Dezember 2015 auf dem Weg zum absoluten Rekordmonat

Bereits eine Woche vor dem Jahreswechsel deutet sich an, dass der Dezember 2015 auf gutem Wege zum absoluten Rekordmonat ist. So beträgt die mittlere Lufttemperatur vom 1. bis einschließlich 23. Dezember 9,5 Grad Celsius (°C), das sind 6,0 Grad mehr als im langjährigen Mittel 1981-2010 und 6,3 Grad mehr als im Mittel 1961-1990. Das ist die größte positive Abweichung, die ein Monat gegenüber dem Referenzwert bislang zu Stande gebracht hat – aktueller Rekord sind +5,9 Grad vom Juli 2006 (23,7 °C / Mittel 1961-1990: 17,8 °C). Falls es auch nach Weihnachten noch recht mild bleibt – und danach sieht es aus – könnte also mit dem Dezember 2015 erstmals die +6,0 Grad-Marke bezüglich der Temperaturabweichung überschritten werden.

Dass der aktuelle Dezember klar der wärmste Dezember in der seit 1945 bestehenden Bocholter Klimareihe wird (Rekordhalter ist der Dezember 1974 mit 7,3 °C), ist schon seit Tagen absehbar und kann selbst durch einen überraschenden Wintereinbruch in den letzten Monatstagen nicht mehr verhindert werden. Das angesammelte Wärmeplus ist enorm, gerade die extrem milden Tage seit dem 16. Dezember mit Tiefstwerten über 10 °C haben dazu beigetragen (siehe Monatsdiagramm unten). Darunter ist außerdem ein neuer Dekadenrekord mit 15,3 °C vom 17. Dezember. Alle Dezembertage wichen bislang markant nach oben ab, teilweise um rund 10 Grad! 

Weihnachtswetter 2015: Mild, nass und windig

20151221_01Wir nähern uns Weihnachten 2015 und die alljährliche Frage nach dem Weihnachtswetter tut sich auf – mittlerweile ist eine erste Prognose für die Feiertage möglich:

Zunächst erwartet uns ein recht angenehmes viertes Adventswochenende. Sowohl am heutigen Samstag (19.) als auch am Sonntag (20.12.) zeigt sich häufig die Sonne bei erneut sehr milden Werten bis 14/15 °C. Auch nachts bleiben die Temperaturen zunächst noch zweistellig. Zu Beginn der neuen Woche erwarten uns erste Tiefausläufer, die Regen und Wind mitbringen. Die hohen Temperaturen ändern sich kaum: Tagsüber 12 bis 14 °C, nachts 8 bis 10 °C.

Über die Weihnachtstage bleibt die milde, zeitweise nasse und windige Witterung erhalten, dabei gibt es auch wieder einige sonnige Phasen. Am Heiligabend (24.) sind nachmittags bis zu 13 °C zu erwarten, am 1. Weihnachtstag rund 10 °C und am 2.  Weihnachtstag bis 14 °C. Auch nach Weihnachten ändert sich die Wetterlage nicht wesentlich. Die Zufuhr milder Luftmassen bleibt nach dem Großteil der Modelle auch in der letzten Woche des Jahres bestehen. Ein Wintereinbruch ist weiterhin nicht in Sicht.
        

Mild, milder, Dezember 2015?

Die erste Dezember-Dekade (01.12.-10.12.) erreichte eine mittlere Temperatur von 8,9 °C, das sind fast 5 Grad über dem langjährigen Mittelwert 1981-2010 (4,2 °C). Auch für die zweite Dekade ist nicht mit einem Wintereinbruch oder selbst Frost zu rechnen. Im Laufe der kommenden Woche bewegen wir uns wieder deutlich über der 10 °C-Marke, am Donnerstag (17.) ist sogar mit rund 15 °C zu rechnen! Damit ist der Monat auf gutem Wege zu einem Platz in der Rekordreihe, die derzeit noch vom Dezember 1974 mit 7,3 °C angeführt wird.

Angesichts der aktuellen Wettermodelle, die weiterhin auf mild bis sehr mild stehen, sollten wir uns für ein weißes Weihnachtsfest keine allzu großen Hoffnungen mehr machen.

Wärmste 1. November-Dekade seit Aufzeichnungsbeginn

20150830_01Mitte Oktober klopfte schon einmal der Winter an die Tür mit örtlichem Schneeregen und dem kältesten Tag einer zweiten Oktober-Dekade im Münsterland. Doch seitdem bestimmen milde bis sehr milde Luftmassen das Wettergeschehen in Deutschland. Diese Großwetterlage schlägt sich auch in den lokalen Klimastatistiken nieder:

Die erste November-Dekade 2015 (01. bis 10.11.2015) geht mit einer mittleren Temperatur von 12,5 °C als mildeste erste November-Dekade in die Bocholter Klimareihe (seit 1946) ein. Der bisherige Spitzenreiter 2005 (11,4 °C) wurde markant übertroffen. Von den zehn ersten Novembertagen brachten gleich acht Tage Höchstwerte von mindestens 15 °C. Am 07.11.2015 wurden infolge einer kräftigen südwestlichen Strömung sogar 18,4 °C erreicht. Am diesem Tag betrug die Tagesmitteltemperatur 17,0 °C, was ebenfalls einen neuen Rekord darstellt (bisher: 16,5 °C am 01.11.1968). Das Tagesminimum am 07.11.2015 lag bei milden 15,0 °C (01.11.1968: 15,3 °C).

Auch die ersten Tage der zweiten November-Dekade zeigten sich mild. Möglicherweise könnte es nochmals für einen Dekadenrekord reichen (hierzu müssten 10,6 °C von 2009 überboten werden), denn die kommenden Tage gestalten sich weiterhin mild, nass und windig bis stürmisch. Zum kommenden Wochenende (21./22.11.2015) zeigen die jüngsten Wettermodelle einen Abwärtstrend für die Temperatur.

 

Kältester Tag einer zweiten Oktober-Dekade

Der heutige Tag (14.10.2015) geht als kältester Tag einer zweiten Oktober-Dekade (11.-20. Oktober) in die Statistik ein. An der privaten Wetterstation Bocholt wurde ein Tageshöchstwert von nur 4,7 °C erreicht. Der bisherige Negativ-Rekord für Mitte Oktober lag bei 6,6 °C und wurde auf den Tag genau vor 40 Jahren gemessen (13.10.1975; DWD-Station Bocholt-Liedern).

Auch an vielen anderen Stationen im offiziellen DWD-Messnetz gab es heute neue Negativ-Rekorde:

  • Kleve (seit 1948): 4,4 °C – bisher: 6,0 °C am 13.10.1975
  • Duisburg-Baerl (kombinierte Reihe aus Laar, Friemersheim und Baerl seit 1951): 4,7 °C – bisher: 6.7 °C am 14.10.1974
  • Essen (seit 1935): 3,7 °C – bisher: 6,1 °C am 14.10.1974
  • Münster (kombinierte Reihe seit 1891): 4,4 °C – bisher: 5,7 °C am 19.10.1905 (!)
  • Lippspringe, Bad (seit 1951): 4,0 °C – bisher: 5,3 °C am 18.10.1973
  • Salzuflen, Bad (seit 1935): 3,6 °C – bisher 5,0 °C am 13.10.2002

Kirmeswetter 2015: Viele Wolken, Freitag und Sonntag Regen, milder

Wir blicken kurz zurück: Im vergangenen Jahr gestaltete sich die Witterung am Kirmeswochenende (18./19.10.2014) noch beinahe sommerlich: Sowohl am Samstag als auch am Sonntag herrschte viel Sonnenschein bei über 22 °C, am Sonntag stieg das Thermometer auf beinahe rekordverdächtige 24,1 °C! (Hier mehr.)

In diesem Jahr können wir von solchen Höchstwerten nur noch träumen – seit dem 1. September, dem meteorologischen Herbstanfang, stehen alle Zeichen auf Herbst und seit dieser Woche bereits auf Frühwinter. So war der gestrige Dienstag (13.10.) in NRW vielfach der kälteste Tag einer 2. Oktober-Dekade und der heutige Mittwoch könnte den gestrigen Höchstwert nochmals unterbieten.

Aktualisierung: Wie sieht es Richtung Kirmeswochenende aus? Auch wenn die Witterungsverhältnisse des vergangenen Jahres in weiter Ferne liegen, machen die Wettermodelle etwas Hoffnung auf angenehmeres Wetter. Am Donnerstag (15.) und Freitag (16.) bleibt der Himmel bedeckt bei häufigen Regenfällen, doch die Temperaturen steigen wieder etwas an und die Tageshöchstwerte erreichen bis 7 bzw. 9 °C. Für Samstag (17.) ist zwar kaum mit Auflockerungen zu rechnen, aber es sieht aktuell so aus, als dass es die meiste Zeit trocken bleibt. Die Temperaturen erreichen bis zu 10 °C. Am Sonntag (18.) wieder bedeckt und zeitweise Regen bei bis zu 12 °C. Größere Chancen auf Sonnenstrahlen bestehen nach aktuellem Stand am ehesten am Montag (19.), dann wieder bis 14 °C.

Frühherbst statt Spätsommer

Pünktlich zum 1. September ist der Herbst mit aller Macht gekommen… Während am 31. August nachmittags noch ein Tageshöchstwert von heißen 30,9 °C verzeichnet wurde, wird seit Monatsbeginn sogar die 20-°C-Marke regelmäßig und zuletzt sehr deutlich verfehlt. Am vergangenen Samstag (05.) reichte es nur noch für kühle 16,1 °C, am Sonntag (06.) für 16,3 °C. Auch wenn diese Werte noch etwas vom Negativ-Rekordwert für die erste September-Dekade (01.-10.) von 12,9 °C (09.09.1952) entfernt sind und auch in den letzten Jahren ähnliche Werte um 16 °C registriert wurden (2013, 2011, 2007), ist der markante Temperatursturz zum Monatswechsel in diesem Jahr außergewöhnlich.

Die Wetteraussichten machen nur teilweise Hoffnung. Ab dem morgigen Mittwoch (09.) erwartet uns im Münsterland zwar wieder vermehrt Sonnenschein. Allerdings mit Schönheitsfehlern: In den Morgenstunden ist Nebel möglich, tagsüber gibt es auch einige Wolken am Himmel. Die Höchstwerte liegen um die 20 °C, ab Donnerstag vielleicht 21-22 °C. Nachts Rückgang auf 8-10 °C. Fazit: Eindeutig Frühherbst-Wetter statt Spätsommerwärme!

Weiterhin sieht es derzeit nach einem kurzen 3-Tages-Intermezzo aus, denn zum Samstag (12.) kommen wieder erste Tiefausläufer ins Spiel… Möglicherweise müssen wir die 25-°C-Marke in diesem Jahr bereits abschreiben.

Rückblick Sommer 2015: Extreme Hitze und Schwüle, ergiebiger Dauerregen und Sturm

Der Sommer 2015 bringt von allem etwas: Anfang Juli kommt es zu einer extremen Hitzewelle, bei der ein neuer Temperaturrekord für Bocholt aufgestellt wird. Ende Juli zieht ein Sturmtief über die Nordsee und bringt Sturmböen. Mitte August fallen mit einem zweitägigen Dauerregen sehr ergiebige Niederschlagsmengen, ehe sich der Sommer Ende August mit großer Schwüle und heftigen Gewittern verabschiedet. Dieses Kontrastprogramm ist für einen Sommer in unserer Region an sich nicht ungewöhnlich, doch in dieser Intensität freilich selten. Nur der Juni bleibt recht unauffällig.

Diagramm_Sommer_2015

Die mittlere Temperatur des meteorologischen Sommers 2015, der die Monate Juni, Juli und August umfasst, liegt bei 18,5 Grad Celsius (°C) und damit 0,6 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert der Referenzperiode 1981-2010. Von einem Spitzenplatz in der Hitliste der wärmsten Sommer ist der Sommer 2015 im Münsterland recht weit entfernt – im Gegensatz zu Süddeutschland, wo er als zweitwärmster (nach 2003) in die Klimastatistiken eingeht. In der Klimareihe Bocholt (ab 1946) erreicht er nur Platz 15. Der Rekordsommer 2003 liegt auch hier mit einem Mittelwert von 19,8 °C auf dem Spitzenplatz. Es werden 36 Sommertage (ab 25 °C) und 10 heiße Tage (ab 30 °C) registriert (Mittel 1981-2010: ca. 27 Sommer- und 6 heiße Tage). Mehr Sommertage gibt es zuletzt im Sommer 2006 (43 Tage), mehr heiße Tage 2010 (12 Tage). Die Zahlen zeigen, dass der Sommer schon ein wärmerer Vertreter, aber eben nicht rekordverdächtig war.

Außerdem fallen 281,2 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²), das entspricht 128 % vom langjährigen Mittelwert (rund 220 L/m²). Für das letztendlich doch recht markante Plus zeigt sich der August verantwortlich, der alleine 178,0 L/m² vorzuweisen hat. Der Juni bringt mit 34,4 L/m² kaum die Hälfte des langjährigen Mittelwerts, der Juli erreicht in etwa das Mittel.

Hitliste_Heissteste_Tage_seit_1946Die positive Temperaturabweichung ist auf die extreme Hitzewelle Anfang Juli und den über längere Zeit warmen August zurückzuführen. Aber zunächst Schritt für Schritt: Der Juni verläuft durchschnittlich. Nach einem ersten heißen Tag am 5. mit 32,2 °C gibt es einen markanten Temperatursturz und die zweite Monatshälfte bleibt eher kühl. Anfang Juli kommt es zu einer markanten Hitzewelle, bei der die heißeste mögliche Luftmasse heranströmt. Am 2. Juli wird mit 38,4 °C sehr deutlich ein neuer Temperaturrekord in der Bocholter Klimareihe aufgestellt, der vorherige Wert wird um fast 2 K überschritten. Auch am 4. werden über 35 °C gemessen. Darauf folgt wiederum ein Temperatursturz. Am 10. wird ein Tiefstwert von nur 7,6 °C registriert.

Nach einer kurzen Sommerrückkehr zur Monatsmitte kommt es in den Frühstunden des 17. zu mehreren Gewittern im Raum Bocholt. Danach setzt wieder ein Abwärtstrend ein. Ungewöhnlich für die Jahreszeit: Am 25. Juli zieht ein Sturmtief über die Nordsee hinweg und bringt verbreitet Sturmböen, so auch in der Region: An der DWD-Station in Ahaus werden 83 km/h gemessen. Ende Juli – im Mittel die heißeste Zeit des Jahres – bleibt es kühl: Vom 27. bis 31. überschreitet das Thermometer die 20 °C-Marke nicht.

Hitliste_RR_Mengen_Aug_2015Anfang August kommt der Sommer jedoch wieder zurück und bleibt, von einer kurzen Unterbrechung zur Monatsmitte abgesehen, bis zum Monatsende. Ab dem 15. August kommt es zur Ausbildung einer Luftmassengrenze über dem Münsterland: Erste Regenschauer am Abend des 15. läuten einen zweitägigen, ergiebigen Dauerregen ein, bei dem 107,9 L/m² in drei Tagen zusammenkommen. Alleine am 16. fallen 54,6 L/m² und bescheren Bocholt den nassesten Tag seit über zehn Jahren.

Zum Monatsende strömen schließlich feuchtwarme Luftmassen heran: In der Früh des 30. zieht ein starkes Gewitter über Bocholt hinweg; am Abend bilden sich im Gelderland (NL), nur wenige Kilometer nördlich, heftige Gewitter mit einer extremen Blitzrate.

Neue Strahlungsschutzhütte im Einsatz

20150510_1Zu einer einschneidenden Veränderung in der Historie der privaten Wetterstation Bocholt kam es am heutigen Sonntag: Die große hölzerne Wetterhütte, die sogenannte „Englische Hütte“, die fast zehn Jahre das Rückgrat der Messtechnik bildete, wurde abgebaut und ausgemustert. Seit 2006 wurden die Messungen von Lufttemperatur und Luftfeuchte in ihr durchgeführt. Doch im Laufe des Jahres zeichnete sich ab, dass sowohl aus zeitlichen Gründen als auch aufgrund der fortschreitenden Automatisierung der meteorologischen Datengewinnung, der sich auch die private Wetterstation Bocholt nicht entziehen kann, eine Weiterführung der konventionellen Kontrollmessungen nicht möglich ist.

20150830_1Anschließend wurde die neue Strahlungsschutzhütte installiert. Zum Einsatz kommt zukünftig – wie auch im offiziellen Messnetz des Deutschen Wetterdienst (DWD) – die Lamellenschutzhütte „LAM630“ der Firma Eigenbrodt Umweltmesstechnik. Diese kleine Wetterhütte besteht aus Kunststofflamellen und wird mit einem Lüfter künstlich ventiliert, um einem möglichen Wärmestau entgegenzuwirken. Zudem weist diese moderne Hütte eine erheblich schnellere Ansprechzeit (geringere Trägheit) auf als das vorherige Modell und reagiert somit empfindlicher auf Temperaturschwankungen. Weiterhin wird die Vergleichbarkeit der Bocholter Messdaten mit den Daten des DWD optimiert. In der neuen Hütte befinden sich zwei elektronische Sensoren, die minütlich Lufttemperatur und relative Luftfeuchte erfassen und die zuvor bereits in der Englischen Hütte eingesetzt wurden.

Furioses Sommerfinale am Wochenende

Zum Abschluss des meteorologischen Sommers am 31. August dreht der Sommer 2015 noch einmal richtig auf. Sehr warme Luftmassen übernehmen die Regie in den nächsten Tagen: Am heutigen Samstag (29.08.) sind bei wolkenlosem Wetter 25-26 °C zu erwarten, am Sonntag (30.) heiße 31 °C – womöglich zum letzten Mal in diesem Jahr! Am Sonntagabend steigt das Gewitterrisiko, doch die warme Luftmasse wird erst am Montagabend (31.) nachhaltig ausgeräumt. Zuvor am Montag nochmals über 25 °C (je nach Bewölkung sind evtl. auch nahe 30 °C möglich). Ab Dienstag (01.09. – meteorologischer Herbstbeginn) werden nur noch 19-20 °C erreicht.

Extrem ergiebige Regenfälle im Münsterland bringen Niederschlagsrekord seit 10 Jahren

Hitliste_RR_Mengen_Aug_2015An einer Luftmassengrenze fielen in den letzten 24 Stunden extrem ergiebige Niederschläge im Münsterland, Ostwestfalen und den angrenzenden Regionen. An der privaten Wetterstation Bocholt an der Kurfürstenstraße wurden im offiziellen Messzeitraum von Sonntag Früh (16., 8 Uhr) bis Montag Früh (17., 8 Uhr) 54,6 Liter pro Quadratmeter (L/m²) gemessen und damit die höchste Tagesniederschlagssumme seit Beginn der Niederschlagsmessungen am 01.01.2005! Rechnet man die Regenschauer, die am Samstagabend (15.) ab 19.30 Uhr über Bocholt hinweg zogen, noch hinzu, liegen wir bei 81,0 L/m² seit Niederschlagsbeginn! Damit ist die diesjährige Trockenheit nachhaltig beendet.

Die höchste 24-stündige Niederschlagssumme im offiziellen NRW-Messnetz meldet heute Morgen die DWD-Station in Hörstel im Kreis Steinfurt mit 60,8 L/m². Direkt dahinter folgt die DWD-Station in Bocholt-Liedern am Wasserwerk mit 56,3 L/m² (Vortag: 22,1 L/m² => Gesamtsumme hier: 78,4 L/m²). Die Daten des MeteoGroup-Messnetzes liegen zzt. noch nicht vor.

Aktualisierung 18.08.2015: Bis Dienstag Früh sind weitere 26,9 L/m² gefallen, sodass sich die Summe der letzten drei Tage auf 107,9 L/m² beläuft. Zum Vergleich: Im gesamten August fallen im langjährigen Mittel 1981-2010 nur etwa 74 L/m²!

Ergiebige Regenfälle im Münsterland zu erwarten

Bereits am gestrigen Samstag (15.08.) sind mit Schauern und Gewittern am Niederrhein und im Münsterland örtlich große Niederschlagsmengen gefallen. An der privaten Wetterstation Bocholt an der Kurfürstenstraße wurden heute Früh (24-stündig bis 8 Uhr) 26,4 L/m² gemessen, an der DWD-Station Bocholt-Liedern (Wasserwerk) 22,1 L/m². Die höchsten Niederschlagssummen meldeten die MeteoGroup-Station Emmerich-Elten mit 59,7 L/m² (Quelle) sowie die DWD-Stationen Greven (Flughafen Münster/Osnabrück) mit 43,2 L/m² und Xanten mit 37,2 L/m².

GFS06z_15082015_24hRRAn heutigen Sonntag (16.) setzt im Laufe des Vormittags von Südosten her überall in der Region Dauerregen ein, der später auch schauerartig verstärkt und gewittrig durchsetzt sein kann. Auch in der Nacht und in der ersten Tageshälfte des Montags (17.) wird der Dauerregen weiter anhalten, sodass große Niederschlagsmengen zusammenkommen! Für das Münsterland erwarten wir verbreitet zwischen 40 und 60 L/m², bei schauerartiger Verstärkung sind 80 bis über 100 L/m² möglich. Welche Kreise und Städte am stärksten betroffen sein werden, lässt sich kaum vorhersagen. Die Modelle zeigen weiterhin sehr große Diskrepanzen bezüglich der räumlichen Niederschlagsverteilung (als Beispiel sei oben die Niederschlagssummenkarte des amerikanischen GFS-Modells aufgeführt).

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD)!
Warnlagebericht für Nordrhein-Westfalen
Warnungen für den Kreis Borken

Wochenvorhersage: Sommerwetter

MS_065518_wrf_20150803_00zDiese Woche startet mit hochsommerlichem Wetter. Nachdem bereits am gestrigen Sonntag (02.) sommerliche 26,0 °C erreicht wurden, erwartet uns heute (03.) wieder ein heißer Tag mit über 30 °C; konkret werden Höchstwerte von rund 32 °C im Münsterland erwartet. Am morgigen Dienstag (04.) gibt es eine kurze Unterbrechung des Sommerwetters, denn eine Störung mit Wolken und örtlichen Regenschauern zieht im Laufe des Tages durch die Region, dabei werden nur 20 °C erreicht. Ab Mittwoch (05.) setzt sich wieder überall die Sonne durch und das Thermometer steigt bis 26 °C, am Donnerstag (06.) bis 31-32 °C. Am Freitag (07.) erwarten uns nach heutigem Stand zunehmende Schwüle und erste Regenschauer und Gewitter. Am Wochenende wird es wieder beständiger.

Wochenvorhersage: Erst noch unbeständig, zum Monatswechsel freundlicher

In der aktuellen Woche ist vom Sommer nur wenig bis nichts zu spüren. Am heutigen Montag (27.) gibt es viel Wind, häufige Regenschauer und es bleibt mit 17-18 °C kühl. In den kommenden beiden Tagen (28. und 29.) ändert sich wenig daran, Richtung Mittwoch nehmen immerhin die Sonnenanteile zu. Ab Donnerstag (30.) lässt voraussichtlich auch die Schauerneigung nach, es bleibt aber mit maximal 20 °C recht kühl.

Erst zum Monatswechsel streckt der Sommer wieder seine Fühler aus. Ab Freitag (31.) zeigen die Modelle viel Sonnenschein bei anfangs nur mäßig warmen, aber steigenden Temperaturen. Das kommende Wochenende (01./02.08.) sieht mit Sonne bei 24-25 °C am Samstag und 27-28 °C am Sonntag wieder absolut sommerlich. In der Woche darauf (ab 03.08.) liegt auch eine neuerliche Hitzewelle im Bereich des Möglichen… Warten wir es ab.

Unwettergefahr: Morgen (Samstag, 25.07.) schwere Sturmböen möglich!

20150725_12UTC_Tief_GFSAusgangs der kommenden Nacht auf Samstag (25.07.2015) zieht ein kräftiges Tiefdruckgebiet über die nördlichen Niederlande Richtung Deutsche Bucht. Dabei kommt es zu einer starken Windzunahme. Am morgigen Samstag sind insbesondere in Regenschauern und Gewittern schwere Sturmböen von 90-100 km/h (Stärke 10), evtl. sogar über 100 km/h (Stärke 11) möglich!

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst (DWD)!
Warnlagebericht für Nordrhein-Westfalen
Warnungen für den Kreis Borken

Spitzenböen vom heutigen Samstag, 25.07.2015:
DWD-Station Ahaus: 83 km/h
DWD-Station Münster/Osnabrück: 94 km/h

Wochenvorhersage: Freundlich, erst warm, ab Donnerstag kühler – Samstag viel Regen?

Ein kleines, sich kurzfristig gebildetes Randtief ist am heutigen Sonntag (19.07.) mit Wolken und Regel über die Nordhälfte Deutschlands hinweggezogen und hat die Wetterprognosen, die noch am vor wenigen Tagen einen sonnigen, sommerlichen Tag versprachen, spontan durcheinander gewürfelt.

Wie geht es in der kommenden Woche (ab 20.) weiter? Nach Abzug des Tiefs startet die neue Woche wieder freundlicher, wobei die Witterung nicht ganz störungsfrei abläuft. Am Montag (20.) nachmittags sind auch dichtere Wolken unterwegs und etwas Regen ist möglich, rund 22 °C. Am Dienstag (21.) nach Wolkenabzug freundlicher Sonne-Wolken-Mix und mit rund 25 °C wieder sommerlich, allerdings ebenfalls nachmittags lokale Schauer nicht ganz auszuschließen. Der Mittwoch (22.) verläuft ähnlich, nach heutigem Stand aber vermutlich trocken. Ab Donnerstag (23.) nimmt die Unsicherheit in der Modellwelt zu, doch mehrheitlich wird eine leichte Abkühlung favorisiert, die Werte liegen dann nur noch bei 21-23 °C. Derzeit bewegen sich fast alle Modellläufe ab dem 23. Juli im Bereich des langjährigen Mittels – bemerkenswert vor allem, dass genau an diesem Tag die Hundstage beginnen, die sich im langjährigen Mittel mit der heißesten Zeit des Jahres (ca. Ende Juli / Anfang August) überschneiden.

RR20150724_ICONAktualisierung: Ab Freitag (24.) Nachmittag wird Nordwestdeutschland in den Einflussbereichs eines kleinen Randtiefs gelangen. In der Nacht auf Samstag (25.) ist (ergiebiger?) Regen möglich. Am Samstag (25.) ist es meist stark bewölkt mit Regenfällen und (sehr?) windig. Dazu nur noch Höchstwerte um 18 °C. Die prognostizierten Regensummen schwanken zurzeit noch erheblich (!) zwischen unter 10 mm (Modell GFS) und über 30 mm (Modell ICON vom DWD, siehe Grafik). Am Sonntag (26.) gibt es wieder einen freundlichen Sonne-Wolken-Mix bei 22 °C.

Wochenvorhersage: Ab Mittwoch wieder freundlicher und wärmer

Am gestrigen Samstag (11.) präsentierte sich der Himmel meist wolkenlos und die Temperatur stieg auf hochsommerliche 29,4 °C – nur einen Tag später ist es wieder grau in grau, teilweise regnet es etwas und der Tageshöchstwert liegt bei nur 19,2 °C.

In den nächsten beiden Tagen müssen wir noch mit ähnlich bescheidendem Wetter vorlieb nehmen: Vor allem am morgigen Montag (13.) sind länger andauernde, aber voraussichtlich nur wenig ergiebige Regenfälle möglich. Am Dienstag (14.) ähnlich, im Tagesverlauf aber immer trockener, dabei immerhin recht milde Tageshöchstwerte von 19-20 °C. Ab Mittwoch (15.) erwarten wir eine Wetterbesserung: Bei einem Mix aus Sonne und Wolken steigt die Temperatur auf 23-24 °C. Ab Donnerstag (16.) nehmen die Sonnenanteile weiter zu und es werden sommerliche 27-28 °C erreicht, für den Freitag (17.) sieht es aktuell nach rund 30 °C aus! Allerdings wird es tagsüber recht windig und Richtung Abend besteht ein erstes Schauer- und Gewitterrisiko. Für das kommende Wochenende (18./19.) sind es von der Grundtendenz her ebenfalls freundlich aus, allerdings gehen die Temperaturen wieder etwas zurück.

Wochenvorhersage: Heute Unwetter möglich! Ab Mittwoch nur noch 20 °C

Die sehr heißen Tage – am Donnerstag (02. Juli) wurde mit 38,4 °C ein neuer Temperaturrekord in Bocholt aufgestellt – sind vorbei, doch die schwüle Luftmasse liegt am heutigen Sonntag (05.) noch über der Region. Daher kann es heute Nachmittag und Abend mit Annäherung einer Kaltfront aus Westen zu schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen, die örtlich Unwettercharakter annehmen! Welche Orte genau getroffen werden, lässt sich nicht sagen, doch auch am Niederrhein und im Münsterland besteht eine hohe Unwettergefahr. Aktuelle Warnungen erhalten Sie beim Deutschen Wetterdienst!

MS_065520_g05_20150705_00zWie geht es in der neuen Woche weiter? Am Montag (06.) wird es sonnig mit angenehmen Sommertemperaturen um 25 °C. Am Dienstag (07.) ziehen die Werte wieder an, bei sonnigen Wetter sind nochmals 29-30 °C zu erwarten, ehe am späten Nachmittag und Abend lokale Gewitter möglich sind. Zum Mittwoch (08.) kommt es mit Zufuhr kühler Luftmassen aus Nordwesten zu einem markanten Wetterumschwung. Am Mittwoch und Donnerstag stehen zwei wolkenreiche, kühlere und windige Tage mit Tageswerten um 20 °C an, dabei kommt es zu einzelnen Regenschauern. Zum kommenden Wochenende (11./12.) hin setzen sich sehr wahrscheinlich wieder wärmere Luftmassen durch und die Temperatur steigt erneut über die 25 °C-Marke.

 

Hitze-Ticker

+++++ HITZE-TICKER +++++

05.07.2015: Tageshöchstwert 30,2 °C

04.07.2015: Tageshöchstwert 35,7 °C

03.07.2015: Tageshöchstwert 32,7 °C

02.07.2015: Neuer absoluter Temperatur-Rekord in Bocholt (Klimareihe seit 1946) aufgestellt! Zwischen 16.30 und 16.40 Uhr MESZ wurde mehrere Minuten lang der Tageshöchstwert von 38,4 °C gemessen (>>> Detaillierter Temperaturverlauf). Der alte Rekord lag bei 36,5 °C (07.08.2003; DWD-Station Bocholt-Liedern) und wurde somit erheblich übertroffen.

Die benachbarte DWD-Station Kleve erreichte mit 38,6 °C (bisher: 37,1 °C, 19.07.2006) ebenfalls einen neuen Rekordwert (Klimareihe seit 1948). Der deutschlandweite Tageshöchstwert lag bei 38,9 °C und wurde in Duisburg-Hochfeld (MeteoGroup) gemessen.

01.07.2015: Tageshöchstwert 34,1 °C

Wochenvorhersage: Markante Hitzewelle rollt heran

MS_065520_g05_20150628_06zIn der neuen Woche wird es in weiten Teilen Deutschlands hochsommerlich! Ein Hochdruckgebiet bildet sich über Zentraleuropa und zieht im Laufe der Woche Richtung Skandinavien, wodurch sehr warme, später heiße Luftmassen aus dem Mittelmeerraum und dem nördlichen Afrika nach Deutschland transportiert werden. In Kurzform: Eine Hitzewelle „rollt“ heran (siehe Diagramm links). Am Montag (29. Juni) herrschen bei einem Sonne-Wolken-Mix noch gemäßigte Temperaturen bis 25 °C. Am Dienstag (30.) erwarten wir dann weitgehend wolkenloses Wetter bei anziehenden Werten bis 27-28 °C, am Mittwoch (01. Juli) ebenfalls wolkenlos bei heißen 32-33 °C. Am Donnerstag und Freitag (02. und 03.) wird es richtig heiß mit 34-35 °C, bevor uns am Samstag (04.) wahrscheinlich der Hitzehöhepunkt bevorsteht: Die aktuellen Modellvorhersagen des amerikanischen Wettermodells GFS zeigen 21-22 °C in einer Höhe von 850 hPa (rund 1500 m), was nahe am maximal möglichen ist. Das würde ein Tagesmaximum von 36-37 °C bedeuten (siehe Grafik unten) und dem absoluten Temperaturrekord der Bocholter Klimareihe (36,5 °C am 07.08.2003) gefährlich nahe kommen. Zum Sonntag (05.) wird ein markanter Temperatursturz modelliert, der mit einer gefährlichen Gewitterlage einhergehen könnte. Prognose_156h_20150704Ob im weiteren Verlauf die Sommerhitze wieder zurückkommt, ist noch unsicher. Wie üblich sind die Prognosen für das Wochenende (bezüglich Extremtemperaturen, Gewittergefahr und Temperatursturz) zum jetzigen Zeitpunkt noch mit großen Unsicherheiten behaftet – im Laufe der Woche wird der genaue „Fahrplan“ konkretisiert. Eins ist aber schon jetzt klar: Ab Dienstag ist Freibadwetter angesagt!

     

Ab Monatswechsel: Sommerwetter in Reichweite!

MS_065520_g05_20152625_06zDer Sommer kommt! Nach den kalten und verregneten letzten Tagen hat sich die Wetterlage wieder stabilisiert. Bereits am heutigen Donnerstag (25.) und Freitag (26.) sind sommerliche Temperaturen um 24-25 °C zu erwarten. Nach einen kleinen „Durchhänger“ (Wolken und mögliche Regenschauer) am Samstag (27.) macht der Sommer dann im Laufe der neuen Woche, passend zum Monatswechsel, ernst: Den gestrigen und heutigen Modellvorhersagen zur Folge kommt es ab Dienstag (30. Juni) zum Aufbau eines Hochdruckgebiets über Skandinavien, das uns für mehrere Tage sonniges, sommerliches Wetter beschert, wie im obigen Diagramm zu sehen ist (blau: wolkenlos; weiß: Wolken). Bei den Tagestemperaturen besteht noch eine gewisse Unsicherheit, da die Zufuhr sehr warmer Luftmassen aus dem Mittelmeerraum von der exakten Lage des Hochdruckgebiets abhängig ist. Ob es bei 27-30 °C bleibt oder ob einige heiße Tage (ab 30 °C) in Folge auf uns zukommen, müssen wir abwarten. In den nächsten Tagen werden genauere Vorhersagen möglich sein.

Kältester 22. Juni seit Aufzeichnungsbeginn

Dichte Wolken, immer wieder Regenfälle und kühle Temperaturen. Der meteorologische Sommer 2015 hat einen miserablen Start hingelegt, denn bereits heute wurde ein erster Negativ-Tagestemperaturrekord aufgestellt. Das Thermometer stieg an der privaten Wetterstation Bocholt auf einen Tageshöchstwert von nur 14,5 °C und damit auf das niedrigste Tagesmaximum an einem 22. Juni seit Beginn der Aufzeichnungen (1946). Der bisherige Negativ-Rekord betrug 15,1 Grad und stammt aus dem Jahre 1996. Ein Rekord für die dritte Monatsdekade (21.-30.) ist das jedoch nicht – dieser liegt bei 13,2 Grad und stammt vom 30.06.1972.

Auch an anderen Stationen mit langjährigen Klimareihen in NRW wurden neue Tagesrekorde aufgestellt, wie in Essen mit 13,1 Grad (bisher: 13,7 Grad, 1964, Reihe seit 1935) und Aachen mit 12,7 Grad (bisher: 13,0 Grad, 1956, Reihe seit 1891!).

Wochenvorhersage: Zunächst wechselhaft und kühl

MS_065518_wrf_20150621_06zAm heutigen Sonntag (21.06.2015), dem längsten Tag des Jahres, beginnt der meteorologische Sommer. Das Wetter zeigt sich derzeit aber nur wenig sommerlich und das wird zumindest in den nächsten beiden Tagen auch so bleiben. Am Montag (22.), dem ungemütlichsten Tag der neuen Woche, kommt es verbreitet zu Regenfällen, evtl. ist auch ein kurzes Gewitter mit dabei. Die Temperatur erreicht nur 15 °C. Auch am Dienstag (23.) besteht noch ein gewisses Schauerrisiko, dazu maximal 16-17 °C. Je nach Zugbahn der Regenfälle könnten durchaus nennenswerte Niederschlagsmengen zusammenkommen, die eigentlich dringend benötigt werden, denn der Juni zeigte sich bislang sehr trocken. Ab Donnerstag (25.) wird es aller Voraussicht nach wieder freundlicher und wärmer, Richtung Freitag (26.) könnte die 25-°C-Marke angepeilt werden. Für das kommende Wochenende (27./28.) sieht es aktuell ebenfalls recht aus, wir melden uns im Laufe der Woche mit einer Aktualisierung an dieser Stelle wieder!

Erste Hitzewelle ab Freitag (5. Juni)

MT8_Essen_ens_20150531Nach dem leicht unterkühlten Mai, der nur wenige sonnige Tage über 20 °C und gerade einmal einen einzigen Sommertag über 25 °C (nämlich den 11.05. mit 26,4 °C) aufwies – ein ausführlicher Rückblick auf den Monat folgt im Laufe der Woche – sieht es ganz danach aus, dass der meteorologische Sommer mit einem Paukenschlag startet.

Die Modellwelt, links sei beispielhaft das amerikanische GFS-Modell angeführt, zeigt schon seit einigen Tagen ab Mittwoch (03.06.) die Bildung eines Hochdruckgebiets über Mitteleuropa gekoppelt mit einem massiven Zustrom sehr warmer Luftmassen aus Südwesten. Mittlerweile kann dieses Szenario als relativ sicher eingeschätzt werden. Am Donnerstag (04.06.) sind rund 24-25 °C zu erwarten, bereits am Freitag (05.06.) wird es mit 31 °C den ersten heißen Tag (ab 30,0 °C) des Jahres geben.

Für die Referenzhöhe von 850 hPa, das entspricht ca. 1,5 km Höhe, wird ein Anstieg der Temperaturen auf 17-18 °C am kommenden Samstag (06.06.) gezeigt – das bedeutet für uns am Boden ein zu erwartendes Temperaturmaximum von ca. 33-34 °C. Erklärung: Bei idealen Bedingungen (keine oder sehr wenig Wolken, leichter Wind) können zu dieser Jahreszeit ca. 15-16 K auf die 850-hPa-Temperatur hinzuaddiert werden, um das Tmax zu erhalten.

Wie lange bleibt die Hitzewelle erhalten? Das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht zu sagen, da die Modellwelt hier sehr uneinheitlich ist. Nach dem GFS-Modell ist bereits der Samstag (06.06.) noch nicht ganz gesichert und am Sonntag (07.06.) wird wieder ein markanter Temperaturrückgang gezeigt, wie auch dem obigen Diagramm zu erkennen ist. Das europäische und britische Modell bewerten die Situation anders und zeigen eine längere Andauer. Genauere Aussagen sind erst zu späteren Zeitpunkten möglich.

Heute Graupelgewitter – ab Donnerstag und über Pfingsten sonniger

201505191215_NRW_Intensity[1]Am Dienstagmittag (19.) wurde es kurz weiß: Ein kurzer Graupelschauer, begleitet von leichtem Gewitter, zog gegen 14.15 Uhr von Südwesten über den Bocholter Raum hinweg und sorgte für verspätete Spätwinter- statt Frühlings- oder Frühsommergefühle. Innerhalb kurzer Zeit fielen rund 4 L/m² Niederschlag (siehe Radarbild, Quelle: WetterOnline.de) und es gab einen Temperatursturz von 14,3 °C (Tageshöchstwert) auf nur noch 10 °C. Am Nachmittag folgte weitere, aber weniger intensive Regenschauer.

N20150519-WA0000ach dem unbeständigen Wochenstart setzt sich bereits in den kommenden Tagen langsam wieder Hochdruckeinfluss durch. Das Azorenhoch kann mit einem Keil seinen Einflussbereich nach den neuesten Modellrechnungen bis nach Deutschland hin ausdehnen, sodass sich ab Donnerstag (21.) freundliches, oft sonniges Wetter einstellt. Am Nordrand des Hochs verbleiben wir weiterhin im Bereich vergleichsweise kühler atlantischer Luftmassen, sodass tagsüber Werte um 17-20 °C erreicht werden. Über Pfingsten bleibt das beständige Wetter erhalten. Warme Temperaturen über 20 °C sind aber weiterhin nicht in Sicht.

Sommerliche Temperaturen zum Wochenstart

Sonnenscheinautograph_001Zu Beginn der kommenden Woche erwarten uns erstmals in diesem Jahr sommerliche Temperaturen – die ersten Hinweise, die seit 2-3 Tagen von den Wettermodellen gezeigt werden, verdichten sich jetzt mehr und mehr. Bereits der kommende Sonntag (10. Mai) macht seinem Namen alle Ehre, denn uns erwartet viel Sonnenschein bei Tageshöchstwerten um die 20 °C. Zum Wochenstart fließt an der Vorderseite einiger Tiefdruckgebiete warme Luft nach Deutschland: Am ebenfalls sonnigen Montag (11.) ist der erste Sommertag mit 25 °C möglich. Am Dienstag (12.) wird nach den neuesten Berechnungen schon früh stärkere Bewölkung des Tiefausläufers hereinziehen und sich vor die Sonne schieben, sodass die Temperaturen wahrscheinlich nur noch um 20 °C erreichen und nicht wie ursprünglich berechnet 25 °C oder noch mehr.

Die spannende Frage: Kommen die sommerlichen Temperaturen zum ersten Feiertags-Wochenende wieder zurück? Da sieht es derzeit eher schlecht aus. Wahrscheinlich bleibt das Sommerwetter ein Intermezzo und es strömen weiterhin wieder kühlere Luftmassen heran. Für den weiteren Mai-Verlauf stehen die Signale in der Modellwelt derzeit auf unbeständig und kühl. Möglicherweise war in diesem Jahr schon der April der sprichwörtliche Mai…

Wochenvorhersage: Kühler und einzelne Regenschauer

In der kommenden Woche (ab 27. April) macht der Frühling eine kurze Pause: Das warme Frühlingswetter mit Werten über 20 °C, wie zuletzt am Freitag (24.), ist vorerst zu Ende, denn die bisher wetterbestimmenden Hochdruckgebiete über Mitteleuropa machen Platz für Tiefausläufer, die merklich kühlere Luft heranführen und immer wieder einzelne Regenschauer bringen können. Der Montag (27.) startet mit einem wechselhaften Mix aus Sonnenschein und dichteren Quellwolken bei Höchstwerten von nur noch 11-12 °C, dazu weht ein frischer Nordwestwind. Und so ähnlich gestalten sich auch die Folgetage – mit größeren Regenmengen müssen wir aber nicht rechnen (der Dienstag oder Mittwoch könnte für einige Regionen auch trocken über die Bühne gehen). In den Frühstunden ist Bodenfrost, in ländlichen Lagen auch geringer Luftfrost (bis -2 °C) möglich!

Für den Freitag (1. Mai) ist die Unsicherheit noch zu groß, dass eine konkrete Wetter- bzw. Regenprognose abgegeben werden kann. Zum nächsten Wochenende (02./03.) sagen die neuesten Modellen bereits wieder einen Temperaturanstieg voraus.

Wochenvorhersage: Zunächst noch frühlingshaft

Das schöne Hochdruckwetter bleibt uns auch in der kommenden Woche zunächst noch erhalten. Nach dem sonnigen, aber temperaturmäßig eher verhaltenen Wochenende mit Tiefstwerten um 1 °C und Höchstwerten um 16 °C steht zu Wochenbeginn ein erneuter Temperaturanstieg an. Am Montag (20.) werden rund 20 °C erreicht, am Dienstag (21.) warme 22-23 °C. Von Mittwoch (22.) bis voraussichtlich Freitag (24.) wird in unserer Region nochmals sehr sonnig mit Höchstwerten um die 20 °C, ehe sich zum Wochenende hin eine Verlagerung des wetterbestimmenden Hochdruckgebiets abzeichnet.

Damit können ab Samstag (25.) erste Tiefausläufer nach Deutschland dringen, die kühlere Luftmassen und Regenfälle im Gepäck haben. Zum kommenden Wochenende (25./26.) steht uns also nach längerer Hochdruckdominanz ein Wetterwechsel bevor – mit wie viel Regen gerechnet werden muss, kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht genau abgeschätzt werden. Höchstwerte um 15 °C. Wie geht es weiter? Der aktuelle Trend für die letzte Aprilwoche (ab 27.) sieht gar nicht frühlingshaft aus, eher könnten sogar noch kühlere Luftmassen einfließen. Aber noch ist das unsicher, warten wir es ab…

Wochenvorhersage: Am Mittwoch frühsommerlich, danach kühler, aber freundlich

MS_065520_g05_20150413Auf die ersten Frühlingstemperaturen vom vergangenen Freitag (10.), als an der Wetterstation Bocholt ein überraschend hoher Höchstwert von 21,8 °C gemessen wurde, folgt in dieser Woche bereits eine erste kurze frühsommerliche Episode. Nach einem vergleichsweise kühlen Montag (13.) mit Höchstwerten um 14 °C fließen in den nächsten 24 Stunden aus Süden wieder erheblich wärmere Luftmassen ein. So sind am morgigen Dienstag (14.) rund 21 °C zu erwarten, am Mittwoch (15.) sogar frühsommerliche 24-25 °C! Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass sogar bereits der erste Sommertag (ab 25,0 °C) verzeichnet wird. Das wäre recht früh für die Jahreszeit, aber kein Rekord mehr: Der früheste Eintrittstermin für einen Sommertag datiert auf den 10. April 2009, als 25,4 °C gemessen wurden.

Doch bereits am Donnerstag (16.) ist das warme Wetter vorbei. Nach derzeitigen Prognosen wird voraussichtlich am Nachmittag/Abend eine Kaltfront einen markanten Temperatursturz bringen – Niederschlagsereignisse werden aber nicht modelliert (es wird also einen ziemlich unspektakulären Luftmassenwechsel geben). Ab Freitag (17.) stellt sich in unserer Region dank eines ausgeprägten Hochs über den Britischen Inseln wahrscheinlich wieder sonniges und trockenes Wetter ein (während die Osthälfte Deutschlands nicht ganz so gute Karten hat). Die Temperaturen werden mit Höchstwerten um die 15 °C und Tiefstwerten zwischen 3 und 5 °C allerdings recht verhalten bleiben – etwa ein Niveau wie am heutigen Montag. Für das nächste Wochenende sieht es also wettertechnisch ebenfalls recht gut aus – man sollte die wärmeren Sachen am Mittwoch nur noch nicht verstauen.

Mildes Frühlingswetter in Sicht?

MT8_Essen_ens_20150404Erfreuliche Nachrichten… Pünktlich zu den Ostertagen hat sich wieder die Sonne durchgesetzt. Allerdings verlaufen die Ostertage in diesem Jahr vergleichsweise kühl: In der Früh des Ostersonntags (05.) gibt es wieder leichten Frost bis -2 °C, tagsüber werden 11-12 °C erreicht. Am Ostermontag (06.) evtl. noch etwas Regen, ähnliche Höchstwerte. Es deutet jedoch alles darauf hin, dass sich in den Tagen darauf mildes Frühlingswetter in Mitteleuropa durchzusetzen wird. Die MS_065520_g05_20150404_06zTemperaturprognosen der Modelle zeigen einen markanten Anstieg in weitgehender Einigkeit und die in der Höhe einfließende Warmluft wird sich dank zunehmenden Hochdruckwetters in der zweiten Wochenhälfte auch am Boden durchsetzen. Hier die prognostizierten Tageshöchsttemperaturen (Stand: 06.04.2015): Mittwoch (08.) 14 °C, Donnerstag (09.) 16 °C, Freitag (10.) 18 °C. Bezüglich des kommenden Wochenendes sieht die Lage zurzeit wieder recht wacklig aus…

Orkantief „Niklas“ bescherte schwere Sturmböen

Am gestrigen Dienstag ist Orkantief „Niklas“ mit schweren Sturmböen über die Region hinweggezogen. Vom Mittag bis in die Abendstunden hinein erreichten die Spitzenböen im Raum Bocholt rund 90 km/h, das entspricht Windstärke 10 Beaufort. Die Bocholt nächstgelegenen MeteoGroup (MG)-Stationen Emmerich-Elten und Borken erreichten 91 km/h bzw. 87 km/h. Damit war „Niklas“ der stärkste Sturm seit dem 03.01.2012, als das Orkantief „Ulli“ mit ähnlichen Windspitzen über uns fegte.

Noch stärkere Spitzenböen wurden gestern im nördlichen Münsterland gemessen: An der DWD-Station Ahaus waren es 97 km/h, an der MG-Station Gronau 106 km/h, am Flughafen Münster/Osnabrück 102 km/h, an der MG-Station Ibbenbüren 104 km/h und an der MG-Station Mettingen-Schlickelde sogar 111 km/h bei einem Gewitter am Abend, was volle Windstärke 11 Beaufort und dort einen neuen Stationsrekord seit 2000 bedeutet.

Zu Wochenbeginn Sturm und Regen, Richtung Ostern kühler

MS_065520_g05_20150329_06zWarmes Frühlingswetter rückt in weite Ferne: Nach einem sehr ungemütlichen Sonntag mit Regen und Sturm nehmen auch in der kommenden Woche (ab 30.03.) atlantische Randtiefs Kurs auf Deutschland. Bis einschließlich Donnerstag (02.04.) müssen wir uns auf zahlreiche Regenschauer, teilweise auch Gewitter, und viel Wind gefasst machen. Besonders am Dienstag (31.) sind nochmal Sturmböen dabei. Die Sonne zeigt sich zwischendurch nur kurz. Das Diagramm links zeigt niedrigen Luftdruck, viele Wolken und viele Niederschlagssignale. Richtung Karfreitag (03.) lässt der atlantische Tiefdruckeinfluss aller Voraussicht nach etwas nach und die Regenschauer werden seltener, doch es fließt ein Schwall kühler Luft heran. Das Osterwochenende (04.-06.) gestaltet sich somit sehr kühl: In den Nächten steht wieder leichter Frost an, tagsüber bewegen sich die Temperaturen zwischen 8 und 10 °C. Nach heutigem Stand bliebt es jedoch zumindest trocken.

Zum Ende der Mittelfrist gibt es erste zaghafte Signale, dass es zu einem leichten Temperaturanstieg kommen könnte. Das ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch unsicher und geht nicht über Spekulationen hinaus. In einer Woche wissen wir mehr, ob der Frühling endlich Einzug hält.

Wochenvorhersage: Vorerst kühl, später auch nass

Den Prognosen vom heutigen Sonntag (22.) zur Folge, siehe das Diagramm des aktuellen Modelllaufs des amerikanischen Wettermodells GFS unten, verabschiedet sich der März 2015 kühl und nass. In der kommenden Nacht auf Montag (23.) gibt es nochmals leichten Frost um -1/-2 °C, ehe uns ein letzter sonniger Tag mit immerhin bis zu 12 °C erwartet. Ab Dienstag (24.) sind die Wolkenanteile in der Überzahl, für den Mittwoch (25.) kündigt sich Regen an. Dabei herrschen nur noch einstellige Tagestemperaturen (7-9 °C), nachts bleibt es allerdings aufgrund der Wolkendecke frostfrei.

MS_065520_g05_20150322_06zZur Mittelfrist-Prognose: Nach einer kurzen „Verschnaufpause“ am Donnerstag/Freitag (26./27.) mit mehr Sonne und evtl. nochmaligen Frostnächten sieht die Wetterlage zum kommenden Wochenende (28./29.) sehr unbeständig aus. Voraussichtlich stellt sich Tiefdruckwetter mit längeren Regenfällen ein, am Sonntag sind auch stürmische Böen zu erwarten. Bis zum Ende der Mittelfrist (Tag 10) lautet die Tendenz eher kühl und nass. Für Ostern in zwei Wochen ist aber noch alles möglich. Wir melden uns mit einer weiteren Wochenvorhersage am kommenden Sonntag!

Sonnenfinsternis zeigt sich im Temperaturverlauf

Große Enttäuschung in der Region: Bei der partiellen Sonnenfinsternis, zu der es heute (20.03.2015) Vormittag über Deutschland kam, stocherte das Münsterland sprichwörtlich im Nebel – in der Nacht bildete sich aufgrund der hohen Luftfeuchte in der derzeit herrschenden Luftmasse Hochnebel und leichter Bodennebel, der sich nur zögerlich auflöste. Erst am Nachmittag zeigten sich erste Sonnenstrahlen.

An der Wetterstation Bocholt war die Sonnenfinsternis aber dennoch sichtbar – zumindest in Form von Messwerten. Während die normale Lufttemperatur in 2 m Höhe (nach einem morgendlichen Tiefstwert von 0,5 °C) im unten abgegebenen Zeitraum von 9.00 bis 12.00 Uhr MEZ ziemlich konstant bei rund 1 °C verharrte, zeigte die stark durch die direkte Strahlung beeinflusste Lufttemperatur in 5 cm über dem Erdboden ab Beginn der Verdunklung gegen 09.38 Uhr einen klaren Abwärtstrend von 2,6 °C auf 1,3 °C zwischen 10.35 und 10.50 Uhr, dem Zeitraum der größten Abdeckung der Sonne durch den Mond (siehe Grafik). Ab 11.00 Uhr stieg die Temperatur schließlich wieder leicht an.

Normalerweise kommt es zu dieser Zeit zu einem massiven Anstieg um mehrere Grad (auch bei solchem Hochnebelwetter), bedingt durch die zunehmende Strahlung. Dies deutet der kurze Anstieg gegen 9.30 Uhr bereits an.

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Ab Mittwoch wieder sonnig

Ab dem morgigen Mittwoch (11.) erwartet uns nach Frühnebel (oder auch nicht, schwer vorhersagbar) wieder viel Sonnenschein und kaum Wolken, dabei bleibt es trocken. Die kühlen Modellprognosen haben sich durchgesetzt: In den Nächten (bereits in der kommenden Nacht) leichter Frost um -2 °C, tagsüber rund 12 °C. Damit bleibt es ein ganzes Stück frischer als am Frühlings-Sonntag (18,1 °C).

Erster Frühlingstag

Frühlingseinzug im Münsterland: Der Höchstwert am heutigen Sonntag betrug 18,1 °C! Damit wurde zum ersten Mal in diesem Jahr die 15-°C-Marke überschritten.

In der neuen Woche erwarten uns erst wieder mehr Wolken und es war wird kühler, doch die zweite Wochenhälfte sieht wieder frühlingshaft aus.

Am Wochenende frühlingshaft

Regen- und Graupelschauer, Temperaturstürze und frischer Wind – die ersten Tage des „meteorologischen Frühlings“, der am 1. März begonnen hat, erinnern noch nicht an die bevorstehende Jahreszeit.

MT8_Essen_ens_20150304Doch das könnte sich bald grundlegend ändern, denn die Modellwelt am heutigen Mittwoch (04.) sieht den Aufbau eines Hochdruckgebiets über Mitteleuropa ab dem kommenden Wochenende (07./08.). Damit ist der Weg frei für milde Luftmassen aus Süden: Im Diagramm links erkennt man einen markanten Anstieg der Temperatur, dargestellt für die 850 hPa Druckfläche (ca. 1500 m Höhe), um 12 K auf ca. 6 °C, und praktisch keine Niederschlagssignale mehr (unten an der x-Achse). Für Bodennähe würden solche Werte um diese Jahreszeit bei voller Sonnenscheindauer und guter Durchmischung (Wind) einem Temperaturniveau von ca. 17-18 °C (Tagesmaximum) entsprechen. Und nach aktuellen Prognosen sieht es auch so aus, dass die Bedingungen nahezu ideal sein werden und wir am Sonntag (08.) mit solchen Höchstwerten rechnen können.

MS_065520_g05_20150304Im letzten Jahr gab es um diese Zeit ebenfalls einen Frühlingsdurchbruch: Am 09.03.2014 erreichte das Thermometer bei strahlendem Sonnenschein einen Rekordwert von 20,8 °C. Solche Werte wurden durch ein 850 hPa-Temperaturniveau von 11-12 °C möglich gemacht.

Rückblick Februar 2015: Februar im Durchschnitt

Anfang Februar gelangte die Region zunehmend in den Einflussbereich von hohem Luftdruck, der das Wetter bis über die Monatsmitte hinaus bestimmte. Das Temperaturniveau lag dabei niedriger als in den beiden Vormonaten. Ab dem 20. gestalteten atlantische Tiefausläufer das Wetter wieder wechselhafter.

Der Februar 2015 kommt auf eine Monatsmitteltemperatur von 3,1 Grad Celsius (°C) und eine Monatsniederschlagssumme von 44,9 Litern pro Quadratmeter (L/m²). Damit lautet die Monatsbilanz: temperaturnormal und niederschlagsmäßig leicht unterdurchschnittlich. Die langjährigen Mittelwerte der Referenzperiode 1981–2010 liegen bei 3,2 °C und ca. 56 L/m². Die Reihe von fünf milden Monaten seit September 2014 ist damit zu Ende. Der Monat brachte außerdem eine stattliche Zahl von 16 Frosttagen, was etwas über dem Durchschnitt (ca. 11–12 Tage) liegt.

Monatsdiagramm_201502

Doch trotz dieser erstmals durchschnittlichen Temperaturbilanz blieb uns richtiges Winterwetter erneut erspart: Die tiefste Temperatur am 7. betrug lediglich –4,8 °C, auch Eistage traten nicht auf. Der Grund: Bei der Hochdruckwetterlage, die sich in den ersten Monatstagen einstellte, herrschte anfangs eine nördliche Strömung und so bildeten sich viele Wolken oder Hochnebel; ab und zu kam es auch zu etwas Regen. Die Werte sanken somit nachts nur moderat ab.

20150222_01Ab dem 12. floss mit Drehung der Strömung auf Südost trockene Luft heran, wodurch es tagsüber sonniger wurde und die Temperatur einen Sprung nach oben machte. Am 13. wurden milde 11,0 °C, am 14. mit 12,7 °C der Monatshöchstwert registriert. Karnevalssonntag (15.) und Rosenmontag (16.) zeigten sich wolkenlos, nach leichten Nachtfrösten stieg das Thermometer auf Höchstwerten um 8 °C.

Ab dem 17. zeigte sich der Himmel erneut wolkenverhangen und die Tagestemperaturen gingen somit wieder zurück. Zum Ende der zweiten Monatsdekade griffen erste Tiefausläufer auf die Region über. Am 20. fielen 15,6 L/m², am 21. und 23. kam es zu Graupelschauern. In den letzten Februartagen stiegen die Temperaturen mit zunehmenden Sonnenanteilen wieder langsam an.

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Rückblick Winter 2014/2015: Recht mild mit Winterintermezzos

Nach dem äußerst milden letzten Winter fällt auch der Winter 2014/2015 vergleichsweise mild aus. Zwar herrschte die meiste Zeit über Tiefdruckeinfluss mit reichlichen Regenfällen, doch ab und an gelang auch Kaltluft nach Deutschland und ließ die Niederschläge in Schnee übergehen.

Diagramm_Winter_2014_2015

Die mittlere Temperatur des meteorologischen Winters 2014/2015 (Monate Dezember, Januar, Februar) liegt bei 3,8 Grad Celsius (°C) und damit 0,6 Kelvin (K) über dem langjährigen Mittelwert der Referenzperiode 1981–2010. Damit fällt der Winter hierzulande, ganz im Westen der Republik, nur leicht milder aus als im Durchschnitt – im Gegensatz zu Süd- und Ostdeutschland, wo ein markantes Plus zu verzeichnen ist, und zum extrem milden Winter 2013/2014, der einen Mittelwert von 6,0 °C aufwies.

Im Dezember und Januar wechselten sich einige sehr milde Phasen mit winterlichen Intermezzos ab. Vom 10. Dezember bis Weihnachten herrschte eine sehr milde, regenreiche und stürmische Witterung, ehe am 27. und 28. Dezember ein Wintereinbruch mit Frost und Schnee folgte. Eine weitere sehr milde Phase trat zum Ende der ersten bzw. Anfang der zweiten Januar-Dekade auf, als Spitzenwerte bis 14,0 °C (10.) gemessen wurden. Auch hieran schloss sich ein merklicher Temperaturrückgang in der zweiten Monatshälfte an.

Im Februar stellte sich schließlich Hochdruckwetter ein und so kam es häufig zu Nachtfrösten. Insgesamt wurden immerhin 30 Frosttage und ein Eistag (23. Januar) registriert. Im langjährigen Durchschnitt gibt es ca. 36 Frost- und 9–10 Eistage. Der sehr milde Vorgänger-Winter brachte nur 16 Frosttage.

20150124_08Die Niederschlagssumme beträgt 216,5 Liter pro Quadratmeter (L/m²) und damit 108 % vom langjährigen Mittelwert (ca. 201 L/m²). Beachtlicher als dieses geringe Plus ist die Vielzahl an Niederschlagstagen: An 71 Tagen fielen 0,1 L/m² oder mehr – im Durchschnitt ist das nur an ca. 52 Tagen der Fall. Es gab keine über 5 Tage andauernden trockenen Phasen in den drei Wintermonaten, auch während des Hochdruckwetters im Februar kam es zu Sprühregen aus dem Hochnebel. Allerdings erreichten auch nur 2 Tage größere Niederschlagssummen von über 10,0 L/m²: Der 8. Januar brachte es auf 22,3 L/m², der 20. Februar auf 15,6 L/m².

Außerdem wurden 8 Schneedeckentage beobachtet (Mittel: ca. 11 Tage) – davon 3 Tage Ende Dezember und 5 Tage Ende Januar. Die kräftigsten Schneefälle gab es am 24. Januar, als zur Mittagszeit 9 cm lagen (siehe Foto). Der Winter 2013/2014 verlief dagegen völlig schneefrei.

>>> Bericht als PDF 

Vorfrühlingshafter Freitag

Am heutigen Donnerstag (12.) hatte es die schwache Februar-Sonne noch ziemlich schwer, die hochnebelartige Bewölkung aus der Nacht wegzuheizen.Doch für den morgigen Freitag (13.) sieht es besser aus: Uns erwartet nämlich mehr Wind, der auf Süd bis Südost dreht (Sauerland-Föhn), und dieser wird den Hochnebel aller Voraussicht nach rasch auflösen. Wenn es so nach Fahrplan läuft, sollten, wir sind optimistisch, milde 12 °C drin sein!

Rückblick Januar 2015: Milder, nasser Januar

Häufige westliche Wetterlagen sorgten für einen facettenreichen Januar 2015. Nach einigen sehr milden Tagen und mehreren Sturmtiefs in der ersten Monatshälfte kam es auch zu einem kurzen Winterintermezzo mit Schnee. Insgesamt überwog jedoch die milde nasse Witterung.

Monatsdiagramm_201501

Nach dem sehr warmen Jahr 2014 beginnt auch der erste Monat des neuen Jahres vergleichsweise mild: Mit einer Monatsmitteltemperatur von 3,7 Grad Celsius (°C) wurde der langjährige Mittelwert 1981-2010 um 0,9 Kelvin (K) überschritten. Damit fällt das Plus aber erheblich kleiner aus als in den teils rekordverdächtig warmen Vormonaten oder im sehr milden Januar 2014 (5,4 °C). Es wurden 17 Bodenfrost-, 8 Frosttage und ein Eistag verzeichnet (Mittel: ca. 12 Frost- und 4 Eistage).

Insgesamt fielen 95,6 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²), das entspricht 137 % vom langjährigen Mittel 1981-2010 (ca. 70 L/m²). Damit ist der Überschuss gar nicht so groß, wie man angesichts des äußerst verregneten Eindrucks erwarten könnte. Der Grund ist ein anderer: Messbare Niederschlagsmengen gab es an 27 Tagen – der langjährige Durchschnittswert liegt bei gerade einmal 18 Tagen!

Nach einem beinahe frostigen Jahresbeginn mit 0,1 °C am Neujahrsmorgen bewegte sich die Temperaturkurve in den ersten Tagen noch im durchschnittlichen Bereich, ehe an der Vorderseite kräftiger Sturmtiefs sehr milde Luft aus südwestlicher Richtung herangeführt wurde. Nach ergiebigen Regenfällen am 8. mit 22,3 L/m² stieg das Thermometer in der Nacht auf den 10. bis auf 14,0 °C an und damit auf den höchsten Januar-Wert seit 8 Jahren (zuletzt milder mit 14,3 °C am 09.01.2007). Ähnliche Szenarien, Sturmtiefs mit milder Luft und Regen, wiederholten sich am 12./13. und 15. mit erneut zweistelligen Temperaturspitzen.

Mit Übergang auf die zweite Monatshälfte gingen die Werte dann erheblich zurück auf ein leicht unterdurchschnittliches Niveau. Am 17. wurde mit –0,3 °C der erste geringe Frost des Jahres verzeichnet. Zu Beginn der letzten Monatsdekade sanken die Werte noch etwas ab und auch die Niederschlagsneigung ließ kurzfristig nach. Am 22. wurde der Monatstiefstwert von –2,8 °C gemessen, am 23. mit einem Höchstwert von nur –0,2 °C der erste Eistag seit März 2013 registriert. Am 24. kam es schließlich zu Schneefällen mit Ausbildung einer zwischenzeitlich 9 cm hohen Schneedecke (gegen 13 Uhr).

Allerdings stellte sich rasch Tauwetter ein, denn in den Folgetagen stiegen die Tagestemperaturen wieder auf über 6 °C. Am späten Nachmittag des 29. wurde ein leichtes Gewitter mit Graupelschauer registriert. Die letzte Januartage gestalteten sich wieder halbwegs winterlich mit zeitweiligen Schneeschauern, in der Nacht auf den 31. bildete sich übergangsweise eine 2 cm hohe Schneedecke.

>>> Bericht als PDF 

Weiße Überraschung

Eine weiße Überraschung am heutigen Samstag: Nach mäßigen, zeitweise sogar starken Schneefällen in den Morgen- und Vormittagsstunden liegt zurzeit (13 Uhr) eine nicht zu verachtende Schneedecke von 9 cm im Raum Bocholt.

Der Wintereinbruch wird jedoch nur von kurzer Dauer sein. Bereits heute Nachmittag erwarten uns deutliche Plusgrade,  ehe es in der kommenden Nacht bei leichtem Frost noch einmal gefährlich glatt werden könnte. Am morgigen Sonntag (25.) sind bis 4/5 °C drin. In der neuen Woche (ab 26.) setzt sich erst einmal das Muster der ersten Januarhälfte wieder durch, sprich es wird noch etwas milder und oft regnerisch. Ob es im weiteren Verlauf noch einmal winterlich wird, muss abgewartet werden.

Erster Frost im neuen Jahr

Das milde, regnerische und oft windige Tiefdruckwetter macht vorerst eine Pause. Unter leichtem Hochdruckeinfluss ist am gestrigen Freitag (16.) kühlere Luft herangeflossen – am heutigen Morgen ging das Thermometer zum ersten Mal in diesem Jahr unter den Gefrierpunkt zurück: -0,2 °C wurden in 2 m Höhe verzeichnet, -2,0 °C in 5 cm über dem Erdboden.

Mildester Januar-Tag seit 8 Jahren

In der Nacht von Freitag (09.) auf Samstag (10.) wurde an der Vorderseite der kräftigen Sturmtiefs über Nordeuropa sehr milde Luft nach Deutschland geführt. Im Rheinland stieg die Temperatur auf über 15 °C an. Auch in Bocholt war es sehr mild – mitten in der Nacht wurde ein Höchstwert von genau 14,0 °C registriert: Das ist die höchste Januar-Temperatur seit 8 Jahren!

Um noch höhere Werte zu finden, muss man bis zum 09.01.2007 zurückblättern, als 14,3 °C verzeichnet wurden. Der Rekord für die erste Januar-Dekade liegt übrigens bei 14,8 °C und wurde am 10.01.2005 aufgestellt.

Ergiebiger Regen und wieder windig

MS_065518_20150107_00zAm morgigen Donnerstag (08.) erwarten uns ergiebige Regenfälle. Ausgangs der kommenden Nacht ziehen von Westen her erste Regengebiete heran. In den Vormittags- und Mittagsstunden wird es voraussichtlich kräftig regnen. Die Modelle simulieren für die Region ca. 20-30 L/m² innerhalb von rund 12 h (siehe Grafik links)

Zum Wochenende hin geht es unbeständig weiter. Am Freitag (09.) und Samstag (10.) wird Wind ein Thema, denn wir befinden uns dann an der Südseite eines kräftigen Tiefs über Nordeuropa. Spitzenböen um 8 Beaufort sind wahrscheinlich. Dazu wird es sehr mild mit Werten um 12 °C. Ein Wintereinbruch rückt in weite Ferne, auch für die nächste Woche (ab 12.) stehen die Modelle eher auf eine nass-kalte, frostfreie Witterung.

Jahresrückblick 2014: Trotz durchschnittlichen Sommers wärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn

Das Jahr 2014 startet mit dem frostärmsten Winter seit dem Bestehen der Bocholter Klimareihe im Jahr 1946. Es folgen der wärmste März und der viertwärmste April – erst ab Mai normalisieren sich die Temperaturen. Nach einem sommerlichen Juli wird der kälteste August seit immerhin acht Jahren registriert. Ab September kehrt sich die Situation wieder um und es kommt zum drittwärmsten Oktober und sechstwärmsten November in der Aufzeichnungsgeschichte. Der kurze Wintereinbruch nach Weihnachten kann auch einen milden Dezember nicht mehr verhindern.

2014-3Das Jahr 2014 geht als neues Rekordjahr in die Klimastatistik ein: Mit einer Jahresmitteltemperatur von genau 12,0 Grad Celsius (°C) wurde der langjährige Mittelwert der Referenzperiode 1981–2010 von 10,5 °C um 1,5 Kelvin (K) überboten. Nicht nur in der Bocholter Klimareihe, selbst in der über 300-jährigen Reihe von De Bilt (NL), war kein Jahr annäherend so warm! Das Jahr 2014 liegt mit seinem Mittelwert gleich ein halbes Grad über den bisherigen Rekordjahren 2006 und 2007 (11,5 °C).

Bis auf den kalten August (–1,6 K) und die in etwa durchschnittlich temperierten Frühsommermonate Mai (–0,5 K) und Juni (+0,3 K) fielen die übrigen neun Monate wärmer aus als im langjährigen Mittel. Davon erreichten gleich fünf Monate markante positive Abweichungen zwischen +2,6 K und +3,5 K (Januar bis April und Oktober).

Es wurden mehrere neue Temperaturrekorde erreicht oder nur haarscharf verfehlt. Anfang März und Anfang November wurden zwei Alt-Rekorde, die unter 20 °C lagen, auf 20,8 °C korrigiert. Damit wurde sowohl der früheste als auch der späteste „warme Tag“ (ab 20 °C) in der Bocholter Klimareihe registriert. In der Summe gab es 123 warme Tage, 3 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2006 (Mittel: ca. 96 Tage). Außerdem wurden 35 Sommertage (ab 25 °C) und 5 heiße Tage (ab 30 °C) registriert. Diese Zahlen entsprechen, bedingt durch den kühlen August, aber genau den langjährigen Durchschnittswerten (ca. 34 Sommertage bzw. 6 bis 7 heiße Tage).

Bei den „kalten Tagen“ (Tagesmaximum unter 10 °C) wurde mit 79 Tagen ebenfalls ein neuer Rekord aufgestellt (bisher: 85 Tage im Jahr 2007; Mittel: ca. 116 Tage). Außerdem wurden nur 15 Frosttage (Mittel: ca. 52 Tage) und kein Eistag (Mittel: ca. 10 Tage) registriert. Hiermit wird deutlich, dass es einen Winter sowohl 2013/2014 als auch in der aktuellen Saison praktisch nicht gegeben hat.

2014-4Das Jahr 2014 fällt geringfügig trockener aus als im langjährigen Mittel. Insgesamt fielen 741,1 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²), das entspricht 91 % des langjährigen Mittelwerts der Referenzperiode 1981–2010 (ca. 812 L/m²) oder einem Minus von 9 %. Im Vorjahr betrug die Jahresniederschlagssumme rund 30 L/m² mehr (769,6 L/m²). Fünf Monate brachten ein Niederschlagsdefizit, drei Monate einen -überschuss und die restlichen vier Monate eine durchschnittliche Bilanz.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 186 Tage mit messbarem Niederschlag (ab 0,1 L/m²), 131 Tage ab 1,0 L/m², 16 Tage ab 10,0 L/m² und 4 Tage ab 20,0 L/m². Lediglich an 3 Tagen wurde Niederschlag in Form von Schnee oder Schneeregen beobachtet (25. Januar, 27. und 29. Dezember). Eine Schneedecke lag an ebenfalls 3 Tagen (28. bis 30. Dezember) mit maximal 3 cm (29.), im langjährigen Mittel gibt es ca. 12 Schneedeckentage. Wie der Zufall es will: Auch Hagel konnte an 3 Tagen verzeichnet (9. Mai und 8./9. Juni) werden. Außerdem wurde eine stolze Anzahl von 34 Gewittertagen gezählt (Mittel: ca. 22 Tage). Allein 24 davon brachten die unbeständigen Sommermonate Juni bis August (Mittel: ca. 12 Tage).

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Hinweise zu klimatologischen Kenntagen