Dauerregen an Heiligabend

Statt weißer Weihnacht geht diesmal ein äußerst verregneter Heiligabend in die Klimastatistik ein: Durch einen ergiebigen Dauerregen fielen am gestrigen Tage und in der heiligen Nacht bis heute Morgen (7 Uhr) 33,8 L/m².

Die Regenmengen im westlichen Münsterland lagen flächendeckend um 30 L/m². An der DWD-Station Ahaus waren es sogar 37,1 L/m².

Weiße Weihnacht 2013 ausgeschlossen

Es sind zwar noch einige Tage bis zum Fest, doch in der Modellwelt zeichnet sich bereits ein Trend für die Weihnachtstage ab. Mit Abzug des Hochdruckgebiets über Mitteleuropa, welches uns in den vergangenen Tagen zeitweise Nebel, zeitweise aber auch Sonnenschein brachte, nimmt der Atlantik in den nächsten Tagen langsam wieder an Fahrt auf und befördert in der kommenden Woche milde Luft und Regen nach Deutschland.

Derzeit sieht alles danach aus, dass diese Westwetterlage auch über die Festtage Bestand hat und sich möglicherweise sogar intensiviert. Damit erscheinen milde Luft, Regen und Wind derzeit sehr viel wahrscheinlicher als ein Wintereinzug mit Dauerfrost und Schnee.

Kein Winter in Sicht

Nach Durchzug von Sturmtief „Xaver“ am vergangenen Donnerstag (05.) gab es in den späten Abend- und Nachtstunden sowie am Freitag (06.) zwar die ersten Schneeflocken in der Region in Form von leichten Schnee(regen)schauern, doch ansonsten hält sich der Winter bisher noch sehr zurück. In den meist bewölkten Nächten reichte es bislang nur für leichte Luftfröste bis -1,7 °C (25./26.11.).

Da sah es im vergangenen Jahr schon ganz anders aus. In den Frühstunden des 06.12.2012 lag zum ersten Mal eine Schneedecke, in der Nacht auf den 08.12. ging die Temperatur bis auf -7,4 °C in der Stadt und -9 bis -10 °C in freien Lagen zurück. Am 12.12. lagen bis zu 7 cm Schnee in Bocholt.

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Davon können wir derzeit nur träumen, denn derzeit ist kein Winterwetter in Sicht. In der aktuellen Ausgabe des amerikanischen GFS-Modells bewegt sich der prognostizierte Temperaturverlauf in ca. 1500 m Höhe erheblich über dem langjährigen Mittel (rote Linie). Hochdruckwetter mit milder Luft bedeutet um diese Jahreszeit allerdings oft Nebel und Hochnebel, da sich die milde Luft über dem Festland abkühlt und wie ein nasser Sack liegen bleibt – sehr mild wird es also auch nicht. Ab 16./17. nimmt die Unsicherheit zu, doch bis zum Ende der zweiten Monatsdekade fallen nur wenige der insgesamt 20 Prognoseläufe des Ensembles unter das Mittel ab. Winterfreunde müssen also vorerst noch geduldig sein.

Rückblick November 2013: Durchschnittlich bei Temperatur und Regen, aber klarer Sonnenmangel

Im November 2013 befanden wir uns zunächst in einer kräftigen westlichen Strömung, mit der zahlreiche Tiefdruckgebiete mit relativ milden Luftmassen und täglichen Niederschlägen über die Region hinweg zogen. Ab dem 10. schlugen die Tiefs eine nördlichere Bahn ein und Deutschland gelangte unter den Einfluss von Hochdruckgebieten über den Britischen Inseln. Dies führte, der Jahreszeit entsprechend, zu kühlen Tagen und mit Nebel oder Hochnebel. In den letzten Novembertagen erreichte uns wieder mildere Luft.

 

Erste November-Dekade sehr verregnet

Die erste November-Dekade (01.-10.) zeigt sich in diesem Jahr äußerst verregnet. Bis heute (11.) Morgen fielen 57,6 Liter Regen pro Quadratmeter (L/m²), das sind bereits 79 % des langjährigen Mittelwerts für den Gesamtmonat (73 L/m²). Kein einziger November-Tag blieb bisher trocken. Doch das wird sich ändern, denn in der kommenden Woche lässt die Regenneigung etwas nach. Gleichzeitig gehen die Temperaturen etwas zurück und erreichen kaum noch zweistellige Höchstwerte. In den Frühstunden sind leichte Bodenfröste möglich.

Rückblick Oktober 2013: Milder, recht unbeständiger Oktober

Nach einem sonnigen, durch Hochdruckeinfluss geprägten Monatsbeginn stellte sich im Oktober 2013 rasch Tiefdruckwetter ein. In der zweiten Monatshälfte floss ungewöhnlich milde Luft heran und zeitweiliger Zwischenhocheinfluss brachte noch einige freundliche Tage. Zum Monatsende lebte die Sturmaktivität auf. Im Gegensatz zum Vorjahr blieben Nachtfröste noch aus.

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Kirmeswetter 2013: Etwas Sonne, aber meist trocken

 Zur Bocholter Kirmes, die am morgigen Freitag (18.) beginnt, gestaltet sich das Wetter folgendermaßen: Morgen erwartet uns zuerst Hochnebel. Ob sich die Sonne im Tagesverlauf noch einmal zeigt, bleibt abzuwarten, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Es bleibt aber trocken mit Höchstwerten um 15 °C. Am Samstag und Sonntag gibt es voraussichtlich einen Wechsel aus sonnigen Abschnitten und Wolken, dabei besteht die Möglichkeit kurzer Regenschauer. Mit 18 °C am Samstag und bis 20 °C am Sonntag wird es milder als zuletzt. Wind ist am Wochenende kein Thema mehr.

Erster kalter Tag der Saison

Es wird unverkennbar Herbst: Am heutigen Freitag (11.) blieb die Temperatur bei ganztags bedecktem Himmel und nachmittag einsetzendem Regen zum ersten Mal seit dem 6. April unter der 10-°C-Marke, womit meteorologisch ein „kalter Tag“ verzeichnet wurde. Die Tageshöchsttemperatur lag bei 8,7 °C.

Die Aussichten: In den nächsten Tagen tendenziell eher wechselhaft, aber nicht so verregnet wie heute, und kühl. Im Laufe der Woche wieder etwas milder (über 15 °C). Die Tendenz für die Bocholter Kirmes (18.-21.) ist zurzeit durchaus gut; eine genaue Prognose folgt am kommenden Mittwoch/Donnerstag.

Rückblick September 2013: Auf letzte Hitzewelle folgen äußerst ergiebige Regenfälle

Die Region erlebte 2013 einen nur zeitweise spätsommerlichen, meist kühlen und nassen September. Zwar brachte Hochdruckgebiet „Hannah“ zu Beginn eine kurze, intensive Hitzeperiode, doch Tief „Nandor“ leitete am 6./7. mit einem markanten Temperatursturz und äußerst ergiebigen Regenfällen abrupt den Herbst ein. Danach dominierte zwei Wochen eine kühle und unbeständige Nordwestlage, ehe in der letzten Monatsdekade Hochdruckgebiete anfangs für neblig-trübes, zum Monatsende sonniges Wetter sorgten.

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Äußerst ergiebige Regenfälle: 74,8 L/m² in 48 Stunden

201309-10Äußerst ergiebige Regenfälle sind in den vergangenen 5 Tagen durch die Region gezogen. Nach dem Gewitter am Freitagnachmittag (siehe Bericht unten) brachte ein erstes Regengebiet am Sonntagmorgen bereits 23,1 L/m².

Mit der Okklusionsfront eines langsam ziehenden Tiefs zog ein weiteres Regengebiet von Montagabend bis Dienstagmorgen durch die Region, wobei 38,7 L/m² fielen. Mit einem kräftigem Regenschauer am Nachmittag und einem weiteren Regengebiet am späten Abend kamen bis heute Morgen, 8 Uhr, nochmals 36,1 L/m² zusammen. Damit fielen 74,8 L/m², was etwa der mittleren Niederschlagsmenge des Gesamt-September entspricht, in nur 48 Stunden! In 5 Tagen kamen sogar unglaubliche 114,4 L/m² zusammen.

Gewitter beendet größte September-Hitze seit 1949

Ein kurzes Gewitter hat heute Nachmittag die größte Hitzwelle in einem September seit 1949 – und wahrscheinlich auch die letzte Hitzewelle dieses Jahres – beendet. Nachdem am gestrigen Donnerstag (05.) bereits bis zu 31,5 °C gemessen wurden, stieg das Thermometer heute bis auf 32,1 °C an und damit auf den höchsten September-Wert seit dem 05.09.1949, als der Bocholter September-Rekord von 32,2 °C registriert wurde (seit Aufzeichungsbeginn im Jahre 1945). Gegen 16.25 Uhr zog ein kurzes mäßiges Gewitter über Bocholt hinweg, das neben stürmischen Böen der Stärke 8 Beaufort 15,4 L/m² in rund 25 min sowie einen Temperatursturz auf 20,3 °C brachte.


In der kommenden Nacht und am morgigen Samstag (07.) sind weitere Gewitter in der Region möglich, da sich jetzt nach und nach kühlere Luft durchsetzt. Am Sonntag (08.) besteht zudem die Möglichkeit größerer Niederschlagsmengen. Die Temperatur steigt am Samstag nur noch auf 23-24 °C an, am Sonntag ist bereits bei 17-18 °C Schluss.

Der Sommer gibt sich noch nicht geschlagen

Obwohl der meteorologische Sommer 2013 schon seit drei Tagen Geschichte und die Sommerbilanz geschrieben ist, kommt das Sommerwetter in den kommenden Tagen noch einmal zurück. Mit Hochdruckgebiet „Hannah“ setzen sich ab dem morgigen Mittwoch (04.) Sonne und sehr warme Luft aus Süden durch – erwartet werden Tageshöchstwerte um 26 °C. Am Donnerstag (05.) und Freitag (06.) wird es sogar noch einmal richtig heiß mit Spitzenwerten von 29 bis 30 °C, evtl. sogar etwas darüber. Nach derzeitigem Stand könnte das Sommerwetter auch am kommenden Wochenende (07./08.) halten.

Steigt das Thermometer wirklich noch auf 30 °C an, wäre das zwar kein neuer Rekord, aber doch überaus bemerkenswert, denn heiße Tage im September sind sehr selten. Neben dem 09.09.2012 (30,3 °C) gab es im Jahre 1999 noch 2 heiße Tage (11. und 13.09.1999), doch danach muss man bis ins Jahr 1973 zurückblättern.

Rückblick August 2013: Recht warmer, trockener und sonniger August

In den ersten August-Tagen gelangte zwischen hohem Luftdruck über Ost- und tiefem Luftdruck über Westeuropa sehr heiße, subtropische Luft in den Westen Deutschlands, in der beinahe ein neuer Rekord aufgestellt wurde. Anschließend dominierte über dem Nordatlantik hoher Luftdruck. Von dort lösten sich mehrfach einzelne Hochdruckgebiete, die nach Mittel- oder Nordeuropa zogen und für freundliches, mäßig warmes Wetter sorgten. Nur selten sorgten Tiefdruckgebiete für kurze Unterbrechungen. Insgesamt resultierte daraus ein recht warmer, trockener und sonniger August.

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Rückblick Sommer 2013: Ein Bilderbuch-Sommer

201308-01Auf den kühlsten Frühling seit 1970 folgt ein warmer Sommer. Tiefdruckgebiete bestimmten das Wetter immer nur für wenige Tage; sonst dominierte Hochdruckeinfluss. Dieser sorgte für viel Sonnenschein und hohe Temperaturen, teilweise für große Hitze. Dennoch waren Gewitter äußerst rar. Der Niederschlag verblieb somit deutlich unter seinem vieljährigen Mittel.

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Auftakt einer spätsommerlichen Woche

Zu Beginn der letzten August-Woche liegt die Nordhälfte Deutschlands im Einflussbereich von Skandinavien-Hoch „Fortuna“, das sich im Laufe der Woche auf weite Teile der Bundesrepublik ausdehnt. Auch das Münsterland profitiert von dem Hoch, denn uns erwartet eine schöne Woche mit viel Sonnenschein und nur einzelnen Wolken. Regen ist dabei in den nächsten Tagen nicht mehr zu erwarten. Das Temperaturniveau gestaltet sich jedoch bereits spätsommerlich: Nach Frühtemperaturen zwischen 12 und 14 °C, in freien Lagen bis 10 °C, steigt das Thermometer tagsüber auf 22 bis 24 °C an – mit etwas Glück wird evtl. noch der ein oder andere Sommertag (ab 25 °C) erreicht. Ob das Spätsommerwetter auch am Wochenende (31.08./01.09.) anhält, ist derzeit noch nicht genau absehbar.

Rückblick Juli 2013: Ein Juli der Spitzenklasse

In den ersten Julitagen stellte sich die Wetterlage um:  Während zuvor Tiefdruckgebiete das Geschehen bestimmt hatten, setzte sich ab dem 4. mit dem Hoch „Xena“ stabiles Sommerwetter durch. Zu Beginn der zweiten Monatshälfte am 15. folgte Hochdruckgebiet „Yasemine“, welches in einer kurzen intensiven Hitzewelle (21.-23.) und zunehmender Trockenheit gipfelte. Zum Monatsende kam es zu Regenschauern und Gewittern.

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Zweitheißester Tag seit 1945

(Nachtrag) – Die seit Mitte Juli andauernde warme bis hochsommerlich heiße Witterung ist Anfang August mit einer bemerkenswerten Hitzewelle zu Ende gegangen. Dabei wurde an der privaten Wetterstation Bocholt am 2. August ein Tageshöchstwert von 36,4 Grad Celsius (°C) gemessen und damit die höchste Temperatur seit 10 Jahren verzeichnet. Am 07.08.2003 wurde mit 36,5 °C an der ehemaligen Wetterstation Bocholt-Liedern (Deutscher Wetterdienst) der absolute Temperaturrekord (seit Messbeginn 1945) aufgestellt. Damit liegt der 02.08.2013 auf Platz 2 der heißesten Tage in der Bocholter Klimareihe. Auf Platz 3 folgen mit Tageshöchstwerten von 36,3 °C der 19.07.2006, 04.08.1994 und 09.07.1959.

Gewitterfront überquert Bocholt

201307-06Eine erste Gewitterfront, die sich in der vergangenen Nacht über Frankreich gebildet hatte, zog heute (27.) gegen Mittag nordöstwärts über Bocholt hinweg. Neben eindrucksvollen Wolkenformationen, einer sogenannten Shelf cloud, fielen innerhalb kurzer Zeit 11,7 Liter Regen pro Quadratmeter. Zusammen mit dem gestrigen, zeitweise gewittrigen Regenschauer (10,2 L/m²) beläuft sich die Gesamtregenmenge auf rund 22 L/m² – die zuletzt markante Trockenheit ist damit vorerst etwas abgemildert.
Mit Durchzug der Kaltfront im Laufe des morgigen Sonntags (28.) sind noch weitere Regenfälle und Gewitter möglich, ehe es zu Beginn der neuen Woche etwas abkühlt. Zum Ende der kommenden Woche und pünktlich zum Start in den August kündigt sich bereits eine neue Hitzewelle an.

Sommerwetter bleibt, Trockenheit kommt

Seit vergangenen Montag (15.) bestimmt eine ausgebreitete Hochdruckzone, bestehend aus den beiden Hochdruckgebieten „Yasmine I“ und „Yasmine II“, das Wetter in Deutschland mit viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen um 27/28 °C.

Und dabei bleibt es: Die Prognose für die kommenden Tage verspricht eine Fortsetzung des herrlichen Sommerwetters. Ab Sonntag (21.) dürfte das Thermometer sogar noch etwas ansteigen und die 30-°C-Marke überschreiten. Nach aktuellem Stand ist bis nächste Woche Freitag (26.) keinerlei Wetteränderung in Sicht. Die schlechte Nachricht: Auch flächige Niederschläge sind bis auf Weiteres nicht zu erwarten. Damit wird Trockenheit wieder ein Thema. Bisher weist der Juli nur 3,0 L/m² auf (Mittel 1981-2010 für den Gesamtmonat: 73 L/m²), ausnahmslos alle Monate 2013 sind zu trocken ausgefallen.

Zunehmende Trockenheit in der Region

Mit steigenden Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen macht sich mittlerweile mehr und mehr Trockenheit bemerkbar. In den letzten 30 Tagen sind in Bocholt lediglich 23,4 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (L/m²) gefallen. Der Juni liegt zur Monatsmitte bei gerade einmal 5,8 L/m² – im langjährigen Mittel (1981-2010) fallen im gesamten Juni etwa 72 L/m². Der letzte ergiebigen Regen fiel am 16. Mai (15,3 L/m²).

Bisher sind alle Monate in diesem Jahr unter den langjährigen Mittelwerten der Referenzperiode 1981-2010 geblieben. Dabei hatten weite Teile Deutschlands bekanntermaßen einen sehr nassen Mai; in manchen Teilen Norddeutschlands war es gar der nasseste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen.

Rückblick Mai 2013: Kühler Mai: Frühling auf Sparflamme

Die mit dem Frühlingseinbruch Mitte April gehegte Hoffnung, dass sich nach der langen Andauer unterdurchschnittlicher Temperaturen endlich eine längere jahreszeitenübliche oder gar warme Periode folgt, wurde mit diesem Mai bitter enttäuscht. Fast den ganzen Monat über herrschten unterkühlte Temperaturen, womit der Mai 2013 im markanten Kontrast zu seinem Vorgänger steht.

Lang ersehnter Frühlingseinzug: 22 °C am Sonntag

201303-03Nachdem die Temperaturen schon in den letzten Tagen kontinuierlich angestiegen sind und mittlerweise jahreszeitenübliches Niveau erreicht haben, erwartet uns am kommenden Sonntag (14.) Frühlingsluft. Allerdings startet der Tag vermutlich eher weniger frühlingshaft, denn in der Nacht auf Sonntag zieht etwas Regen durch, der noch in den Frühstunden andauern kann. Ab dem Mittag sollte sich aber mit Hoch „Notburga“ trockene und warme Luftmassen einfließen und die Sonne zum Vorschein kommen. Im Raum Bocholt sind Höchstwerte von rund 22 °C zu erwarten.

Rückblick März 2013: Trotz Wärmerekords kältester März seit 1962

Nach einem kalten meteorologischen Frühlingsbeginn strömte vom 4. bis zum 8. sehr milde Luft heran und brachte neue Spitzenwerte. Ab dem 10. geriet die Region am Südrand eines ausgedehnten, kräftigen Hochs über Nordeuropa in den Zustrom teilweise sehr kalter, arktischer Luftmassen, die uns nur eine Woche nach dem Wärmerekord einen Kälterekord bescherten. Die kalte Nordostströmung dauerte bis zum Monatsende an, Frühlingswetter wie im Vorjahresmärz blieb Fehlanzeige.

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Winterliche Ostern 2013

Am heutigen Karfreitag (29.03.) staunten viele nicht schlecht, als es in den Morgen- und Vormittagsstunden schneite und sich für kurze Zeit eine dünne Schneeschicht von 1 cm ausbildete. In anderen Teilen des Münsterlandes, wie zum Beispiel im nördlichsten Zipfel oder auch in weiten Teilen Niedersachsens sah es heute Morgen noch winterlicher aus – an der privaten Wetterstation Mettingen bildete sich beispielsweise eine 2 cm messende Schneedecke.

Um ähnliche winterliche Ostern zu finden, muss man gar nicht so weit in die Statistik zurückblättern. Vor fünf Jahren kam es am Karfreitag (21.03.2008) ebenfalls zu Schneeschauern. Am Ostersonntag (23.03.2008) wurde ein Tiefstwert von kalten -4,7 °C gemessen, am Ostermontag (24.03.2008) lag in den Frühstunden eine 2 cm messende Schneedecke. Vor zwei Jahren ging es hingegen schon frühsommerlich zu: Am Karfreitag (22.04.2011) erreichte das Thermometer bei strahlendem Sonnenschein einen Spitzenwert von 27,9 °C – allerdings fiel Ostern damals auch auf einen recht späten Termin.

An den Osterfeiertagen 2013 geht es eher spätwinterlich aus vorfrühlingshaft weiter. Zwar erwarten uns keine größeren Schneeüberraschungen, doch ein paar Flocken oder leichte Schneeschauer sind auch in den kommenden Tagen möglich. In den Nächten ist weiterhin leichter Frost zu erwarten. In der kommenden Woche (ab 02.04.) gelangen wir wieder verstärkt in den Hochdruckeinfluss über Nordosteuropa – das heißt es erwarten uns sonnige Tage, allerdings weiterhin auf niedrigem Temperaturniveau (nachts -2 bis -4 °C, tagsüber 6 bis 8 °C).

Vor einem Jahr bereits Frühlingswetter

201203-02Nach dem Kälterekord in der letzten Woche befindet sich Deutschland weiterhin in eisiger Winterluft – vor genau einem Jahr um diese Zeit sah es da schon ganz anders aus: Zum Auftakt der letzten Märzdekade 2012 stellte sich mit Hochdruckgebiet „Harry“ eine stabile Omega-Wetterlage ein. Mit Zufuhr warmer Luftmassen aus Südosten wurde am 22.03.2012 mit einem Tagesmaximum von 20,4 °C der erste warme Tag 2012 verzeichnet, am 23. das damalige März-Maximum von 21,0 °C. Der März 2012 wies insgesamt schon 4 warme Tage auf und war mit einem Monatsmittel von 8,8 °C der mildeste März seit 1991.

Von solchen Temperaturen können wir derzeit nur träumen. Auch in den kommenden Tagen bleibt es kalt, auch wenn sich ab dem morgigen Sonntag (24.) wieder die Sonne zeigen dürfte. In den Nächten erwarten uns Tiefstwerte von -3 bis -5 °C, tagsüber bleibt es mit 2 bis maximal 5 °C frisch. Für die Ostertage und den Monatswechsel deutet sich tendenziell aber eine leichte Erwärmung an.

Neuer Kälterekord für Mitte März

201303-02Nach dem kurzen Frühlingseinbruch in der vergangenen Woche mit bis zu 18,8 °C (06.03.) hat der Winter mit eisiger Kälte und Schneefällen noch einmal heftig zugeschlagen und der Bocholter Klimareihe dabei einen neuen Rekord beschert.

Aber der Reihe nach: Am vergangenen Montag (11.) blieb die Temperatur bei bedecktem Himmel ganztägig im Frostbereich – der Tageshöchstwert lag bei nur -0,9 °C. Einen Eistag in einer zweiten Märzdekade (11.-20.) gab es zuletzt am 12.03.1947, also vor 66 Jahren. Am Mittwochmorgen (13.) fiel dann ein neuer Rekord: Mit einem Tiefstwert von -8,6 °C wurde nicht nur die niedrigste Temperatur der gesamten Wintersaison 2012/2013 gemessen, sondern auch ein neuer absoluter Tiefstwert für die zweite Märzdekade. Der alte Rekord von -7,1 °C, gemessen am 12.03.1996 (sowie -7,0 °C am 12.03.2006), wurde gleich markant unterschritten.

Frühlingeinbruch: 18,8 °C in Bocholt

201303-01Der Frühling ist in der Region angekommen: Am Mittwoch (06.) wurde an der privaten Wetterstation in der Bocholter Stadt bei strahlendem Sonnenschein ein Tageshöchstwert von unglaublichen 18,8 °C gemessen! Damit wurde haarscharf ein neuer Dekadenrekord für die erste Märzdekade (01.-10.) aufgestellt – der bisherige Rekordwert lag bei 18,7 °C und datiert vom 06.03.1989.

Leider müssen wir uns von dem schönen Frühlingswetter ab morgen wieder verabschieden – kalte Luftmassen werden nochmals zurückkommen. Zu Beginn der kommenden Woche (ab 11.) ist gar ein Wintereinbruch mit Schneefällen und mäßigen Frösten unter -5 °C nicht auszuschließen.

Rückblick Februar 2013: Fortdauer des oft trüben Winterwetters

An den ersten Februartagen bestimmte noch eine milde Westströmung die Witterung. Anschließend gelangte die Region wieder in den Bereich kälterer Luft und es kam erneut zu zeitweiligen Schneefällen. Bis zum Monatsende blieb daskalte Winterwetter erhalten, die Sonne zeigte sich wie im Vormonat nur selten.

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Rückblick Winter 2012/2013: Trübster Winter seit Aufzeichnungsbeginn

Der Winter 2012/2013 zeigte sich recht kalt und nass, vor allem jedoch außergewöhnlich trüb. Besonders die hochnebellastigen Monate Januar und Februar machten ihn zum sonnenscheinärmsten Winter in der Bocholter Klimareihe (seit 1945). Kältere und mildere Perioden wechselten sich ab, dabei kam es häufig zu Schneefällen.

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Winter bleibt hartnäckig

Heute: Dichter Nebel in der Region, „Waschküchenwetter“. Temperaturen um 3 °C, nicht mehr wirklich winterlich, so wie in den vergangenen Tagen, aber meilenweit entfernt von frühlingshaften Anklängen. Wir müssen uns vorerst noch in Gelduld üben – mildere Temperaturen oder gar ein verfrühter Frühlingseinzug sind vorerst nicht in Sicht.

In der kommenden Woche (ab 18.02.) setzen sich wieder kältere Luftmassen durch, in den Nächten gibt es wieder leichte Fröste. Tagsüber steigen die Werte auf leichte Plusgrade, doch viel Sonnenschein dürfen wir nach den aktuellen Strömungsmustern, die eher wolkenreiche Luftmassen nach Deutschland befördern werden, nicht erwarten. Auch zeitweilige Schneefälle scheinen im Bereich des Möglichen. Kurzum: Der Winter bleibt hartnäckig. Nach den aktuellen Modellläufen erscheinen zweistellige Plusgrade bis zum Monatsende ausgeschlossen.

Rückblick Januar 2013: Äußerst trüb und viel Schnee

Nach einem milden Start ins neue Jahr nimmt der Einfluss atlantischer Tiefdruckgebiete kontinuierlich ab, ehe ab dem 10. wieder Kaltluft aus Nordosten die Regie übernimmt. Es folgen zweieinhalb winterliche Wochen, in denen es mit Zufuhr nasskalter polarer Luftmassen nachfolgend auch zu Schneefällen kommt. Erst ab dem 27. setzt sich mit Sturmtief „Jolle“ wieder sehr milde Atlantikluft durch.

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Atlantiktiefs beenden Winterwetter – anfangs noch Glatteis möglich

Die seit gut zwei Wochen andauernde winterliche Witterungsperiode, die in Bocholt insgesamt 11 Eistage (Dauerfrosttage) und bis einschließlich heute (26.) 12 Schneedeckentage  brachte, wird ab dem morgigen Sonntag (27.) rasch beendet. Ein Ausläufer von Tiefdruckgebiet „Jolle“ zieht bereits im Laufe der Nacht auf Sonntag heran und bringt milde Luftmassen mit. Im Tagesverlauf kommt es zu Regenfällen, dabei ist vor allem in den Morgen- und Vormittagsstunden aufgrund der oberflächlich gefrorenen Böden Glatteis möglich! Bis zum Nachmittag steigt die Temperatur auf rund 5 °C an und die Gefahr dürfte gebannt sein.

Im Laufe der kommenden Woche erwarten uns viel Regen, frischer Wind und sehr milde Temperaturen: Am Montag (28.) sind 6 °C, am Dienstag (29.) und Mittwoch (30.) gar 12 °C möglich. Evtl. bahnt sich für Mittwoch eine Sturmlage an – für genauere Details ist es derzeit aber noch zu früh.

Rückblick Dezember 2012: Erst winterlich mit Schnee, dann sehr mild

201212-03Der Dezember 2012, ein markant zweigeteilter Monat. Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember sinken die Temperaturen, Frost und Schnee folgen. Zur Monatsmitte setzt sich Atlantikluft durch, die eine sehr milde und regenreiche zweite Hälfte einläutet. An Heiligabend ist es mit Werten von rund 12 °C so mild wie zuletzt vor 15 Jahren.

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Foto: Bruno Wansing, www.bocholt.de

Rückblick 2012: Sibirisch kalte erste Februarhälfte, sommerlicher August

2012-2 2012-4Auf milde, regen- und windreiche Witterung im Januar folgen eine strenge Kahlfrostperiode in der ersten Februarhälfte und der mildeste März seit 1991 mit zunehmender Trockenheit. Der April ist zum ersten Mal seit Jahren wieder von klassischem „Aprilwetter“ geprägt, der Mai wird dem Begriff „Wonnemonat“ gerecht. Juni und Juli zeigen sich vergleichsweise kühl und regenreich, bevor sich im August endlich Sommerwetter durchsetzt, das bis Mitte September anhält. Der Oktober bringt noch einige warme Herbsttage, der  November verläuft insgesamt mild. Die erste Dezemberhälfte zeigt sich winterlich, die zweite mild und nass.

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