Rückblick Juli 2016: Durchschnittlich warm, aber sehr nass

Im Juli 2016 befanden wir uns abwechselnd unter dem Einfluss von Hoch- und Tiefdruckgebieten. In der ersten Monatshäfte wurde die Region immer wieder von schwachen Tiefausläufern gestreift. Ab der Monatsmitte sorgte ein Hoch für hochsommerliche Temperaturen. Zu Beginn der letzten Dekade führten schwache Luftdruckgegensätze zu tropisch anmutenden Verhältnissen mit Schwüle und häufigen Regenschauern und Gewittern.

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 19,2 Grad Celsius (°C) liegt der Juli 2016 um 0,3 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert 1981-2010 und ist damit als durchschnittlich warm zu bezeichnen. In der ersten Monatsdekade verläuft die Temperaturkurve längere Zeit unter dem langjährigen Durchschnittswert, doch nur am 2. und 3. wird die 20-°C-Marke verfehlt. Am 7. wird der Monatstiefstwert von 9,5 °C registriert. Zum Ende der ersten Dekade gibt es eine leichte Aufwärtstendenz, und am 10. erreicht das Thermometer mit Zufuhr warmer Luft an der Vorderseite eines Tiefs einen Tageshöchstwert von 30,1 °C. Mit Beginn der zweiten Dekade geht die Temperatur bereits wieder merklich zurück.

Erst in der zweiten Monatshälfte stellt sich mit zunehmendem Hochdruckeinfluss eine etwas stabilere (hoch-)sommerliche Witterungsphase ein. Ab dem 18. werden täglich Sommertage (ab 25 °C) verzeichnet, am 20. schließlich das Monatsmaximum mit hochsommerlichen 35,0 °C. Bis zum 26. bleibt es bei Sommertemperaturen, dabei ist es oft recht schwül. Zum Monatsende gehen die Temperaturen mit Zufuhr kühler atlantischer Luftmassen wieder zurück. Mit insgesamt 10 Sommertagen und 3 heißen Tagen liegt der Juli in etwa im Bereich des langjährigen Mittels (11 Sommertage und 3 heiße Tage). Auffällig ist, dass nur an 2 Tagen die 20-°C-Marke nicht erreicht wurde, denn im Mittel ist das an ca. 6 Tagen der Fall.

Monatsdiagramm_201607-01

Insgesamt fallen im Juli 97,8 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²), das ist rund ein  Drittel mehr als im langjährigen Mittel 1981-2010 (73 L/m²). In den ersten drei Monatstagen kommen mit häufigen Regenschauern und Gewittern bereits 24 L/m² zusammen, ehe in der ersten Monatshälfte die Niederschlagsneigung spürbar nachlässt. So gibt es Mitte Juli erstmals seit Mitte Mai wieder mehr als drei trockene Tage hintereinander. Ab dem 20. fließen feuchtwarme, schwüle Luftmassen heran, in denen es häufig zu lokalen Regenschauern und Gewittern kommt. Am 22. kommen durch Gewitter 20,9 L/m² zusammen, am 23. mit Regenschauern 11,6 L/m². Zum Monatsende wird die schwüle Luft durch feuchtkühle atlantische Luftmassen ersetzt, die ebenfalls Schauer und Gewitter bringen.

Da der Niederschlag ausschließlich in Form von Schauern und Gewittern zu Stande kam, nimmt der Raum Bocholt mit nahe 100 L/m² allerdings einen Spitzenplatz in der Region ein. An vielen Orten ist die Niederschlagsbilanz durchschnittlich, im nördlichen Ruhrgebiet ist der Monat sogar erheblich zu trocken verlaufen (z. B.: DWD-Station Dusburg-Baerl nur 16,8 L/m²).

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