur zwar um den Gefrierpunkt an, doch die Böden sind vielfach noch gefroren. Auf ungestreuten Straßen in Wohngebieten bildete sich durch die flüssigen Niederschläge somit eine Eisschicht auf den festgefahrenen Schnee: Glatteis.

Am morgigen Sonntag (08.) steigt die Temperatur weiter an auf Werte um 5 °C. Damit ist die Glatteisgefahr gebannt und die winterliche Periode vorerst vorbei. Auch in den kommenden Nächten bleibt es zunächst frostfrei.

Tiefdruckgebiet mit ergebigen Regenfällen

20130916_1Ein Tiefdruckgebiet, das am gestrigen Mittwoch (19.) von der Nordsee her kommend auf seinem Weg Richtung Südost über Nordwestdeutschland zog, brachte im Münsterland, Ostwestfalen und angrenzenden Teilen Niedersachsens längere und ergiebige Regenfälle. An der privaten Station in Bocholt kamen 24-stündig bis heute (20.) Früh, 8 Uhr, 29,9 Liter Regen pro Quadratmeter (L/m²) zusammen. Die 48-stündige Gesamtsumme von Dienstag- bis Donnerstagmittag (14 Uhr) beläuft sich auf satte 42,1 L/m².

In den nächsten Tagen wird es zwar nicht mehr ganz so regnerisch, doch wolkenreich. Aufgrund der fortschrittenen Jahreszeit nimmt auch die Hochnebelwahrscheinlichkeit bei Hochdruckeinfluss wieder zu. Es bleibt auch für die Jahreszeit gesehen recht kühl, die Temperaturen schaffen es tagsüber nur noch wenig über die 10-°C-Marke. Der Oktober ist auf gutem Weg, mit einem Temperaturminus im Vergleich zum langjährigen Mittel abzuschneiden. Luftfrost ist in den nächsten Tagen allerdings noch nicht zu erwarten.

Markante Abkühlung: Erste lokale Fröste und kalte Tage

Der Herbst ist gekommen: Nach genau 165 Tagen blieb das Thermometer an der privaten Wetterstation Bocholt am gestrigen Mittwoch (12.) im einstelligen Temperaturbereich. Am Nachmittag wurde ein Höchstwert von 9,9 °C gemessen und damit der erste „kalte Tag“ der Saison registriert. Der letzte kalte Tag war der 30. April mit 9,8 °C. Bereits am Montag (10). und Dienstag (11.) hatte es sich mit Nebelbildung deutlich abgekühlt mit Werten um 2-3 °C in den Frühstunden.

Während es an der städtische gelegenen Station auch in Bodennähe noch knapp frostfrei blieb, gab es im Außenbereich den ersten Bodenfrost, im Münsterland gebietsweise auch den ersten Luftfrost, wie zum Beispiel in Borken (-0,3 °C) und Ahaus (-0,1 °C).

August: Nach nur 3 Tagen bereits rund 50 % Niederschlag

Es scheint, als ob der August die Serie nasser Sommermonate in diesem Jahr fortsetzt. Nach nur 3 Tagen sind an der Station Bocholt-Kurfürstenstraße bereits 36,8 L/m² gefallen, das entspricht fast der Hälfte des langjährigen Mittelwerts (75 L/m²). Kräftige Regenschauer am Mittwochabend (03.) brachten alleine zwischen 22.00 und 22.30 Uhr 13,0 L/m². Mit einer Tagesniederschlagssumme von 25,1 L/m² war Bocholt am Mittwoch der regenreichste Ort in NRW.

Die Niederschlagssumme seit 1. Juni, dem meteorologischen Sommerbeginn, beläuft sich aktuell auf 348,4 L/m² (Mittelwert: 220 L/m²). Damit ist der Sommer 2016 bereits zum aktuellen Zeitpunkt der nasseste Sommer seit 1956, als an der damaligen Bocholter Wetterstation rund 390 L/m² verzeichnet wurden.

Feuchte Luftmassen verhindern Sonnenschein

Die Sonne hat es in diesen Tagen schwer: Deutschland liegt derzeit in einem Bereich sehr geringer Luftdruckunterschiede, das heißt, die eingeflossene warme, aber auch sehr feuchte und zu Schauern neigende Luftmasse liegt ziemlich stationär über unserem Land.

In den vergangenen Tagen kam es zu örtlichen Schauern und Gewittern. Am Freitag (22.) zogen in den Morgen- und Vormittagsstunden mehrere Gewitterzellen, die sich in der deutsch-niederländischen Grenzregion gebildet hatten, über den Kreis Kleve Richtung Nordosten und auf dem Weg auch über Bocholt hinweg (siehe Foto). Dabei kam es zu Starkregen und Hagel bis 1 cm. An der Station an der Kurfürstenstraße fielen 20,9 L/m². Am Samstag (23.) bildeten sich im Tagesverlauf örtlich begrenzt ebenfalls einige Schauer und Gewitter. Während die nord- und östlichen Stadtteile Bocholts leer ausgingen, konnten an der Station wiederum 11,6 L/m² verzeichnet werden.

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Durch die häufigen Regenfälle wird die Luftmasse in Bodennähe zusätzlich angefeuchtet, was zur vermehrter Nebel- und Wolkenbildung führt. So hat es die Sonne schwer, die kompakte Wolkendecke wegzuheizen. Ob die Sonne es schafft, durchzukommen, ist von den Wettermodellen nur schwer vorhersagbar und daher mehr ein Lotteriespiel. Angesichts der warmen Luftmassen wären bei längerem Sonnenschein Temperaturen bis 30 °C denkbar – in Teilen NRWs, wo es am Samstag durchgängig bedeckt blieb, wurden jedoch nur mit Mühe 20-22 °C erreicht.

Im Laufe der neuen Woche (ab 25.) kommt etwas mehr Bewegung in die Luftmasse, sodass die schwülwarme Luftmasse langsam ausgetauscht wird. Allerdings gehen die Temperaturen auch wieder leicht zurück. Von Werten jenseits der 25-°C-Marke müssen wir uns wahrscheinlich verabschieden.

In Bocholt fallen 70,5 L/m² in 9 Stunden: Hochwasser in der Region

An der privaten Wetterstation Bocholt (Stadt) kamen 70,5 mm in 9 Stunden zusammen in Folge mehrerer, zum Teil schwerer Gewitter zwischen 23.06., 22 Uhr, und 24.06., 07 Uhr. Alleine bei dem Unwetter mit einer extremen Blitzrate und Starkregen zwischen 22 und 23 Uhr fielen 28,8 mm in 1 h. Ein schweres Gewitter um kurz nach 02 Uhr verursachte drei Blitzeinschläge im Stadtgebiet. Ein weiteres Gewitter zog in den Frühstunden über die Stadt hinweg.

Der Wert von 70,5 mm ist der höchste Tageswert (24-Stunden-Wert) in der Bocholter Klimareihe seit 28.08.1996, als an der DWD-Bocholt-Liedern 85,1 mm gemessen wurden (Rekord für Bocholt). Stündliche Werte, aus denen 9 h-Summen ableitbar wären, liegen leider nicht vor. In der Region kamen verbreitet über 50 mm zusammen, vielfach 70-80 mm, im Raum Borken 90 bis 100 mm. Auch der Raum Hamminkeln ist nach den extremen Unwettern vom 1. Juni (siehe unten) wieder betroffen.

Hier eine Auswahl der 12 h-Regenmengen ab 50 mm (23.06.2016, 20 Uhr, bis 24.06.2016, 8 Uhr; Liste wird fortlaufend ergänzt):
97,8 mm Borken-Kläranlage (LANUV)
88,7 mm Xanten-Vynen (DWD)
78,8 mm Bocholt-Mussum/Industriepark (Kläranlage; LANUV)
72,5 mm Coesfeld-Goxel (Kläranlage; LANUV)
70,5 mm Bocholt-Stadt / Kurfürstenstraße (privat)
70,4 mm Bocholt-Liedern (Wasserwerk; DWD)
67,8 mm Legden (MeteoGroup)
64,5 mm Borken-Süd (MeteoGroup)
61,3 mm Raesfeld-Erler Mark (Kläranlage; LANUV)
61,1 mm Hamminkeln-Issel (LANUV)
57,7 mm Schermbeck-Dämmerwald (LANUV)
56,8 mm Hamminkeln-Mühlenrott (DWD)
54,8 mm Heiden-Kläranlage (LANUV)
54,1 mm Stadtlohn-Estern (DWD)
50,2 mm Wesel-Flüren (DWD)

DWD-Borken-Gemenkrückling: Ausfall (vermutlich ca. 100 mm)
DWD-Station Coesfeld-Brink: Ausfall (vermutlich ähnliche Summe wie an der Nachbarstation COE-Goxel)

Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen

Zum Beginn des meteorologischen Sommers (1. Juni) sind am gestrigen Mittwoch vom Nachmittag bis in die Nacht hinein zahlreiche Gewitter mit äußerst ergiebigen, fast sintflutartigen Regenfällen durch die Region gezogen.

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Besonders getroffen war ein Streifen von Borken über Hamminkeln, Xanten, Sonsbeck und Kevelaer bis Geldern, da hier die Zugstrecke mehrerer Gewitterzellen verlief. Den Messwerten und der Radaranalyse zurfolge kam es verbreitet zu über 60 mm Regen, in Hamminkeln und Xanten wurde die 100 mm-Marke überschritten. Nach ersten Untersuchungen wurden in den langjährigen Niederschlagsreihen der Stationen Hamminkeln-Mühlenrott und Xanten neue Tagesrekorde aufgestellt (weiterer Bericht folgt). Auch im südlichen Bocholter Stadtgebiet (Ortsteile Biemenhorst, Lankern und Mussum) sind schätzungsweise um 60 mm gefallen und haben einige Flächen überflutet.

Hier eine Auswahl der höchsten Regenmengen (01.06.2016, 8 Uhr, bis 02.06.2016, 8 Uhr; Liste wird fortlaufend ergänzt):
120,3 mm Hamminkeln-Mühlenrott (DWD)
117,4 mm Hamminkeln-Issel (LANUV)
111,1 mm Xanten-Vynen (DWD)
97,5 mm Wesel-Flüren (DWD)
88,7 mm Geldern-Walbeck (DWD)
81,6 mm Borken-Kläranlage (LANUV)
77,4 mm Borken, Bauerschaft Gemenkrückling (DWD)
65,4 mm Rhede (privat)
62,6 mm Wesel-Blumenkamp (privat)
61,9 mm Borken-Süd (MeteoGroup)
57,9 mm Straelen (MeteoGroup)
52,6 mm Issum (MeteoGroup)
43,3 mm Bocholt-Mussum/Industriepark (Kläranlage; LANUV)
40,6 mm Bocholt-Kurfürstenstraße (privat)
31,5 mm Bocholt-Liedern (Wasserwerk; DWD)

Auch heute und in den nächsten Tagen sind wieder heftige Gewitter möglich, die lokal zu erheblichen Niederschlagssummen führen können. Die feuchtwarme Luftmasse wird voraussichtlich erst zu Beginn der kommenden Woche ausgeräumt.

Dritte April-Dekade: Zum letzten Mal 1997 einstellige Werte

20160424Ein wechselhafter Mix aus kurzen sonnigen Abschnitten, frischem Wind und dichten Wolken mit häufigen Regen-Schnee-Graupelschauern – so präsentierte sich der heutige Sonntag (24.04.2016). Dabei blieb es sehr kühl: Während der Schnee- und Graupelschauer am Mittag wurden zwischenzeitlich nur 2,4 °C gemessen. In einer längeren sonnigen Phase am Nachmittag um kurz nach 16 Uhr erreichte das Thermometer einen Tageshöchstwert von immerhin 9,0 °C.

„Typisches Aprilwetter“ – von wegen! Insbesondere in den letzten Jahren herrschte in der letzten April-Dekade (21.-30.) häufig beständiges Wetter mit frühlingshaften bis frühsommerlichen Temperaturen. Ein paar Beispiele gefällig? Am 25.04.2014 wurde mit 25,0 °C der erste Sommertag des Jahres verzeichnet. In der letzten April-Dekade 2011 erreichten 8 von 10 Tagen die 20-°C-Marke (mit einem Maximum von 27,9 °C am 22.), im Jahr 2007 sogar 9 Tage (Maximum 29,0 °C am 25.). Auch im Jahr 2010 wurden mit 26,7 °C sommerliche Werte erreicht. Ein einstelliges Tagesmaximum gab es zum letzten Mal im Jahre 1997: Am 22.04.1997 wurden an der damaligen DWD-Wetterstation in Bocholt-Liedern 9,2 °C gemessen. Damit war der heutige Tag der kälteste Ende-April-Tag seit immerhin 19 Jahren!

Erster Nachtfrost nach frostfreier erster Winterhälfte

Nach einer komplett frostfreien ersten Winterhälfte 2015/2016, die eine Durchschnittstemperatur von unglaublichen 7,9 °C (Mittel 1981-2010: 3,2 °C) aufwies, war es heute Nacht schließlich so weit: Um genau 03:15 Uhr unterschritt das Thermometer den Gefrierpunkt (Tiefstwert: -0,7 °C)!

In den kommenden Tagen wird es mit winterlichen Temperaturen weitergehen – je nach Bewölkungs- und Windverhältnissen sind in den kommenden Nächten -1 bis -5 °C zu erwarten. Tagsüber wird die 0-°C-Marke nur noch wenig überschritten. Im Gegensatz zu weiten Teilen Deutschlands sind die Chancen auf eine Schneedecke eher gering, lediglich kurze Schnee(regen)schauer sind hierzulande zu erwarten.

Dezember 2015 auf dem Weg zum absoluten Rekordmonat

Bereits eine Woche vor dem Jahreswechsel deutet sich an, dass der Dezember 2015 auf gutem Wege zum absoluten Rekordmonat ist. So beträgt die mittlere Lufttemperatur vom 1. bis einschließlich 23. Dezember 9,5 Grad Celsius (°C), das sind 6,0 Grad mehr als im langjährigen Mittel 1981-2010 und 6,3 Grad mehr als im Mittel 1961-1990. Das ist die größte positive Abweichung, die ein Monat gegenüber dem Referenzwert bislang zu Stande gebracht hat – aktueller Rekord sind +5,9 Grad vom Juli 2006 (23,7 °C / Mittel 1961-1990: 17,8 °C). Falls es auch nach Weihnachten noch recht mild bleibt – und danach sieht es aus – könnte also mit dem Dezember 2015 erstmals die +6,0 Grad-Marke bezüglich der Temperaturabweichung überschritten werden.

Dass der aktuelle Dezember klar der wärmste Dezember in der seit 1945 bestehenden Bocholter Klimareihe wird (Rekordhalter ist der Dezember 1974 mit 7,3 °C), ist schon seit Tagen absehbar und kann selbst durch einen überraschenden Wintereinbruch in den letzten Monatstagen nicht mehr verhindert werden. Das angesammelte Wärmeplus ist enorm, gerade die extrem milden Tage seit dem 16. Dezember mit Tiefstwerten über 10 °C haben dazu beigetragen (siehe Monatsdiagramm unten). Darunter ist außerdem ein neuer Dekadenrekord mit 15,3 °C vom 17. Dezember. Alle Dezembertage wichen bislang markant nach oben ab, teilweise um rund 10 Grad! 

Wärmste 1. November-Dekade seit Aufzeichnungsbeginn

20150830_01Mitte Oktober klopfte schon einmal der Winter an die Tür mit örtlichem Schneeregen und dem kältesten Tag einer zweiten Oktober-Dekade im Münsterland. Doch seitdem bestimmen milde bis sehr milde Luftmassen das Wettergeschehen in Deutschland. Diese Großwetterlage schlägt sich auch in den lokalen Klimastatistiken nieder:

Die erste November-Dekade 2015 (01. bis 10.11.2015) geht mit einer mittleren Temperatur von 12,5 °C als mildeste erste November-Dekade in die Bocholter Klimareihe (seit 1946) ein. Der bisherige Spitzenreiter 2005 (11,4 °C) wurde markant übertroffen. Von den zehn ersten Novembertagen brachten gleich acht Tage Höchstwerte von mindestens 15 °C. Am 07.11.2015 wurden infolge einer kräftigen südwestlichen Strömung sogar 18,4 °C erreicht. Am diesem Tag betrug die Tagesmitteltemperatur 17,0 °C, was ebenfalls einen neuen Rekord darstellt (bisher: 16,5 °C am 01.11.1968). Das Tagesminimum am 07.11.2015 lag bei milden 15,0 °C (01.11.1968: 15,3 °C).

Auch die ersten Tage der zweiten November-Dekade zeigten sich mild. Möglicherweise könnte es nochmals für einen Dekadenrekord reichen (hierzu müssten 10,6 °C von 2009 überboten werden), denn die kommenden Tage gestalten sich weiterhin mild, nass und windig bis stürmisch. Zum kommenden Wochenende (21./22.11.2015) zeigen die jüngsten Wettermodelle einen Abwärtstrend für die Temperatur.

 

Kältester Tag einer zweiten Oktober-Dekade

Der heutige Tag (14.10.2015) geht als kältester Tag einer zweiten Oktober-Dekade (11.-20. Oktober) in die Statistik ein. An der privaten Wetterstation Bocholt wurde ein Tageshöchstwert von nur 4,7 °C erreicht. Der bisherige Negativ-Rekord für Mitte Oktober lag bei 6,6 °C und wurde auf den Tag genau vor 40 Jahren gemessen (13.10.1975; DWD-Station Bocholt-Liedern).

Auch an vielen anderen Stationen im offiziellen DWD-Messnetz gab es heute neue Negativ-Rekorde:

  • Kleve (seit 1948): 4,4 °C – bisher: 6,0 °C am 13.10.1975
  • Duisburg-Baerl (kombinierte Reihe aus Laar, Friemersheim und Baerl seit 1951): 4,7 °C – bisher: 6.7 °C am 14.10.1974
  • Essen (seit 1935): 3,7 °C – bisher: 6,1 °C am 14.10.1974
  • Münster (kombinierte Reihe seit 1891): 4,4 °C – bisher: 5,7 °C am 19.10.1905 (!)
  • Lippspringe, Bad (seit 1951): 4,0 °C – bisher: 5,3 °C am 18.10.1973
  • Salzuflen, Bad (seit 1935): 3,6 °C – bisher 5,0 °C am 13.10.2002

Frühherbst statt Spätsommer

Pünktlich zum 1. September ist der Herbst mit aller Macht gekommen… Während am 31. August nachmittags noch ein Tageshöchstwert von heißen 30,9 °C verzeichnet wurde, wird seit Monatsbeginn sogar die 20-°C-Marke regelmäßig und zuletzt sehr deutlich verfehlt. Am vergangenen Samstag (05.) reichte es nur noch für kühle 16,1 °C, am Sonntag (06.) für 16,3 °C. Auch wenn diese Werte noch etwas vom Negativ-Rekordwert für die erste September-Dekade (01.-10.) von 12,9 °C (09.09.1952) entfernt sind und auch in den letzten Jahren ähnliche Werte um 16 °C registriert wurden (2013, 2011, 2007), ist der markante Temperatursturz zum Monatswechsel in diesem Jahr außergewöhnlich.

Die Wetteraussichten machen nur teilweise Hoffnung. Ab dem morgigen Mittwoch (09.) erwartet uns im Münsterland zwar wieder vermehrt Sonnenschein. Allerdings mit Schönheitsfehlern: In den Morgenstunden ist Nebel möglich, tagsüber gibt es auch einige Wolken am Himmel. Die Höchstwerte liegen um die 20 °C, ab Donnerstag vielleicht 21-22 °C. Nachts Rückgang auf 8-10 °C. Fazit: Eindeutig Frühherbst-Wetter statt Spätsommerwärme!

Weiterhin sieht es derzeit nach einem kurzen 3-Tages-Intermezzo aus, denn zum Samstag (12.) kommen wieder erste Tiefausläufer ins Spiel… Möglicherweise müssen wir die 25-°C-Marke in diesem Jahr bereits abschreiben.

Extrem ergiebige Regenfälle im Münsterland bringen Niederschlagsrekord seit 10 Jahren

Hitliste_RR_Mengen_Aug_2015An einer Luftmassengrenze fielen in den letzten 24 Stunden extrem ergiebige Niederschläge im Münsterland, Ostwestfalen und den angrenzenden Regionen. An der privaten Wetterstation Bocholt an der Kurfürstenstraße wurden im offiziellen Messzeitraum von Sonntag Früh (16., 8 Uhr) bis Montag Früh (17., 8 Uhr) 54,6 Liter pro Quadratmeter (L/m²) gemessen und damit die höchste Tagesniederschlagssumme seit Beginn der Niederschlagsmessungen am 01.01.2005! Rechnet man die Regenschauer, die am Samstagabend (15.) ab 19.30 Uhr über Bocholt hinweg zogen, noch hinzu, liegen wir bei 81,0 L/m² seit Niederschlagsbeginn! Damit ist die diesjährige Trockenheit nachhaltig beendet.

Die höchste 24-stündige Niederschlagssumme im offiziellen NRW-Messnetz meldet heute Morgen die DWD-Station in Hörstel im Kreis Steinfurt mit 60,8 L/m². Direkt dahinter folgt die DWD-Station in Bocholt-Liedern am Wasserwerk mit 56,3 L/m² (Vortag: 22,1 L/m² => Gesamtsumme hier: 78,4 L/m²). Die Daten des MeteoGroup-Messnetzes liegen zzt. noch nicht vor.

Aktualisierung 18.08.2015: Bis Dienstag Früh sind weitere 26,9 L/m² gefallen, sodass sich die Summe der letzten drei Tage auf 107,9 L/m² beläuft. Zum Vergleich: Im gesamten August fallen im langjährigen Mittel 1981-2010 nur etwa 74 L/m²!

Ergiebige Regenfälle im Münsterland zu erwarten

Bereits am gestrigen Samstag (15.08.) sind mit Schauern und Gewittern am Niederrhein und im Münsterland örtlich große Niederschlagsmengen gefallen. An der privaten Wetterstation Bocholt an der Kurfürstenstraße wurden heute Früh (24-stündig bis 8 Uhr) 26,4 L/m² gemessen, an der DWD-Station Bocholt-Liedern (Wasserwerk) 22,1 L/m². Die höchsten Niederschlagssummen meldeten die MeteoGroup-Station Emmerich-Elten mit 59,7 L/m² (Quelle) sowie die DWD-Stationen Greven (Flughafen Münster/Osnabrück) mit 43,2 L/m² und Xanten mit 37,2 L/m².

GFS06z_15082015_24hRRAn heutigen Sonntag (16.) setzt im Laufe des Vormittags von Südosten her überall in der Region Dauerregen ein, der später auch schauerartig verstärkt und gewittrig durchsetzt sein kann. Auch in der Nacht und in der ersten Tageshälfte des Montags (17.) wird der Dauerregen weiter anhalten, sodass große Niederschlagsmengen zusammenkommen! Für das Münsterland erwarten wir verbreitet zwischen 40 und 60 L/m², bei schauerartiger Verstärkung sind 80 bis über 100 L/m² möglich. Welche Kreise und Städte am stärksten betroffen sein werden, lässt sich kaum vorhersagen. Die Modelle zeigen weiterhin sehr große Diskrepanzen bezüglich der räumlichen Niederschlagsverteilung (als Beispiel sei oben die Niederschlagssummenkarte des amerikanischen GFS-Modells aufgeführt).

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD)!
Warnlagebericht für Nordrhein-Westfalen
Warnungen für den Kreis Borken

Hitze-Ticker

+++++ HITZE-TICKER +++++

05.07.2015: Tageshöchstwert 30,2 °C

04.07.2015: Tageshöchstwert 35,7 °C

03.07.2015: Tageshöchstwert 32,7 °C

02.07.2015: Neuer absoluter Temperatur-Rekord in Bocholt (Klimareihe seit 1946) aufgestellt! Zwischen 16.30 und 16.40 Uhr MESZ wurde mehrere Minuten lang der Tageshöchstwert von 38,4 °C gemessen (>>> Detaillierter Temperaturverlauf). Der alte Rekord lag bei 36,5 °C (07.08.2003; DWD-Station Bocholt-Liedern) und wurde somit erheblich übertroffen.

Die benachbarte DWD-Station Kleve erreichte mit 38,6 °C (bisher: 37,1 °C, 19.07.2006) ebenfalls einen neuen Rekordwert (Klimareihe seit 1948). Der deutschlandweite Tageshöchstwert lag bei 38,9 °C und wurde in Duisburg-Hochfeld (MeteoGroup) gemessen.

01.07.2015: Tageshöchstwert 34,1 °C

Kältester 22. Juni seit Aufzeichnungsbeginn

Dichte Wolken, immer wieder Regenfälle und kühle Temperaturen. Der meteorologische Sommer 2015 hat einen miserablen Start hingelegt, denn bereits heute wurde ein erster Negativ-Tagestemperaturrekord aufgestellt. Das Thermometer stieg an der privaten Wetterstation Bocholt auf einen Tageshöchstwert von nur 14,5 °C und damit auf das niedrigste Tagesmaximum an einem 22. Juni seit Beginn der Aufzeichnungen (1946). Der bisherige Negativ-Rekord betrug 15,1 Grad und stammt aus dem Jahre 1996. Ein Rekord für die dritte Monatsdekade (21.-30.) ist das jedoch nicht – dieser liegt bei 13,2 Grad und stammt vom 30.06.1972.

Auch an anderen Stationen mit langjährigen Klimareihen in NRW wurden neue Tagesrekorde aufgestellt, wie in Essen mit 13,1 Grad (bisher: 13,7 Grad, 1964, Reihe seit 1935) und Aachen mit 12,7 Grad (bisher: 13,0 Grad, 1956, Reihe seit 1891!).

Heute Graupelgewitter – ab Donnerstag und über Pfingsten sonniger

201505191215_NRW_Intensity[1]Am Dienstagmittag (19.) wurde es kurz weiß: Ein kurzer Graupelschauer, begleitet von leichtem Gewitter, zog gegen 14.15 Uhr von Südwesten über den Bocholter Raum hinweg und sorgte für verspätete Spätwinter- statt Frühlings- oder Frühsommergefühle. Innerhalb kurzer Zeit fielen rund 4 L/m² Niederschlag (siehe Radarbild, Quelle: WetterOnline.de) und es gab einen Temperatursturz von 14,3 °C (Tageshöchstwert) auf nur noch 10 °C. Am Nachmittag folgte weitere, aber weniger intensive Regenschauer.

N20150519-WA0000ach dem unbeständigen Wochenstart setzt sich bereits in den kommenden Tagen langsam wieder Hochdruckeinfluss durch. Das Azorenhoch kann mit einem Keil seinen Einflussbereich nach den neuesten Modellrechnungen bis nach Deutschland hin ausdehnen, sodass sich ab Donnerstag (21.) freundliches, oft sonniges Wetter einstellt. Am Nordrand des Hochs verbleiben wir weiterhin im Bereich vergleichsweise kühler atlantischer Luftmassen, sodass tagsüber Werte um 17-20 °C erreicht werden. Über Pfingsten bleibt das beständige Wetter erhalten. Warme Temperaturen über 20 °C sind aber weiterhin nicht in Sicht.

Orkantief „Niklas“ bescherte schwere Sturmböen

Am gestrigen Dienstag ist Orkantief „Niklas“ mit schweren Sturmböen über die Region hinweggezogen. Vom Mittag bis in die Abendstunden hinein erreichten die Spitzenböen im Raum Bocholt rund 90 km/h, das entspricht Windstärke 10 Beaufort. Die Bocholt nächstgelegenen MeteoGroup (MG)-Stationen Emmerich-Elten und Borken erreichten 91 km/h bzw. 87 km/h. Damit war „Niklas“ der stärkste Sturm seit dem 03.01.2012, als das Orkantief „Ulli“ mit ähnlichen Windspitzen über uns fegte.

Noch stärkere Spitzenböen wurden gestern im nördlichen Münsterland gemessen: An der DWD-Station Ahaus waren es 97 km/h, an der MG-Station Gronau 106 km/h, am Flughafen Münster/Osnabrück 102 km/h, an der MG-Station Ibbenbüren 104 km/h und an der MG-Station Mettingen-Schlickelde sogar 111 km/h bei einem Gewitter am Abend, was volle Windstärke 11 Beaufort und dort einen neuen Stationsrekord seit 2000 bedeutet.

Erster Frühlingstag

Frühlingseinzug im Münsterland: Der Höchstwert am heutigen Sonntag betrug 18,1 °C! Damit wurde zum ersten Mal in diesem Jahr die 15-°C-Marke überschritten.

In der neuen Woche erwarten uns erst wieder mehr Wolken und es war wird kühler, doch die zweite Wochenhälfte sieht wieder frühlingshaft aus.

Weiße Überraschung

Eine weiße Überraschung am heutigen Samstag: Nach mäßigen, zeitweise sogar starken Schneefällen in den Morgen- und Vormittagsstunden liegt zurzeit (13 Uhr) eine nicht zu verachtende Schneedecke von 9 cm im Raum Bocholt.

Der Wintereinbruch wird jedoch nur von kurzer Dauer sein. Bereits heute Nachmittag erwarten uns deutliche Plusgrade,  ehe es in der kommenden Nacht bei leichtem Frost noch einmal gefährlich glatt werden könnte. Am morgigen Sonntag (25.) sind bis 4/5 °C drin. In der neuen Woche (ab 26.) setzt sich erst einmal das Muster der ersten Januarhälfte wieder durch, sprich es wird noch etwas milder und oft regnerisch. Ob es im weiteren Verlauf noch einmal winterlich wird, muss abgewartet werden.

Erster Frost im neuen Jahr

Das milde, regnerische und oft windige Tiefdruckwetter macht vorerst eine Pause. Unter leichtem Hochdruckeinfluss ist am gestrigen Freitag (16.) kühlere Luft herangeflossen – am heutigen Morgen ging das Thermometer zum ersten Mal in diesem Jahr unter den Gefrierpunkt zurück: -0,2 °C wurden in 2 m Höhe verzeichnet, -2,0 °C in 5 cm über dem Erdboden.

Mildester Januar-Tag seit 8 Jahren

In der Nacht von Freitag (09.) auf Samstag (10.) wurde an der Vorderseite der kräftigen Sturmtiefs über Nordeuropa sehr milde Luft nach Deutschland geführt. Im Rheinland stieg die Temperatur auf über 15 °C an. Auch in Bocholt war es sehr mild – mitten in der Nacht wurde ein Höchstwert von genau 14,0 °C registriert: Das ist die höchste Januar-Temperatur seit 8 Jahren!

Um noch höhere Werte zu finden, muss man bis zum 09.01.2007 zurückblättern, als 14,3 °C verzeichnet wurden. Der Rekord für die erste Januar-Dekade liegt übrigens bei 14,8 °C und wurde am 10.01.2005 aufgestellt.

Kurzer Wintereinbruch zum Jahresende

Das sehr milde Jahr 2014 – auch in unserer Region das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (doch dazu in ein paar Tagen mehr) – geht mit einem kurzen Wintereinbruch zu Ende.

20141229_01 Nachdem bereits am vergangenen Samstag (27.) wie erwartet mit einem Tief Schneefälle über unsere Region hinweggezogen sind und eine Schneedecke von zwischenzeitlich 3 cm übers Land zauberten, setzte sich am gestrigen Sonntag (28.) kalte Luft aus Nordosten durch. Dabei wurde gestern Morgen ein Tiefstwert von -4,8 °C gemessen. In den heutigen Frühstunden (29.) kamen von Norden her erneut leichte Schneefälle auf. So liegen pünktlich zu Beginn der neuen Woche 3 cm Schnee über Bocholt.

20141229_02Doch lange wird der Schnee voraussichtlich nicht durchhalten, denn von Norden sickern nun auch mehr und mehr milde Nordseeluft ein. Bereits heute Nachmittag werden 3-4 °C erwartet, morgen (30.) und Silvester (31.) 4-5 °C. Auch wenn heute und morgen evtl. noch geringe Schneefälle (oder Schneeregen) möglich sind, wird die dünne weiße Schicht den Jahreswechsel kaum noch erleben…

Weihnachtswetter 2014: Sinkende Temperaturen – nach dem Fest winterlich

Am gestrigen Montag (22.) erreichte die Temperatur einen Höchstwert von 12,5 °C und auch heute (23.) sind wieder 12 bis 13 °C zu erwarten, dabei ist zeitweise etwas Regen möglich. Am morgigen Mittwoch, Heiligabend, zieht von Nordwesten her ein Regengebiet heran und bringt in den Vormittags- und Mittagsstunden Dauerregen, der erst am Nachmittag abklingt. Dazu gehen die Temperaturen von 8-9 °C in der Früh zurück auf 6 °C am Abend. Am ersten Weihnachtstag überwiegen noch die Wolken, doch wir erwarten auch erste Auflockerungen mit Sonnenschein. Es sind noch einzelne Regenschauer möglich. In der Früh 4 °C, am Nachmittag 6-7 °C. In der Nacht zum zweiten Weihnachtstag müssen wir uns auf leichten Luftfrost bis -1/-2 °C einstellen, ehe tagsüber viel Sonnenschein und trockenes Wetter herrscht bei 3/4 °C.

Aktualisierung vom 25.12.2014:

Wie geht es nach dem Fest weiter? Eine Umstellung der Wetterlage steht bevor und ein Wintereinbruch ist sehr wahrscheinlich: In den Frühstunden des 27. wird ein Sturmtief von Westen heranziehen und Niederschläge bringen, deren Summe aber von den Modellen noch sehr unterschiedlich berechnet wird. Aufgrund der eingeflossenen Kaltluft werden diese auch im niederrheinischen Tiefland zunächst als Schnee fallen. Ob die Niederschläge am 27. tagsüber in Schneeregen und Regen übergehen, ist ebenfalls noch unsicher und wird unterschiedlich bewertet. Dies hängt davon ab, wie viel milde Luft aus Südwesten herangeführt wird. Wir sollten jedoch auf winterliche Verhältnisse eingestellt sein.

Erster Frost der Saison

Nach tagelangem Verharren der Temperatur im untersten Plusbereich war es heute Morgen so weit: Die Temperatur fiel erstmals unter den Gefrierpunkt auf einen Tiefstwert von -1,4 °C heute Früh. Aufgrund des weiterhin vorhandenen Hochnebels werden die Werte heute (03.) und morgen (04.) tagsüber kaum ansteigen, mehr als +2 °C sind nicht drin.

Doch das Winterwetter ist nur ein kurzes Intermezzo. Zum Wochenende sieht es nach einer Wetteränderung aus, denn von Western nähern sich atlantische Fronten mit etwas milderer Luft. Möglicherweise erwarten uns in der kommenden Woche (ab 08.) wieder fast zweistellige Temperaturen.

Adventszeit beginnt kalt und trüb

Kalte Luftmassen aus Osten sind seit gestern in unsere Region geströmt und haben zu einem markanten Temperaturabfall geführt: Am heutigen Samstag (29.) stieg das Thermometer bei trübem Himmel nur noch auf 4,6 °C an.

Die kalte, trübe Wetterlage mit Hochnebel wird uns wahrscheinlich noch einige Tage begleiten. In den kommenden Tagen sind kaum mehr als 3 bis 4 °C drin, nachts liegen die Werte um 0 °C. Ob sich in der kommenden Woche (ab 01.12.) die Sonne wieder besser durchsetzen kann, ist derzeit kaum sicher abschätzbar, da eine Hochnebelbildung von der exakten Anströmungsrichtung der Luftmassen abhängt. Richtiges Winterwetter mit bedeutenden Nachtfrösten oder Schnee ist vorerst jedoch nicht zu erwarten.

Erster Bodenfrost – Winter in Sicht?

Am heutigen Dienstag (25.11.) wurde der erste Bodenfrost der Saison – im ländlichen Umland gleichzeitig auch der erste Luftfrost – verzeichnet. An der Wetterstation Bocholt, die sich in Stadtlage befindet, sank die Temperatur in 5 cm Höhe auf -1,0 °C, während es in 2 m mit +0,3 °C noch gerade frostfrei blieb. In den kommenden Nächten wird es aufgrund von Bewölkung zwar wieder etwas milder, doch zum Monatswechsel deutet sich nach aktuellen Prognosen eine erste kältere, möglicherweise winterliche Witterungsphase an. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Wann kommt der Winter?

Nach dem Rekordwert vom 1. November sind die Temperaturen zwar in den letzten Tagen auf ein etwa durchschnittliches Niveau für Anfang November zurückgegangen, doch Boden- oder gar Luftfröste blieben bisher aus. Ein Anlass, um in die Bocholter Klimastatistik über den Frostbeginn zu schauen.

201411-Erster_LuftfrostIm langjährigen Mittel 1981-2010 kommt es etwa um den 3. November herum zum ersten Luftfrost des Winterhalbjahres. Der Eintrittstermin schwankt jedoch sehr stark, wie nebenstehende Tabelle mit den Daten der letzten zehn Jahre zeigt. Während es 2009 bereits am 14. Oktober – einem der frühesten Termine überhaupt – bereits zu Luftfrost kam und einen Tag darauf mit -1,9 °C der Rekordwert für die zweite Oktober-Dekade aufgestellt wurde, dauerte es im vergangenen Jahr bis zum 20. November.

In der gesamten Klimareihe Bocholt (seit 1945) ist der früheste Eintrittstermin der 19. September 1977 gewesen mit -0,2 °C. Angesichts des geringen Frosts ist davon auszugehen, dass es in der geschützten Stadtlage, die oft 0,5 bis 1,0 K milder ist, noch frostfrei blieb. Für Bocholt (Stadt) wäre der 12. Oktober 1952 dann der früheste Termin (Original-Messwert Bocholt-Liedern: -2,2 °C). Der späteste Eintrittstermin ist der 22. Dezember (!) 1970. Auch im Jahr 2000 dauerte es sehr lange mit dem ersten Frost (19. Dezember).

Wie man sieht, sind trotz der derzeit milden Witterung noch lange keine Rekorde in Gefahr. In der kommenden Woche (ab 10.) bleibt es mild mit Höchstwerten zwischen 12 und 15 °C und Tiefstwerten nur wenig unter der 10-°C-Marke. Bis zum Ende der zweiten Monatsdekade (20.) sieht es nicht nach einem Wintereinbruch aus. Was danach kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch völlig offen.

Wärmster Novembertag seit Beginn der Aufzeichungen

201411-04Der heutige 1. November geht mit Abstand als wärmster Novembertag seit Beginn der Aufzeichungen (1946) in die Bocholter Klimareihe ein: Das Quecksilber kletterte bei strahlendem Sonnenschein auf einen Tageshöchstwert von 20,8 °C und verwies damit das bisherige Rekord-Trio 07.11.1955, 03.11.2005 und 04.11.2011 (19,7 °C) auf Platz 2. Auf Platz 3 folgt der 04.11.1994 (19,3 °C).

Sehr milde erste Oktober-Dekade – auch Kirmes mild?

Die erste Oktober-Dekade zeigte sich in diesem Jahr sehr mild. Mit einer Mitteltemperatur von 15,0 °C lagen die ersten 10 Tage des Monats deutlich über dem langjährigen Mittelwert des Gesamt-Monats (10,9 °C). Auch wenn keine neuen Rekorde registriert wurden, ist dieses erwähnenswert, denn das Mittel der diesjährigen zweiten August-Dekade lag bei 15,1 °C und das Mittel der dritten bei nur 14,6 °C. Nach dem warmen langen Wochenende mit bis zu 23,4 °C sank das Thermometer bislang erst in einer Nacht unter die 10-°C-Marke.

Wie geht die Wetterlage weiter – hält die milde Witterung bis zur Bocholter Kirmes (17.-20.) an? Nach den aktuellen Modellen bleibt der Zustrom milder Luftmassen in der kommenden Woche erhalten, allerdings sind auch wieder Niederschläge mit dabei. Möglicherweise könnte sich zum nächsten Wochenende hin leichter Hochdruckeinfluss durchsetzen. Eines scheint derzeit sicher: Mit Nachtwerten nur wenig über dem Gefrierpunkt wie zur Kirmes 2010 oder gar geringen Frost (-0,6 °C; Samstag, 20.10.2007) muss nicht gerechnet werden.

Klimawochen im Kreis Borken

Im Kreis Borken starten in der kommenden Woche die 2. „Klimawochen“ mit zahlreichen Informationsveranstaltungen von Kommunen und Betrieben im Kreis. Die private Wetterstation Bocholt nimmt das zum Anlass, kurz auf die Bocholter Klimareihe zurückzublicken.

KKW_2014_1Im nebenstehenden Diagramm ist die Entwicklung der Jahresmitteltemperaturen in Bocholt dargestellt. Die Daten sind auf den Standort Bocholt (Stadt), den aktuellen Stationsstandort, homogenisiert und damit untereinander vergleichbar, was aufgrund von mehreren Standortwechseln zwischen Stand und Umland erforderlich war. Die rote Linie repräsentiert die Einzeljahre, die schwarz gepunktete das gleitende 10-Jahres-Mittel (der Wert bei 2000 gibt z. B. das Mittel 1991-2000 an).

Man erkennt neben starken Schwankungen von Jahr zu Jahr ab ca. 1988 eine steigende Tendenz. Ab ca. 2010 gibt es eine Stagnation auf dem hohem Niveau, der jedoch nicht allzu viel Bedeutung beigemessen werden darf. In den vergangenen 25 Jahren sind nur zwei Jahre zu kalt ausgefallen: 1996 und 2010. Vergleicht man die Klimanormalperioden 1951-1980 mit der aktuell laufenden 1991-2013, so liegt der Anstieg bei 1,0 Grad (9,7 °C auf 10,7 °C). Die wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren 2006 und 2007 mit 11,5 °C, die kältesten 1956, 1962 und 1963 mit 8,4 °C. Die steigenden Temperaturen bewirken eine merkbare Verlängerung der Vegetationsperiode.

KKW_2014_3In einem weiteren Diagramm sind die klimatologischen Schwellenwerttage „Sommertag“ (ab 25,0 °C) und „Heißer Tag“ (ab 30,0 °C) dargestellt. Die Säulen stehen hier für die Werte von 10-Jahres-Perioden (1950er entspricht 1951-1960 etc.). Dass die Sommer immer wärmer werden, zeigt sich eindrucksvoll: Bei den Sommertagen hat sich die Anzahl zwischen den 1950ern und 2000ern fast verdoppelt, bei den heißen Tagen sogar nahezu verdreifacht.

KKW_2014_2Im letzten Diagramm ist die Entwicklung der Jahresniederschlagssummen dargestellt. Hier war keine Homogenisierung erforderlich. Die blauen Säulen repräsentieren wieder die Einzeljahre, die schwarz gepunktete Linie das gleitende 10-Jahres-Mittel.

Auch hier gibt es sehr starke Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren. Ein genereller Trend ist nicht auszumachen. Die letzten 10 Jahre waren jedoch vergleichsweise niederschlagsreich, doch dies sollte nicht überinterpretiert werden. Das letzte zu trockene Jahr war 2003. Die Anzahl von Niederschlagstagen mit mehr als 10 L/m² oder 20 L/m² ist leicht angestiegen, was auf eine Zunahme von Schauerniederschlägen hinweist. Die Zahl der Trockenperioden hat rein statistisch gesehen nicht zugenommen. Hier muss man jedoch bedenken, dass aufgrund der höheren Temperaturen Verdunstung und Wasserbedarf der Vegetation erheblich zunehmen. Daher haben Niederschlagssummen nur eine begrenzte Aussagekraft. Ein Anstieg der Trockenschäden bei z. B. Wäldern steht damit nicht im Widerspruch zu einer etwa gleich gebliebenen Anzahl von Trockenperioden.

Datenquelle:
1901/1946 – 2004: Deutscher Wetterdienst (DWD)
2005 – : Private Wetterstation Bocholt

August 2014 auf seinem Tiefpunkt – Wetterbesserung in Sicht

Der ein oder andere Bocholter wunderte sich am gestrigen Montagmorgen (25.) beim Blick auf den niedrigen Thermometerstand sicherlich. An der privaten Wetterstation Bocholt wurde bei leichtem Nebel ein morgendlicher Tiefstwert von nur 6,9 °C registriert und damit der niedrigste August-Wert seit 15 Jahren. Im ländlichen Umland wurden teilweise nur 5 bis 6 °C gemessen. Ähnlich kalt war es zuletzt am 22.08.1999, als die DWD-Wetterstation Bocholt-Liedern 5,5 °C beobachtet hatte. Bereits die gesamte letzte Woche (18. bis 24.08.2014) fiel mit einer mittleren Temperatur von 13,1 °C klar unterkühlt aus – das langjährige August-Mittel liegt bei 18,2 °C (1981-2010).

Doch damit nicht genug: Am Montagabend zog Regen auf, der bis Dienstagmittag (26.) andauerte. Innerhalb von 24 Stunden (14 Uhr Montag bis 14 Uhr Dienstag) wurden 25,8 L/m² registriert. Damit kommt der August bereits jetzt auf 114,0 L/m² und das 1,5-fache der üblichen Niederschlagsmenge. Im Laufe des Tages erwartet uns weiterer Regen.

Die Aussichten: Nach Aufzug des Regens präsentiert sich der Mittwoch (27.) wie ausgewechselt – viel Sonnenschein bei rund 21 °C und trocken. Am Donnerstag (28.) ebenfalls erst sonnig mit 22 °C, am Nachmittag wieder zunehmendes Schauerrisiko.

Tornadoverdachtsfall in Bocholt-Spork/Hemden

Am 10. August 2014 kam es beim Durchzug einer Kaltfront, die das Sommerwetter beendete und die kühle bis jetzt andauernde Witterung einleitete, gegen 19.10 Uhr MESZ zu einem heftigen Gewitter, das über dem Nordteil der Stadt Bocholt zog und die Stadtteile Spork und Hemden am heftigsten erfasste. Hier traten größere Schäden auf und es besteht Verdacht auf einen Tornado („Windhose“).

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Die größten Schäden traten im Bereich der Sporker Ringstraße, westlich der Kreuzung mit der Hamalandstraße auf. Nach Angaben der Bocholter Feuerwehr und eines örtlichen Landwirtes kam es dabei auf einer Länge von 1200 m und einer Breite von nur 100 m zu einer Schadensschneise. Zahlreiche massive Bäume (Eichen) wurden geworfen oder stark beschädigt, insbesondere in dem mit Pfeil markierten Bereich an einer Böschungskante. An einem direkt in der Schneise gelegenen Hof wurden die Dachziegel angehoben. In den Bereichen weiter westlich wurden ebenfalls einige Bäume getroffen. Nach zwei Wochen sind die einige Schäden allerdings schon teilweise wieder beseitigt.

Ob bei dem Unwetter am 10. August tatsächlich ein Tornado auftrat oder ein viel häufigerer Downburst/Microburst (schwere Gewitterfallböen), kann nicht beurteilt werden. Aufgrund der Indizienlage erscheint es jedoch möglich, weshalb der Fall als Verdachtsfall angeführt wird.

Temperaturen im Höhenflug

Mit Zufuhr sehr warmer Luftmassen aus Südwest stiegen die Temperaturen in den vergangenen beiden Tagen noch etwas höher als erwartet. Nachdem am Freitag (18.) an der privaten Wetterstation Bocholt bereits heiße 32,8 °C verzeichnet wurden, setzte der Samstag (19.) noch einen drauf: Nach einem tropischen Tiefstwert von 20,4 °C stoppte das Thermometer nachmittags erst bei genau 35,0 °C. Damit wurde an diesem 5. heißen Tag die bislang höchste Temperatur in diesem Jahr verzeichnet.

Am Sonntag (20.) und Montag (21.) ist erst einmal Schluss mit solchen Hitzewerten – mit einfließender feuchtwarmer Luft sind bereits ab der zweiten Nachthälfte Schauer und Gewitter möglich. Ab Dienstag (22.) erwartet uns nach aktuellem Stand wieder ein paar Tage beständiges Hochdruckwetter mit Tageshöchstwerten zwischen 27 und 30 °C.

Ergiebiger Dauerregen in zwei Tagen

201407-01In den vergangenen beiden Tagen kam es in weiten Teilen Westdeutschlands durch eine Luftmassengrenze zu ergiebigem Dauerregen. Im Raum Bocholt begann dieser am Dienstag (08.) in der Früh und hielt mit kurzen Unterbrechungen bis in den Mittwochnachmittag (09.) an, bevor am Abend noch ein kurzes leichtes Gewitter folgte. Ungewöhnlicherweise war die Zugrichtung der Niederschläge von Ost nach West, was mit der Luftmassengrenze zusammenhing. Besonders betroffen war daher die Kölner Bucht im Luv der Eifel, wo durch schauerartige Verstärkung teilweise 100 bis 120 L/m², örtlich noch mehr, fielen.

In Bocholt kamen an beiden Tagen insgesamt immerhin 49,1 L/m² zusammen. (Das Foto zeigt eine Teilmessung mit exakt 10,0 L/m².) Mit dem Gewitter vom vergangenen Sonntagabend (06.), siehe Bericht unten, und einigen kleineren Niederschlagsereignissen vom letzten Wochenende beläuft sich die Summe der 1. Juli-Dekade (01.-10.) auf 81,9 L/m² und liegt damit bereits leicht über dem langjährigen Mittel für den Gesamtmonat (ca. 73 L/m²).

Gewitter bringt viel Regen und Abkühlung

Die kurze Wärmeperiode wurde am Sonntagabend (06.) mit einem heftigen Gewitter mit Starkregen beendet. Nachdem am Freitag (04.) ein Tageshöchstwert von exakt 30,0 °C (3. heißer Tag 2014) registriert wurde, gab es am Samstag- und Sonntagmittag bereits einige kleinere Regenereignisse, in deren Folge die Luftfeuchte und die Taupunkte noch weiter anstiegen. Am Niederrhein bildeten sich schließlich im Zuge einer Kaltfront Gewitter.

Gegen 20 Uhr trafen die Gewitter mit einer markanten Böenfront, stürmischen Böen um 70 km/h (8 Beaufort) und Starkregen in Bocholt ein. Insgesamt fielen 19,2 L/m² in 25 min (20.05 bis 20.30 Uhr).

Unwetterfront verschont Kreis Borken

Die Unwetterfront, die am Pfingstmontag (09.) in den Abendstunden von Süd-Belgien kommend über den Raum Aachen, Düsseldorf/Neuss und das Ruhrgebiet Richtung östliches Münsterland/Ostwestfalen, hat den Raum Bocholt wie auch den gesamten Kreis Borken verschont. Auch in den Nachbarkreisen Kleve und Wesel gab es nur geringe Schäden.

201406-01An der Wettersta-tion Bocholt waren bis auf südöstlich vorbeiziehende Fern-gewitter mit einigen eindrucksvollen Blit-zen keine besonde-ren meteorologi-schen Ereignisse feststellbar. Sowohl Niederschlagsmenge (8,7 L/m²) als auch Wind (einzelne starke Böen um 6 Beaufort) hielten sich in Grenzen. (Das obrige Bild stammt von einem Regenschauer, der bereits am Mittag durchzog.)

Nächtliche Hagelgewitter über Bocholt

Nach dem mäßigen Gewitter in den gestrigen Mittagsstunden bildeten sich in der vergangenen Nacht weitere Gewitter über den Raum Bocholt, die neben kurzen Starkregen auch Hagel mit 1,5 bis 2 cm großen Hagelkörnern verursachten. Die 24-stündige Niederschlagssumme bis heute (09.) Früh betrug 22,4 L/m². Über Schäden wurde nichts bekannt.

Luftmassengrenze bringt ergiebigen Regen

In den vergangenen beiden Tagen lag eine Luftmassengrenze quer über Deutschland, vom südlichen Emsland/Münsterland bis nach Brandenburg. Vor allem im südlichen Niedersachsen, in Sachsen-Anhalt und weiten Teilen Brandenburgs und Sachsens fielen sehr ergiebige Niederschläge von 40 bis 60 L/m², örtlich noch mehr, wie die unten stehende Karte mit den 72-stündigen Mengen bis heute, 8 Uhr, zeigt.

DL_RR72_201405290800Auch im Raum Bocholt brachte der vor allem am Dienstag (27.) und Mittwoch (28.) andauernde Dauerregen noch reichliche Niederschlagsmengen von 26,8 L/m² (14,8 L/m² am Dienstag und 12,0 L/m² am Mittwoch). 72-Stündig bis heute, 8 Uhr, betrug die Summe 30,2 L/m². Damit hat der Mai als erster Monat des Jahres seinen langjährigen Niederschlags-Mittelwert von ca. 68 L/m² mit inzwischen 87,0 L/m² überschritten.

Hagelgewitter über Bocholt beenden trockene Witterungsphase

201405-01Mit Zufuhr labiler Luftmassen bildeten sich am gestrigen Freitag (09.) zahlreiche Gewitter über Nordwest-deutschland, die am Nachmittag und Abend von West her auch über den Bocholter Raum hinwegzogen. Bereits gegen 16.15 Uhr fiel ein kräftiger gewittriger Regenschauer, kurzzeitig auch mit Graupel (unter 5 mm), ehe gegen 19.55 Uhr ein plötzliches Hagelgewitter mit bis zu 1,5 cm großen Hagelkörnern hereinzog. Nach Abzug des kurzen Wetterspektakels präsentierte sich ein leuchtend-gelber Abendhimmel (siehe Foto).

201405-02Bereits am Dienstag-abend (06.) wurde die seit einiger Zeit andauernde trocken-warme Witterungs-phase mit ersten Gewittern (7,2 mm) beendet. In der Nacht auf Freitag zog ein ergiebiger Dauerregen durch die Region (15,7 mm). Die Schauer am Freitag brachten weitere 10,5 mm. Seit Dienstag beläuft sich die Niederschlagssumme auf 34,7 mm.

Osterwetter 2014 noch völlig offen

Eine gute Woche vor Ostern (20./21.04.2014) ist die weitere Witterungsentwicklung für unsere Region noch völlig offen. Die Modellläufe driften ab nächste Woche Donnerstag (17.) sehr stark auseinander (siehe Diagramm) – zwischen einer kühlen Nordwestlage mit Schauerwetter und warmem, trockenem Hochdruckwetter mit über 20 °C ist noch alles möglich. Wir halten Sie diesbezüglich weiter auf dem Laufenden.

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Ein kurzer Blick in die Statistik des Osterwetters: Im vergangenen Jahr lag in den Morgenstunden des Ostersonntags (31.03.2013) eine dünne Schneedecke, nach leichtem Frost (-2,6 °C) erreichte das Thermometer am Nachmittag bei bedecktem Himmel nur 4,2 °C. Auch 2012 (Ostersonntag 08.04.2012) herrschte in den Frühstunden noch leichter Frost (-1,4 °C), tagsüber wurde mit Sonnenschein jedoch immerhin die 10-°C-Marke erreicht. Vor drei Jahren war es zu Ostern hingegen sommerlich: Am Karfreitag (22.04.2011) stieg das Thermometer auf 27,9 °C, am Ostersonntag (24.04.2011) bei fast wolkenlosem Himmel noch auf 26,1 °C. Dies zeigt, dass die Schwankungsbreite der möglichen Witterung gerade im Frühjahr enorm ist.

Saharastaub beschert trübe Tage – ergiebige Regenfälle fraglich

Die vergangenen Tage waren sehr freundlich und für Anfang April äußerst warm, aber nicht mehr rekordverdächtig. Am 03. wurde ein Tageshöchstwert von 24,1 °C verzeichnet – so warm war es um diese Jahreszeit zuletzt vor drei Jahren (02.04.2011 mit 23,9 °C). Der Rekordwert der ersten April-Dekade wurde vor fünf Jahren gemessen (25,4 °C am 10.04.2009). Seit Freitag (04.) zeigt sich eine konturlose Wolkenschicht, die von herangeführtem Saharastaub herrührt. Die staubige Luft bietet ideale Kondensationskeime, an denen sich eine Altostratus-Schicht ausbilden kann.

In der kommenden Woche kommt es zu einer Wetteränderung: Ab Dienstag (08.) fließen merklich kühlere Luftmassen von Nordwesten ein – vor allem die Nächte werden dann wieder deutlich frischer. Derzeit sieht es jedoch danach aus, dass wir von dringend benötigten ergiebigen Regenfällen weitestgehend verschont bleiben. Die Trockenheit wird sich dann verschärfen, denn seit 15. Februar fielen nur 21,8 L/m².

 

Neuer Rekord für Anfang März: 20,8 °C

Mit einem ausgedehnten Hochdruckgebiet („Helmut“) und einer kräftigen südlichen Strömung gelangten heute (09.) außergewöhnlich wame Luftmassen in den Westen Deutschlands und brachten verbreitet neue Rekorde für die erste März-Dekade (01.-10.). An der Wetterstation Bocholt wurde ein Tageshöchstwert von 20,8 °C gemessen und damit der bisherige absolute Rekord der ersten März-Dekade von 18,8 °C (seit 1945), der erst aus dem Vorjahr stammt, um genau 2,0 K übertroffen. Gleichzeitig war es der früheste Eintrittstermin eines Tages mit einer Höchsttemperatur von mindestens 20 °C.

Am wärmsten war es infolge von Föhn-Effekten in den Regionen nördlich des Rothaargebirges sowie von Eifel und Teutoburger Wald mit 22 bis 24 °C. Die Station Soest (Meteomedia-Messnetz) schaffte unglaubliche 24,4 °C, Lippstadt-Bökenförde (DWD) 23,7 °C. In Bremen (19,5 °C) und Hamburg (20,0 °C) wurden neue Rekorde in den seit 1890 bzw. 1891 bestehenden Klimareihen erreicht.

Markante Luftmassengrenze über Deutschland

DL_TNLD_201401260100Milde Atlantik- kämpft derzeit gegen eiskalte russische Frostluft – eine markante Luftmassen-grenze liegt quer über Deutschland. Während die Temperatur am heutigen Sonntag (26.) in Bocholt nach einem nächtlichen Tiefstwert von 3,0 °C bereits um 7 Uhr bei milden 5,1 °C lag und damit eine der höchsten Messwerte der Bundesrepublik darstellt, herrscht nur etwa 80 km nordöstlich von uns Winter. Am Flughafen Münster/Osnabrück kamen in der Nacht 3 cm Schnee zusammen, aus Mettingen werden 4 cm gemeldet. Dazu herrscht leichter bis mäßiger Frost. Nordöstlich einer Linie von Bremerhaven über Hannover und Erfurt bis Hof lagen die Tiefstwerte bei unter -10 °C, in Teilen Ostdeutschlands bei -15 bis -18 °C.

In den kommenden Tagen bleibt unsere Region weiterhin vergleichsweise mild – ein Wintereinbruch mit Eis und Schnee ist nicht zu erwarten. In der neuen Woche nimmt die Unbeständigkeit ab und uns erwarten ein paar freundliche, trockene Tage mit leichten Nachfrösten bis -3/-4 °C. Derzeit sieht es alles danach aus, dass sich Richtung kommendes Wochenende – wie so oft in diesem Winter – wieder mildere Atlantikluft durchsetzen kann.

Quelle der Karte: Wetteronline.de

Bocholt heute: Top 3 in Deutschland

201401-02Strahlender Sonnenschein, leichter Südostwind und damit Föhneffekte vom Rothaargebirge: Am heutigen Samstag (18.) war Bocholt mit einem Tageshöchstwert von 11,6 °C in der Top 3 der wärmsten Orte von ganz Deutschland. Im offiziellen DWD-Messnetz erreichten lediglich die Stationen Garmisch-Partenkirchen mit 12,4 °C und Waltrop (Ruhrgebiet, Kreis Recklinghausen) mit 11,7 °C noch etwas höhere Temperaturen.

Die sehr milde Witterung geht damit aber zu Ende, denn in den kommenden Tagen fließt von Nordosten kältere Luft heran. Ab Montag (20.) erreichen die Tageshöchstwerte kaum noch 5 °C, nachts ist wieder leichter Frost möglich. Dazu wird es nass. Ein richtiger Wintereinbruch mit Dauerfrost und Schnee ist aber nicht in Aussicht.

Fast rekordmilde erste Januar-Dekade

Die erste Januar-Dekade 2014 (01.-10.01.) geht als ein äußerst milder Witterungsabschnitt in die Klimastatistik ein: Die mittlere Temperatur der ersten zehn Tage des Jahres 2014 berechnet sich zu 8,3 Grad Celsius (°C), das sind 5,5 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert (1981-2010) für den Gesamtmonat Januar (2,8 °C). Ein neuer Rekord wurde jedoch nicht aufgestellt: Die erste Januar-Dekade 2007 brachte es auf 8,5 °C.

Ursache für die sehr milde Witterung war eine kräftige Südwest- oder Westströmung, die atlantische Luftmassen nach Deutschland beförderte. Am mildesten war es am 6. Januar, als das Thermometer auf 13,8 °C stieg. Auch der absolute Temperaturrekord von 14,8 °C (10.05.2005) wurde verfehlt.

Mittlerweile hat sich die Westströmung abgeschwächt, sodass nun kältere Luftmassen aus Nordosten einfließen können. Die Temperaturen erreichen in den kommenden Tagen nur noch Werte um 5 °C, nachts ist leichter Frost möglich. Ein richtiger Wintereinbruch mit Dauerfrost und Schnee ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.