Weihnachten 2016: Mild, regnerisch und windig

Das Weihnachtsfest 2016 steht vor der Tür! Nachdem eine „Weiße Weihnacht“ schon vor rund einer Woche abgeschrieben werden konnte (musste?), stellt sich jetzt die Frage, wie sich die Wetterlage während der Festtage im Detail gestaltet.

Pünktlich zu den Weihnachtstagen nimmt der Tiefdruckeinfluss an Fahrt auf. Bereits in der kommenden Nacht (vom 23. auf den 24.) nähert sich ein Sturmtief, das jedoch nördlich an Deutschland vorbeizieht. Insbesondere in den nördlichen Bundesländern und an den Küsten wird es am morgigen Heiligabend stürmisch. Auch in der Region nimmt der Wind in der kommenden Nacht zu, bleibt aber voraussichtlich unter Sturmstärke. Morgen tagsüber zunächst viele Wolken und morgens noch etwas Regen und frischer Wind. Im Tagesverlauf dann trocken, nachlassender Wind und am Nachmittag kurze sonnige Phasen. Temperaturen um 8 °C. Am späten Abend zieht wieder neuer Regen auf, dabei erneut zunehmender Wind. Am 25. ganztägig bedeckt, zeitweise Regen und frischer Wind. Bis zum späten Nachmittag Temperaturanstieg auf milde 12 °C. Am 26. ebenfalls viele Wolken und zeitweise Regen, wieder etwas kühler.

Nach dem Feiertagen stellt sich voraussichtlich kurzzeitig Hochdruckwetter mit etwas niedrigeren Temperaturen ein. Eine winterliche Phase mit mäßigem Frost und/oder Schnee ist allerdings nicht in Sicht.

 

Niederschlagsrekorde in den Reihen Hamminkeln, Xanten, Wesel, Geldern

Die größte Niederschlagssumme bei den Unwettern am 1. Juni wurde an der DWD-Niederschlagsstation Hamminkeln-Mühlenrott (siehe Foto) aufgestellt: Extreme 120,3 Liter pro Quadratmeter (L/m² = mm) wurden hier im offiziellen Messzeitraum (01., 8 Uhr, bis 02., 8 Uhr) gemessen. Damit wurde die bisher größte Tagesniederschlagssumme von 69,5 mm, aufgestellt am 29.07.2005, beinahe verdoppelt! Auch an den umliegenden Niederschlags- und Klimastationen wurden vielfach neue Tagesniederschlagsrekorde aufgestellt. Hier eine Zusammenstellung:

DWD_Hamminkeln_Muehlenrott_Station_nach_SO120,3 mm in Hamminkeln-Mühlenrott (Reihe seit 1931)
alter Rekord: 69,5 mm am 29.07.2005

111,1 mm in Xanten (Reihe seit 1951)
alter Rekord: 68,9 mm am 30.08.1968

97,5 mm in Wesel-Flüren (Reihe seit 1951)
alter Rekord: 69,2 mm am 14.08.1954

88,7 mm in Geldern-Walbeck (Reihe seit 1941)
alter Rekord: 72,2 mm am 29.07.2005

77,4 mm in Borken (Reihe seit 1941)
Rekord von 78,8 mm am 30.08.1968 nur knapp verfehlt

Mild, milder, Dezember 2015?

Die erste Dezember-Dekade (01.12.-10.12.) erreichte eine mittlere Temperatur von 8,9 °C, das sind fast 5 Grad über dem langjährigen Mittelwert 1981-2010 (4,2 °C). Auch für die zweite Dekade ist nicht mit einem Wintereinbruch oder selbst Frost zu rechnen. Im Laufe der kommenden Woche bewegen wir uns wieder deutlich über der 10 °C-Marke, am Donnerstag (17.) ist sogar mit rund 15 °C zu rechnen! Damit ist der Monat auf gutem Wege zu einem Platz in der Rekordreihe, die derzeit noch vom Dezember 1974 mit 7,3 °C angeführt wird.

Angesichts der aktuellen Wettermodelle, die weiterhin auf mild bis sehr mild stehen, sollten wir uns für ein weißes Weihnachtsfest keine allzu großen Hoffnungen mehr machen.

Neue Strahlungsschutzhütte im Einsatz

20150510_1Zu einer einschneidenden Veränderung in der Historie der privaten Wetterstation Bocholt kam es am heutigen Sonntag: Die große hölzerne Wetterhütte, die sogenannte „Englische Hütte“, die fast zehn Jahre das Rückgrat der Messtechnik bildete, wurde abgebaut und ausgemustert. Seit 2006 wurden die Messungen von Lufttemperatur und Luftfeuchte in ihr durchgeführt. Doch im Laufe des Jahres zeichnete sich ab, dass sowohl aus zeitlichen Gründen als auch aufgrund der fortschreitenden Automatisierung der meteorologischen Datengewinnung, der sich auch die private Wetterstation Bocholt nicht entziehen kann, eine Weiterführung der konventionellen Kontrollmessungen nicht möglich ist.

20150830_1Anschließend wurde die neue Strahlungsschutzhütte installiert. Zum Einsatz kommt zukünftig – wie auch im offiziellen Messnetz des Deutschen Wetterdienst (DWD) – die Lamellenschutzhütte „LAM630“ der Firma Eigenbrodt Umweltmesstechnik. Diese kleine Wetterhütte besteht aus Kunststofflamellen und wird mit einem Lüfter künstlich ventiliert, um einem möglichen Wärmestau entgegenzuwirken. Zudem weist diese moderne Hütte eine erheblich schnellere Ansprechzeit (geringere Trägheit) auf als das vorherige Modell und reagiert somit empfindlicher auf Temperaturschwankungen. Weiterhin wird die Vergleichbarkeit der Bocholter Messdaten mit den Daten des DWD optimiert. In der neuen Hütte befinden sich zwei elektronische Sensoren, die minütlich Lufttemperatur und relative Luftfeuchte erfassen und die zuvor bereits in der Englischen Hütte eingesetzt wurden.

Unwettergefahr: Morgen (Samstag, 25.07.) schwere Sturmböen möglich!

20150725_12UTC_Tief_GFSAusgangs der kommenden Nacht auf Samstag (25.07.2015) zieht ein kräftiges Tiefdruckgebiet über die nördlichen Niederlande Richtung Deutsche Bucht. Dabei kommt es zu einer starken Windzunahme. Am morgigen Samstag sind insbesondere in Regenschauern und Gewittern schwere Sturmböen von 90-100 km/h (Stärke 10), evtl. sogar über 100 km/h (Stärke 11) möglich!

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD)!
Warnlagebericht für Nordrhein-Westfalen
Warnungen für den Kreis Borken

Spitzenböen vom heutigen Samstag, 25.07.2015:
DWD-Station Ahaus: 83 km/h
DWD-Station Münster/Osnabrück: 94 km/h

Sonnenfinsternis zeigt sich im Temperaturverlauf

Große Enttäuschung in der Region: Bei der partiellen Sonnenfinsternis, zu der es heute (20.03.2015) Vormittag über Deutschland kam, stocherte das Münsterland sprichwörtlich im Nebel – in der Nacht bildete sich aufgrund der hohen Luftfeuchte in der derzeit herrschenden Luftmasse Hochnebel und leichter Bodennebel, der sich nur zögerlich auflöste. Erst am Nachmittag zeigten sich erste Sonnenstrahlen.

An der Wetterstation Bocholt war die Sonnenfinsternis aber dennoch sichtbar – zumindest in Form von Messwerten. Während die normale Lufttemperatur in 2 m Höhe (nach einem morgendlichen Tiefstwert von 0,5 °C) im unten abgegebenen Zeitraum von 9.00 bis 12.00 Uhr MEZ ziemlich konstant bei rund 1 °C verharrte, zeigte die stark durch die direkte Strahlung beeinflusste Lufttemperatur in 5 cm über dem Erdboden ab Beginn der Verdunklung gegen 09.38 Uhr einen klaren Abwärtstrend von 2,6 °C auf 1,3 °C zwischen 10.35 und 10.50 Uhr, dem Zeitraum der größten Abdeckung der Sonne durch den Mond (siehe Grafik). Ab 11.00 Uhr stieg die Temperatur schließlich wieder leicht an.

Normalerweise kommt es zu dieser Zeit zu einem massiven Anstieg um mehrere Grad (auch bei solchem Hochnebelwetter), bedingt durch die zunehmende Strahlung. Dies deutet der kurze Anstieg gegen 9.30 Uhr bereits an.

2015_03_20_SoFi

Ab Mittwoch wieder sonnig

Ab dem morgigen Mittwoch (11.) erwartet uns nach Frühnebel (oder auch nicht, schwer vorhersagbar) wieder viel Sonnenschein und kaum Wolken, dabei bleibt es trocken. Die kühlen Modellprognosen haben sich durchgesetzt: In den Nächten (bereits in der kommenden Nacht) leichter Frost um -2 °C, tagsüber rund 12 °C. Damit bleibt es ein ganzes Stück frischer als am Frühlings-Sonntag (18,1 °C).

Vorfrühlingshafter Freitag

Am heutigen Donnerstag (12.) hatte es die schwache Februar-Sonne noch ziemlich schwer, die hochnebelartige Bewölkung aus der Nacht wegzuheizen.Doch für den morgigen Freitag (13.) sieht es besser aus: Uns erwartet nämlich mehr Wind, der auf Süd bis Südost dreht (Sauerland-Föhn), und dieser wird den Hochnebel aller Voraussicht nach rasch auflösen. Wenn es so nach Fahrplan läuft, sollten, wir sind optimistisch, milde 12 °C drin sein!

Silvesternacht mit hohem Nebelrisiko

Die  Wetterprognose für die Nacht auf den 01.01.2015 könnte besser sein: Zwar bleibt es ab den Nachmittagsstunden des Silvestertages trocken, aber aufgrund der Niederschläge und der fehlenden Durchmischung besteht ein sehr hohes Nebelrisiko. In den Morgenstunden des 01. ist außerdem leichter Frost möglich.

Nebel zum Jahreswechsel ist aber nicht ungewöhnlich, da durch den Feuerwerksrauch viele sogenannte Kondensationskeime in die Luft getragen werden, an denen Wasserdampf kondensieren kann. So gab es zum Jahreswechsel 2007/2008 extrem dichten Nebel mit Sichtweiten von zeitweise unter 20 m. Auch 2010/2011 herrschte über einer tauenden Schneedecke teils dichter Nebel.

Umgestaltung der Internetseite

Liebe Besucherinnen und Besucher von bocholtwetter.de!

Wie Ihnen sicherlich schon aufgefallen ist, wurde die Seite in den vergangenen Tagen neu aufgesetzt. Die neue Webseite basiert auf einer modernen Blogstruktur, was nicht nur die Administration wesentlich vereinfacht, sondern auch eine Kommentierung der Beiträge ermöglicht. Die neuen Seiten sind außerdem einfacher mit mobilen Endgeräten abrufbar. Allerdings sind noch nicht alle Inhalte eingefügt, was sich aber in den kommenden Tagen ändern wird.