Unwetter-Vorwarnung vor schweren Sturm-, evtl. orkanartigen Böen

Am heutigen Donnerstag (23.02.) zieht ein Sturmtief von Großbritannien her über die Nordsee Richtung Baltikum. In weiten Teilen Nord- und Mitteldeutschlands besteht ab dem Nachmittag die Gefahr schwerer Sturmböen bis 100 km/h, evtl. auch darüber. Der Deutsche Wetterdienst hat dementsprechend eine Vorwarnung zur Unwetterwarnung (gültig ab 15 Uhr) herausgegeben.

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst!
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Vorfrühling im Februar

Das vorfrühlingshafte Wetter gipfelte am heutigen Mittwoch nach frostigem Morgen mit -1,2 °C in einem Tageshöchstwert von 15,1 °C. Damit wurde zum ersten Mal in diesem Jahr die 15-°C-Marke erreicht. Gleichzeitig war es auch der mildeste Tag einer zweiten Februar-Dekade (11.-20. Februar) seit 9 Jahren: Über 15 °C in diesem Zeitraum wurden zuletzt am 11.02.2008 mit 15,9 °C verzeichnet. Der Rekord liegt bei 17,0 °C und stammt vom 20.02.1990 (DWD-Station Bocholt-Liedern).

Das sonnige Vorfrühlingswetter geht aber vorerst zu Ende. Ab morgen dominieren wieder die Wolken, in der Nacht auf Freitag ist etwas Regen möglich. Es bleibt aber vorerst mild mit Tageshöchstwerten zwischen 8 und 12 °C, auch in der Früh bleibt es in den nächsten Tagen frostfrei. Ein Wintereinbruch ist auch mittelfristig eher unwahrscheinlich.

Winterwetter endet mit Glatteis

Die erste Woche des Jahres 2017 zeigte sich winterlich. In von Osten her eingeflossener kontinentaler Kaltluft gingen die Werte am gestrigen Freitag (06.) in den Frühstunden bis auf -6,6 °C zurück, ehe tagsüber ein Höchstwert von nur -0,9 °C erreicht wurde. Damit gab es den bisher kältesten Tag sowie ersten Eistag des Winters 2016/2017. In der vergangenen Nacht zogen von Nordwesten leichte Schneefälle heran, am Samstagnachmittag folgte gefrierender Sprühregen. Bis zum Abend stieg die Lufttemperatur zwar um den Gefrierpunkt an, doch die Böden sind vielfach noch gefroren. Auf ungestreuten Straßen in Wohngebieten bildete sich durch die flüssigen Niederschläge somit eine Eisschicht auf den festgefahrenen Schnee: Glatteis.

Am morgigen Sonntag (08.) steigt die Temperatur weiter an auf Werte um 5 °C. Damit ist die Glatteisgefahr gebannt und die winterliche Periode vorerst vorbei. Auch in den kommenden Nächten bleibt es zunächst frostfrei.

Jahresrückblick 2016: Unwetter im Juni, Hitze im September

Das Jahr 2016 ist zu Ende gegangen und es ist wieder an der Zeit, anhand der Messwerte der privaten Wetterstation Bocholt eine Bilanz zu ziehen.

Insgesamt war das Jahr recht warm und nass. Mit einer Mitteltemperatur von 11,0 °C wurde der langjährige Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010 um ein halbes Grad überschritten. Damit ist es das dritte warme Jahr in Folge. Sechs Monate waren wärmer als im Mittel (an der Spitze der September mit +3,3 K), vier Monate kälter, zwei durchschnittlich temperiert. Die Niederschlagsmenge summiert sich auf 958,7 L/m², ein Plus von 18 %. Beim Blick auf die Monatssummen ragt der Juni heraus, der es auf das Dreifache des Durchschnittswerts brachte, während der September nur ein Fünftel aufwies.

Ein Rückblick auf die Witterung in Jahresverlauf:

Der Januar begann nach dem extrem warmen Dezember 2015 recht mild, wenn auch das teils extreme Temperaturniveau des Vormonats nicht mehr erreicht wurde. Zu Beginn der zweiten Monatshälfte floss aus Nordosten kältere Luft heran. In der Folge gab es mäßige Fröste; am 19. wurden -7,1 °C (Jahres-Tiefstwert) und ein Eistag registriert. Am 17. lag eine geringe Schneedecke (1 cm). In  der letzten Monatsdekade strömte sehr milde Luft aus Südwesten in die Region, am 25. wurden 14,1 °C gemessen und damit ein neuer Rekordwerte für die dritte Januar-Dekade (bisher 13,5 °C am 28.01.2002). Dazu kam es zu ergiebigen Regenfällen. Insgesamt fiel der Januar mild und regenreich aus.

Im Februar setzte sich die milde, nasse Witterung mit vielen Atlantiktiefs zunächst fort. Der Rosenmonatszug am 8. musste in Folge einer Sturmwarnung abgesagt werden. In der zweiten Monatshälfte gingen die Temperaturen zurück und es kam häufig zu Nachtfrösten. Erneut mild und regenreich.

Der März fiel kälter aus als im langjährigen Mittel. Vor allem in der ersten Monatshälfte blieb es frostig, tagsüber verhaarten die Temperaturen meist noch im einstelligen Bereich. Richtung Monatsende stiegen die Werte zwar an, doch ein frühlingshaftes Niveau mit über 20 °C wurde erst Anfang April erreicht (am 03. bis 21,0 °C). Dieser Monat wurde im vergangenen Jahr seinem Namen allerdings gerecht, denn zum Monatsende stellte sich eine Nordwestlage mit häufigen Graupelschauern und kurzen Gewittern ein. Nachts kam es wiederholt zu leichten Bodenfrösten. Insgesamt fiel auch der April leicht kühler aus als im Mittel.

Auch der Mai wurde seinem Namen gerecht – als Wonnemonat: In der ersten Monatshälfte herrschte eine achttägige Hochdruckphase mit sonnigem Wetter und frühsommerlichen Höchstwerten bis 28,0 °C (07.). Trotz einer sich anschließenden längeren unbeständigen Witterungsperiode fiel der Mai am Ende recht warm aus.

Ein herausragender Monat war der Juni. In fast durchweg vorherrschender feuchtwarmer Luft kam es zu zahlreichen Regenschauern und Gewittern, die örtlich als Unwetter niedergingen und große Überflutungen zur Folge hatten. So zogen am 1. mehrere Gewitter mit ergiebigen Regenfällen durch die Region mit einem Schwerpunkt im Raum Hamminkeln/Xanten. Dort wurden 24-stündige Niederschlagsmengen von 120,3 L/m² (Hamminkeln-Mühlenrott) bzw. 111,1 L/m² (Xanten) registriert. Dreieinhalb Wochen später gab es eine erneute Unwetterlage: Am späten Abend des 23. (nach einem Tageshöchstwert von 33,0 °C) zogen schwere Gewitter von Südwesten her über die Region hinweg. Diesmal war der Raum Borken (Regenmengen bis 100 L/m²) am stärksten betroffen. An der Station Bocholt wurde mit 70,5 L/m² der höchste Tageswert seit 28.08.1996 und mit 213,8 L/m² der höchste Monatswert seit Beginn der Aufzeichnungen 1901 verzeichnet. Neben 9 Gewittertagen wies der Juni 9 Tage mit mindestens 10 L/m² auf.

Im Juli blieb die Gewitterneigung bestehen. Als am 20. Juli mit 35,0 °C die höchste Temperatur des Jahres verzeichnet wurde, brachten Gewitter am frühen Abend einen Temperatursturz. In dem Folgetagen lag eine subtropisch anmutende, feuchtwarme Luftmasse über der Region, in der sich weitere Schauer und Gewitter bildeten. Bei einer durchschnittlichen Temperaturbilanz wurde auch im Juli ein Niederschlagsüberschuss gemessen.

Der August begann recht kühl und nass. Im ersten Monatsdrittel wurde die 20 °C-Marke häufiger nicht erreicht, dafür kamen mit Schauern wieder größere Regenmengen zusammen. Nach dem Ende der Sommerferien in der letzten Monatsdekade, als der Sommer schon fast abgeschrieben wurde, stellte sich warmes, trockenes Hochdruckwetter mit bis zu 33,4 °C (25.) ein. Damit fiel der Monat sowohl von der Temperatur als auch vom Niederschlag her noch durchschnittlich aus.

Als wahrer Sommermonat 2016 kann der September gelten: Das stabile Sommerwetter von Ende August setzte sich fort und bescherte viele warme, sonnige Tage. Zur Monatsmitte kam es zu einer Hitzewelle: Vom 12. bis 15. September wurden vier heiße Tage in Folge verzeichnet mit Spitzenwerten bis 33,0 °C (13.) – dieser Tag geht als der wärmste Septembertag seit Beginn der Aufzeichungen in die Bocholter Statistik ein (zuvor 32,2 °C, 05.09.1949). An insgesamt sechs Niederschlagstagen fielen nur 14,4 L/m² – ein Fünftel des Durchschnittswerts.

Im Oktober gingen die Temperaturen wieder rasch auf jahreszeitenübliches Niveau zurück. Der Monat war insgesamt recht kalt, trocken und sonnenscheinarm. Der November zeigte sich ebenfalls recht kalt, aber regenreich. In der ersten und zweiten Monatsdekade kam es unter Tiefdruckeinfluss fast täglich zu Regenfällen. Zum Monatsende herrschte eine winterliche Witterungsphase mit mäßigen Frösten bis -5,9 °C (29.).

Der letzte Monat des Jahres, der Dezember, brachte wiederum längere Hochdruckwetterphasen und viele recht sonnige Tage. Am Anfang und Ende des Monats kam es zu leichten Nachtfrösten, ansonsten war es recht mild. Unterm Strich war der Monat recht mild, trocken und sonnenscheinreich.

Weihnachten 2016: Mild, regnerisch und windig

Das Weihnachtsfest 2016 steht vor der Tür! Nachdem eine „Weiße Weihnacht“ schon vor rund einer Woche abgeschrieben werden konnte (musste?), stellt sich jetzt die Frage, wie sich die Wetterlage während der Festtage im Detail gestaltet.

Pünktlich zu den Weihnachtstagen nimmt der Tiefdruckeinfluss an Fahrt auf. Bereits in der kommenden Nacht (vom 23. auf den 24.) nähert sich ein Sturmtief, das jedoch nördlich an Deutschland vorbeizieht. Insbesondere in den nördlichen Bundesländern und an den Küsten wird es am morgigen Heiligabend stürmisch. Auch in der Region nimmt der Wind in der kommenden Nacht zu, bleibt aber voraussichtlich unter Sturmstärke. Morgen tagsüber zunächst viele Wolken und morgens noch etwas Regen und frischer Wind. Im Tagesverlauf dann trocken, nachlassender Wind und am Nachmittag kurze sonnige Phasen. Temperaturen um 8 °C. Am späten Abend zieht wieder neuer Regen auf, dabei erneut zunehmender Wind. Am 25. ganztägig bedeckt, zeitweise Regen und frischer Wind. Bis zum späten Nachmittag Temperaturanstieg auf milde 12 °C. Am 26. ebenfalls viele Wolken und zeitweise Regen, wieder etwas kühler.

Nach dem Feiertagen stellt sich voraussichtlich kurzzeitig Hochdruckwetter mit etwas niedrigeren Temperaturen ein. Eine winterliche Phase mit mäßigem Frost und/oder Schnee ist allerdings nicht in Sicht.

 

Rückblick Oktober 2016: Kühler und sonnenarmer Oktober

Ein außergewöhnlich starkes Hochdruckgebiet blockiert im Oktober 2016 die Zugbahn atlantischer Tiefdruckgebiete nach Osteuropa. Diese bleiben so meist über West- oder Mitteleuropa hängen. Während des ganzen Monats kann damit, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wolkenreiche und meist kühle Luft einfließen. Unter dem Strich fällt der Oktober dadurch recht kalt und sehr sonnenscheinarm aus.

Auf den drittwärmsten September in der Bocholter Klimareihe folgt ein der kälteste Oktober seit 2003: Der Oktober 2016 verfehlt mit einer Monatsmitteltemperatur von 9,7 Grad Celsius (°C) den langjährige Mittelwert 1981-2010 um immerhin 1,1 Kelvin (K). Besonders beachtlich ist, dass es gegenüber der zum Teil immer noch gebräuchlichen Referenzperiode 1961-1990 sogar erst der erste Monat des Jahres 2016 mit einem Temperaturminus ist. Bemerkenswert ist ferner die ausgesprochen große Temperaturdifferenz September / Oktober 2016 mit 8,4 K (Mittelwert: 4 K).

Die Ursache für das Temperaturminus ist das Ausbleiben letzter warmer Frühherbsttage. Der Übergang vom warmen Altweibersommerwetter in ungemütlich kühles Herbstwetter verläuft innerhalb weniger Tage Anfang Oktober. Nachdem in den ersten Oktobertagen noch milde Tageshöchstwerte um 18-19 °C gemessen werden, fällt die Temperaturkurve ab dem 5. unter den langjährigen Vergleichswert. Lediglich am 16. (übrigens Kirmessonntag) wird mit 19,8 °C, dem höchsten Oktoberwert, nochmals der Mittelwert erreicht.

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Tiefdruckgebiet mit ergebigen Regenfällen

20130916_1Ein Tiefdruckgebiet, das am gestrigen Mittwoch (19.) von der Nordsee her kommend auf seinem Weg Richtung Südost über Nordwestdeutschland zog, brachte im Münsterland, Ostwestfalen und angrenzenden Teilen Niedersachsens längere und ergiebige Regenfälle. An der privaten Station in Bocholt kamen 24-stündig bis heute (20.) Früh, 8 Uhr, 29,9 Liter Regen pro Quadratmeter (L/m²) zusammen. Die 48-stündige Gesamtsumme von Dienstag- bis Donnerstagmittag (14 Uhr) beläuft sich auf satte 42,1 L/m².

In den nächsten Tagen wird es zwar nicht mehr ganz so regnerisch, doch wolkenreich. Aufgrund der fortschrittenen Jahreszeit nimmt auch die Hochnebelwahrscheinlichkeit bei Hochdruckeinfluss wieder zu. Es bleibt auch für die Jahreszeit gesehen recht kühl, die Temperaturen schaffen es tagsüber nur noch wenig über die 10-°C-Marke. Der Oktober ist auf gutem Weg, mit einem Temperaturminus im Vergleich zum langjährigen Mittel abzuschneiden. Luftfrost ist in den nächsten Tagen allerdings noch nicht zu erwarten.

Kirmeswetter 2016: Sonniger Sonntag erwartet

Das sonnige, warme bzw. milde Spätsommer- bis Frühherbstwetter ist in diesem Jahr Geschichte, in den letzten Tagen hat es sich markant angekühlt mit ersten lokalen Boden- und teilweise Luftfrösten. Allerdings muss man unterstreichen, dass die Temperaturen der letzten Tage völlig der mittlerweile fortgeschrittenen Jahreszeit entsprechen. Die Frage, um die es heute geht, ist: Wie wird das Kirmeswetter 2016? (Für Interessierte: So war es im letzten Jahr!)

201411-04Am Freitag (14.) erwartet uns ein Mix aus Sonnenschein, vielen Wolken und einem mäßigen Ostwind, wobei die Sonnenanteile im Vergleich zu heute etwas zu- und der kalte Wind abnehmen dürften. Höchstwerte 13-14 °C. Im Laufe des Abends nimmt die Bewölkung zu und in den späten Abendstunden bzw. der ersten Nachthälfte ist leichter Regen möglich. Der Samstag (15.) startet mit etwas Regen, der in der ersten Tageshälfte abzieht. Anschließend erst noch stark bewölkt, am Nachmittag Auflockerungen und mehr Chancen auf Sonnenschein. Maximal 15 °C. Der beste Tag für den Kirmesbesuch wird voraussichtlich der Sonntag (16.): Nach einem kühlen Morgen sieht es heute nach einem sehr sonnigen Tag bei milden 19 °C aus. Für Montag (17.) wieder mehr Wolken, aber noch mild.

Markante Abkühlung: Erste lokale Fröste und kalte Tage

Der Herbst ist gekommen: Nach genau 165 Tagen blieb das Thermometer an der privaten Wetterstation Bocholt am gestrigen Mittwoch (12.) im einstelligen Temperaturbereich. Am Nachmittag wurde ein Höchstwert von 9,9 °C gemessen und damit der erste „kalte Tag“ der Saison registriert. Der letzte kalte Tag war der 30. April mit 9,8 °C. Bereits am Montag (10). und Dienstag (11.) hatte es sich mit Nebelbildung deutlich abgekühlt mit Werten um 2-3 °C in den Frühstunden.

Während es an der städtische gelegenen Station auch in Bodennähe noch knapp frostfrei blieb, gab es im Außenbereich den ersten Bodenfrost, im Münsterland gebietsweise auch den ersten Luftfrost, wie zum Beispiel in Borken (-0,3 °C) und Ahaus (-0,1 °C).

Rückblick September 2016: Ein sehr warmer, trockener und sonniger Sommermonat

Im September 2016 hält anhaltender Hochdruckeinfluss atlantische Tiefdruckgebiete weitgehend von Mitteleuropa fern und sorgt in Deutschland für einen extrem warmen, sehr trockenen und sonnenscheinreichen Monat, der die vorangegangenen teils sehr verregneten Sommermonate in den Schatten stellt.

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 18,1 Grad Celsius (°C) fällt der September 2016 um 3,3 Grad wärmer aus als im langjährigen Mittel der Referenzperiode 1981-2010. Der Monat ist damit der drittwärmste September in der Bocholter Klimareihe (seit 1946) – nach 2006 (18,7 °C) und 1999 (18,3 °C). Außerdem ist es der erste Monat in diesem Jahr mit einer markanten positiven Temperaturabweichung.

Die erste Monatshälfte verläuft sommerlich. Vom 12. bis zum 15. kommt es zu einer markanten Hitzewelle in weiten Teilen Deutschlands, die in Bocholt für 4 heiße Tage und einen neuen Septemberrekord von 33,0 °C (13.) sorgt. Die Tagesmitteltemperaturen erreichen um 25 °C – damit ist es über 10 Grad wärmer als im langjährigen Mittel zu dieser Jahreszeit. Ab dem 16. kommt es zu einem markanten Temperatursturz auf durchschnittliches Niveau. In der letzten Monatsdekade wird die 25 °C-Marke nochmals (25.) erreicht, sodass am Ende 9 Sommertage registriert werden (1999: 11 Tage und 2006: 10 Sommertage). In gesamtem September wird die 20 °C-Marke wird nur zwei Tagen (20. und 30.) verfehlt – im kühlen September 2015 war dies an 25 Tagen der Fall.

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Durch das fortdauernde Hochdruckwetter bleibt der September 2016 im Gegensatz zu den Vormonaten sehr trocken. Es werden nur 14,4 Liter pro Quadratmeter (L/m²) gemessen – nur 20 % des langjährigen Mittels der Referenzperiode 1981-2010. Der September ist damit nach 1959, 2006 und 1969 der vierttrockenste in der Bocholter Niederschlagsreihe (seit 1901) und der trockenste seit 2006 (6,6 L/m²).

Der überwiegende Teil der Niederschlagssumme kommt in der Nacht vom 15. auf den 16. zu Stande, als eine Gewitterfront von Süden her die Region überquert und kurzzeitigen Starkregen verursacht. Ansonsten sind die Tagesniederschlagssummen nicht der Rede wert. In die Klimastatistik gehen nur 6 Niederschlagstage (mindestens 0,1 L/m²) ein – selbst 2006 waren es 8 Niederschlagstage.

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