Heftige Graupelgewitter: 23,1 L/m² Niederschlag

Was für eine Nacht! Anfängliche Regenfälle und später unerwartet heftige, für Ende Dezember in aller Hinsicht bemerkenswerte Gewitter mit Graupelschauern haben sehr viel Niederschlag hinterlassen. Bis zum heutigen Frühtermin um 7 Uhr fielen 22,9 L/m², kurz danach noch weitere 0,2 L/m², sodass sich die Gesamtsumme auf stolze 23,1 L/m² beziffert.

Sehr milder Jahreswechsel 2011/2012

Der bevorstehende Jahreswechsel 2011/2012 wird sich aller Voraussicht nach sehr mild verlaufen. Zwar geht die Temperatur in der Nacht auf Silvester (31.) auf vergleichsweise frische +3 °C zurück, doch im Laufe des Tages gelangt von Westen her deutlich mildere Luft in den Westen Deutschlands. Bis Mitternacht wird die Temperatur auf 9 bis 10 °C ansteigen. Dazu erwartet uns zeitweise etwas Regen und ein mäßiger Südwestwind. An Neujahr setzt sich die milde Luft voll durch und Höchstwerte von 12 °C sind zu erwarten. Auch im neuen Jahr erscheint ein richtiger Wintereinbruch vorerst eher unwahrscheinlich.

Die letzten drei Jahreswechsel gestalteten sich vergleichsweise kalt: Vor einem Jahr lagen noch 9 cm Altschnee und bei Temperaturen um +1 °C (um Mitternacht) bildete sich Nebel. Vor zwei Jahren lag die Temperatur bei -1 °C und es lag ein Hauch Schnee, der an Silvester gefallen war. Vor drei Jahren war es schneefrei und es herrschten knackig-kalte -6 °C.

An den Jahreswechsel 2007/2008 werden sich viele noch erinnern, denn damals herrschte äußerst dichter Nebel mit Sichtweisen von teilweise weniger als 50 m! Vor fünf Jahren war es sehr mild: Beim Jahreswechsel 2006/2007 lag die Temperatur bei knapp plus 12 °C und es wehte ein frischer Südwestwind mit starken Böen.

Dieses Jahr keine weiße Weihnacht

201012-11Um es kurz und schmerzlos zu machen: Weiße Weihnachten können wir in diesem Jahr vergessen. Im Laufe der kommenden Woche wird es wieder milder und am Donnerstag (22.) und Freitag (23.) sind zweistellige Höchstwerte wahrscheinlich – dazu erwartet uns zeitweise Regen. Stürmisch wird es aber vorerst nicht mehr. Zu den Feiertagen gehen die Werte zwar wieder etwas zurück, doch nach Frost und Schnee sieht es derzeit überhaupt nicht aus.

201012_GSHVon Winterwetter wie im vergangenen Jahr können wir nur träumen. An Heiligabend 2010 betrug die Schneehöhe in Bocholt exakt 20 cm. Die Einmaligkeit dieses Ereignisses zeigt sich darin, dass noch mehr Schnee hierzulande zuletzt vor über 40 Jahren, im Februar 1969, lag. Der gesamte Dezember 2010 wies übrigens 28 Schneedeckentage und 17 Eistage mit Dauerfrost auf – in diesem „Winter“ haben sich hingegen bisher nur vereinzelt Schneeflocken gezeigt und das Thermometer sank bisher nur einmal (am 11.) ganz knapp unter den Gefrierpunkt (-0,3 °C).

Auch für die letzte Woche des Jahres erscheint Winterwetter derzeit eher unwahrscheinlich… Womöglich wird es erst im neuen Jahr winterlich.

Unwetter in Sicht! Freitag: Orkantief „Joachim“ überquert Deutschland

Die Kartenlage für den kommenden Freitag (16.) ist weiterhin äußerst brisant! Mehr und mehr nimmt die Lage an Gestalt an… Es sieht ganz danach aus, dass ein Orkantief („Joachim“) über den Norden oder die Mitte Deutschlands hinwegziehen wird und dabei auch im Tiefland im Raum Niederrhein/Münsterland schwere Sturmböen von 90 bis 100 km/h (10 Beaufort) bringen könnte. Auch orkanartige Sturmböen um 110 km/h, das heißt Windstärke 11 Beaufort, können zum jetztigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen: Die exakte Zugbahn, die das Tief letztendlich zurücklegt, entscheidet über die besonders betroffenen Regionen… Am morgigen Donnerstag lässt sich wohl mehr sagen.

Der Deutsche Wetterdienst hat eine erste Vorwarnung zur Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen herausgegeben.

Aktualisierung vom 15.12.2011:
Tief „Joachim“ wird im Raum Niederrhein/Münsterland mit großer Wahrscheinlichkeit keine orkanartigen Böen (Windstärke 11 Beaufort) oder Orkanböen (12 Beaufort) bringen – mit der sich nun mehr und mehr herauskristallisierenden, recht südlichen Zugbahn wird das Hauptwindfeld Süddeutschland treffen. Am Nachmittag und Abend sind in Münsterland aber Regen- und Schneeregenschauer mit einzelnen Sturmböen (9 Beaufort) möglich.

Stürmische Woche möglich: Besonders Augenmerk auf Freitag (16.)!

Die kommende Woche könnte wieder stürmisch werden. Nachdem Sturmtief „Friedhelm“ in der Nacht vom letzten Donnerstag (08.) auf Freitag (10.12.) im Raum Bocholt bereits Spitzenböen um 75 Kilometer pro Stunde, das ist Windstärke 9 Beaufort, brachte, kündigen sich für die neue Woche neue Tiefdruckgebiete an.

Am Dienstag (13.) wird ein Sturmtief über die Nordsee Richtung Osten ziehen, für die Region ist erneut das Potential für Sturmböen (8 Beaufort) oder schwere Sturmböen (9 Beaufort) gegeben! Für den Freitag (16.12.) kündigt sich ein weiteres Sturmtief an, das es in sich haben könnte. Möglicherweise besteht sogar Orkangefahr! Noch ist es für konkrete Prognosen aber zu früh. Warten wir es ab, wie sich die Lage in den nächsten Tagen entwickelt. Weitere Infos folgen.

Außerdem erwartet uns viel Regen: Bis zum kommenden Wochenende sind Gesamtsummen von 40 bis 50 L/m² möglich. Damit würde der Dezember seinen langjährigen Mittelwert von 75 L/m² erreichen, denn in der ersten Dezemberdekade sind bereits 30,8 L/m² gefallen.

Aktuelle Wetter- oder Unwetterwarnungen finden Sie übrigens auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienst und der Unwetterzentrale.

Heute vor einem Jahr: Winter. Aktuell: Viel Regen in Sicht

201012-03Genau heute vor einem Jahr konnte mit vier Zentimetern Schneehöhe der erste offizielle Schneedeckentag des Winters 2010/2011 verzeichnet werden. Nur drei Tage später sank das Thermometer bereits bis auf minus 8,8 Grad (03.12.2010)! Es folgte rund sechs Wochen pures Winterwetter mit einer Rekordschneehöhe von 20 cm am Heiligabend…

Solch ein Winterwetter ist vorerst bis auf weiteres nicht in Sicht. Mittelfristig ist Tiefdruckwetter angesagt, der Atlantik nimmt aktuell markant an Fahrt auf und lässt einige Tiefdruckgebiete nach Mitteleuropa ziehen. Zum morgigen meteorologischen Winteranfang erwartet uns viel Regen – auch das kommende Wochenende (03./04.12.) sieht derzeit nass und vor allem sehr windig aus.

Bis Mitte nächster Woche dürften verbreitet 30 bis 50 L/m² fallen und das markante Novemberdefizit etwas aufbessern. In den kommenden Tagen folgt dann der ausführliche Novemberrückblick!

Seit über vier Wochen kaum Regen

Schon seit einigen Wochen herrscht überwiegend Hochdruckwetter in der Region – der letzte ergiebige Regen ist bereits ein ganzes Weilchen her. Seit 21. Oktober, das heißt seit mittlerweile 30 Tagen (über 4 Wochen!), sind in Bocholt lediglich 3,1 L/m² zusammengekommen. Der November steht aktuell bei nur 1,6 L/m².

So gesehen ist es gut, dass wir November haben und damit die Tage kürzer und die Vegetationszeit zu Ende sind – im Sommer würden solche Verhältnisse erhebliche Trockenheitsschäden verursachen. Aber der war dieses Jahr mit 326,5 L/m² ja so nass wie letztmalig 1956…

Auswirkungen hat die Trockenheit derzeit insbesondere auf die Pegelstände. Der Rhein bei Emmerich hat derzeit einen Pegelstand von nur 0,50 m, ein weiterer leichter Abfall wird erwartet. Bis zum kommenden Wochenende sind nämlich keine nennenswerten Regenmengen in Sicht. Es ist gut möglich, dass der November 2011 mit einem neuen Negativ-Rekord in Sachen Niederschlag abschließt. Im langjährigen Durchschnitt bringt der Monat übrigens rund 72 L/m².

Rekordwärme im November: 19,7 °C

201111-03Gefühlt ist es derzeit Frühling anstatt Spätherbst – die Temperatur erreichte heute Rekordniveau: Mit einer Tageshöchsttemperatur von warmen 19,7 °C ist der absolute November-Temperaturrekord bereits zum zweiten Mal eingestellt worden. Am 03.11.2005 wurden ebenfalls 19,7 °C verzeichnet – genauso wie am 07.11.1955 an der damaligen DWD-Wetterstation Bocholt.

In Teilen des Rheinlandes und Münsterlandes wurde die 20-Grad-Marke überschritten – wie z. B. am Flughafen Münster/Osnabrück bei Greven/Ladbergen (20,4 °C) oder an der Privaten Station Mettingen-Schlickelde (20,1 °C).

Bocholter Kirmes 2011: Sonniges Hochdruckwetter in Aussicht!

Noch zwei Tage bis Kirmesbeginn! Das Wetter am Kirmeswochenende scheint aktuell bereits zu stehen – der bereits seit dem vergangenen Wochenende erkennbare sonnige Trend hat sich in den letzten Tagen weiter gefestigt.

Nach Abzug des Dauerregens in der kommenden Nacht können wir uns ab dem morgigen Donnerstag (13.) auf viel Sonnenschein freuen – die Hochnebelgefahr bleibt (entgegen der anfänglichen Befürchtungen) gering, da durch das über der Ostsee bzw. später Polen liegende Hochdruckgebiet trockene Luftmassen herangeführt werden. Die Höchstwerte erreichen von Donnerstag bis Montag 13 bis 15 Grad, die Tiefstwerte liegen je nach Lage bei 1 bis 4 Grad. Leichter Bodenfrost ist damit auch in Stadtlage wahrscheinlich – in sehr exponierten Lagen des Umlandes kann zum jetzigen Zeitpunkt auch leichter Luftfrost nicht ganz ausgeschlossen werden! Für Mitte Oktober ist das allerdings vollkommen „normales“ Temperaturniveau. Auch der Montag (17.) sieht wettermäßig noch gut aus, ehe ab Dienstag (18.) der Tiefdruckeinfluss wieder zunehmen dürfte und erste Regenfälle möglich sind.

Im letzten Jahr war die Wetterlage zur Kirmes (15.-18.10.2010) übrigens schlechter – insbesondere zum Auftakt am Freitag vermieste Dauerregen mit insgesamt 12,2 Litern pro Quadratmeter die Stimmung. Mehr Glück hatten wir 2009, als ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken bei Höchsttemperaturen von 12 bis 14 Grad herrschte. Besonders schön war es in den Jahren 2007 und 2006: 2007 (19.-22.10.) herrschte stabiles Hochdruckwetter – der Samstag und Montag waren sehr sonnig bei maximal 11 bis 12 Grad (Tiefstwert Samstagmorgen minus 0,6 Grad!), am Sonntag bildete sich aufgrund der feuchten Luftmasse der berühmt-berüchtigte Hochnebel. 2006 (13.-16.10.) schien am Sonntag und Montag durchweg die Sonne von einem wolkenlosen Himmel bei 16 bis 18 Grad.

Rückblick September 2011: Schöner Altweibersommer

201109-01Der September entschädigt für den durchwachsenen Sommer: Die Monatsmitteltemperatur liegt mit 16,4 Grad satte 1,8 Grad über dem langjährigen Mittel und etwa auf dem diesjährigen Juli-Niveau (16,7 Grad), die Niederschlagsmenge mit 59,8 Litern pro Quadratmeter (85 Prozent) leicht unter dem Mittelwert. Im Laufe des Monats gibt es viele freundliche und angenehm warme Tage: Neben 3 heiteren Tagen am Monatsende können noch 6 Sommertage verzeichnet werden, mehr als doppelt so viele wie im langjährigen Durchschnitt.

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Einer der wärmsten Oktobertage seit Aufzeichnungsbeginn

Der Oktober hat gerade angefangen und gleich einen neuen Rekord auf dem Papier geliefert. Am heutigen Samstag stieg das Thermometer auf einen Tageshöchstwert von 26,3 °C. Nur eine handvoll Oktober-Tage seit 1945 erreichten Werte um 26 °C.

Der bisherige Rekord von 26,2 °C (10.10.1979) wurde zwar um ein Zehntelgrad übertroffen, doch es muss hier berücksichtigt werden, dass der damalige Standort der Wetterstation in Bocholt-Liedern nicht dem heutigen entspricht und leichte lokale Unterschiede möglich sind.

Den ähnlich warmen Oktoberbeginn gab es 1983: Am 3. Oktober stieg das Thermometer in der Region auf rund 26 °C. Auch 1985 war es sehr warm mit Werten von knapp 25 °C.

Rückblick Sommer 2011: Nassester Sommer seit 1956

Wer hätte nach dem Frühling gedacht, dass uns solch ein unterkühlter und insbesondere regnerischer Sommer bevorsteht? Im Juni fing er noch ganz passabel an und zum Monatsende kam es zu einer ersten kurzen Hitzewelle mit 2 heißen Tagen (30 °C oder mehr). Doch diese beiden heißen Tage sollte die einzigen bleiben – im Juli und August stieg das Quecksilber nur mit Mühe über die 25-°C-Marke, dafür gab es fast täglich Regenfälle.

201107-03Die Sommer-Mitteltemperatur erreichte einen Wert von nur 17,3 °C und liegt damit um 0,7 K unter dem langjährigen Mittelwert 1981-2010. Es war damit der kühlste Sommer seit 1998. Lediglich 21 Sommertage (25 Grad oder mehr) wurden verzeichnet. Die summierte Niederschlagsmenge erreichte mit satten 326,5 L/m², das ist das 1,5-fache des langjährigen Mittels, hingegen einen Höchststand seit 55 Jahren – mehr Regen gab es zuletzt 1956, als rund 390 L/m² gemessen wurden. Nur 2 heitere Tage mit Sonnenschein von früh bis spät konnten registriert werden, dafür aber 56 Tage (von insgesamt 92 Tagen) mit messbarem Niederschlag.

Der Sommer kann also zu Recht als „schlechter Sommer“ bezeichnet werden – ähnliche Vertreter gab es zuletzt 2007 (19 Sommertage und mit 319,3 L/m² nur unwesentlich weniger Regen), 2000 (nur 12 Sommertage) und 1998 (16 Sommertage). Die Sommer 2010 und 2009 wiesen dagegen 34 Sommertage auf, 2006 gab es sogar 43 Tage mit Werten über 25 °C.

Erwähnenswert ist der Sommer-Totalausfall in Norddeutschland, vor allem im sonst oft sonnenverwöhnten Ostseeumfeld. In Teilen Schleswig-Holsteins konnte man die Zahl der Sommertage beispielsweise an nur einer Hand abzählen, in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) fielen unvorstellbare 632 L/m² – mehr als dort in einem durchschnittlichen Jahr zu verzeichnen ist.

>> Witterungsbericht als PDF

Rückblick August 2011: Durchschnittlich temperiert, aber sehr nass

201108-01Nach dem zweifelsohne grottenschlechten Juli kommt der Sommer auch im August nur unwesentlich besser in Fahrt – einzelne sommerliche Tage retten, was noch zu retten ist.

201108-02Am Schluss übertrifft der sehr nasse August mit 127,7 L/m², 170 % des langjährigen Mittelwerts, sogar den bereits sehr verregneten Vormonat noch leicht. Die Monatsmitteltemperatur von genau 18,0 °C liegt hingegen im durchschnittlichen Bereich.

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Große Sturmschäden in Bocholt-Liedern: Downburst sehr wahrscheinlich

Schwere, örtlich unwetterartige Gewitter haben das Sommerwetter gestern (26.) beendet. Die Gewitterfront zog um die Mittagszeit bereits über den Niederrhein. Besonders betroffen war der Raum Xanten; dort ist es laut Augenzeugen zu einem Tornado gekommen, der erhebliche Schäden unter anderem an mehreren Wohnhäusern verursacht hat (siehe Tornadoliste).

201108-00

Auf dem Weg nach Norden traf die Gewitterfront um 12.55 Uhr MESZ den Raum Bocholt. Vor allem im westlichen Ortsteil Liedern unmittelbar in Nähe des Bocholter Klärwerks westlich des Industrieparks Mussum kam es zu größeren Schäden. In Höhe der Kreuzung Brömmelingstiege/ Milchstraße wurden einige Dächer beschädigt, Bäume entwurzelt sowie ein Maisfeld und Weidegras plattgedrückt. Am Isselpand im Bereich der Brücke über die B67 sowie an der dort verlaufenden Issel in Höhe der Grenze der Stadtgebiete Bocholt/Isselburg/Hamminkeln wurden dutzende Pappeln einfach abgeknickt (siehe Fotos). Besonders getroffen hat es auch die Buchenallee am südlich davon verlaufenden Isseldeich sowie die Rodehorster Allee, wo ebenfalls zahlreiche Bäume (v. a. Eichen und Buchen) umgeknickt oder entwurzelt wurden. Auffällig ist, dass es sich um eine Schneise handelt, in der die massiven Schäden auftreten. Bäume, die nur wenige hundert Meter entfernt stehen, sind größtenteils völlig unbeschädigt. Ein solches Schadenmuster ist oftmals ein Hinweise auf einen Tornado.

Die durchweg identische Fallrichtung der Bäume und Augenzeugenberichte lassen zurzeit jedoch eher auf schwere Gewitterfallböen (im Fachjargon als Downburst bezeichnet) schließen – ähnlich wie beim Unwetter vom 12. Juli 2010, das im Bocholter Stadtwald erhebliche Schäden verursachte. Der Fall wird weiter untersucht.

Nordwestlich von Isselburg-Anholt (Dwarsefeld/In der Flora) kam es außerdem zu Hagelschlag, der große Schäden an mehreren Gewächshäusern verursacht hat.

Sind sie Augenzeuge des Unwetters gewesen oder haben erhebliche Schäden dokumentiert? Melden Sie ihre Beobachtungen bitte für weitere Schadensanalysen!

Regengebiet bringt 25 L/m²

Das Regengebiet, das am heutigen Sonntag von der Früh bis zum Vormittag durch die Region, hat viel Regen gebracht. An der Wetterstation in Bocholt fielen von gestern, 13., 14 Uhr bis heute, 14., 14 Uhr genau 25,0 L/m². Der August erreicht damit nach genau zwei Wochen bereits 67,8 L/m² – das sind 90 % des langjährigen Mittelwertes für den Gesamtmonat (75 L/m²).

Rückblick Juli 2011: Statt Sommerhitze zeitweise frühherbstliche Kühle

201107-01201107-02Der subjektive Eindruck eines Monats und die tatsächliche statistische Bilanz sind oft zwei Paar Schuhe, doch diesmal täuscht sich unser Gefühl nicht: Dieser Juli war kein richtiger Sommermonat!

Freibadtaugliches Sommerwetter ist den ganzen Monat über Fehlanzeige. Nur fünf Sommertage, aber 13 Tage mit Höchstwerten unter 20 °C können verzeichnet werden, und das bei einer Monatsmitteltemperatur von gerade einmal 16,7 °C, das sind 2,2 K weniger als im langjährigen Mittel. Der Juli ist der erste zu kalte Monat des Jahres und der erste zu kalte Juli seit 2000.

Daneben hat der Monat an Regen nicht gespart: An 18 Tagen mit messbarem Niederschlag fallen 117,2 L/m², das ist mehr als das Anderthalbfache des langjährigen Mittels.

Kälter geht es nicht mehr

Noch eine traurige Negativ-Schlagzeile: Der Lufttemperatur-Höchstwert vom heutigen Samstag (30.07.) lag bei nur 16,7 °C. Im Mittel der letzten 30 Jahre (1981-2010) war der 30. Juli der heißeste Tag des Jahres mit einem durchschnittlichen Tagesmaximum von etwas über 25 °C… Kälter als aktuell geht es luftmassentechnisch einfach nicht mehr!

Jetzt die gute Nachricht: Zu Beginn der nächsten Woche und pünktlich zum Monatswechsel kommt der Sommer endlich zurück! Am Montag (01.08.) erwarten uns nach aktuellem Stand Sonne und einzelne Wolken bei 23 bis 24 °C, am Dienstag (02.) viel Sonne bei bis zu 28 °C. So warm war es zuletzt am 12. Juli (28,2 °C).

Nur 13,2 °C: Absoluter Temperatur-Tiefpunkt erreicht

Kälter geht es um diese Jahreszeit kaum noch: Die Lufttemperatur erreichte am Sonntag, 24.07.2011, bei fast ununterbrochenem Dauerregen einen Höchstwert von nur 13,2 °C. Damit war es der mit Abstand kälteste Tag einer 3. Juli-Dekade und einer der kältesten Juli-Tage seit Beginn der Klimaaufzeichnungen in Bocholt (1945).

Temperatur-Höchstwerte von 14 bis 15 °C treten im Juli gelegentlich auf, zuletzt am 09.07.2000 und 16.07.1988. Besonders kühl war es am 04.07.1962, als ein Höchstwert von 13,1 °C gemessen wurden. Das zeigt, dass solche kühlen Juli-Tage im eigentlichen Hochsommermonat Nr. 1 äußerst selten sind.

Der bisherige Tiefstwert für die dritte Monatsdekade, die oft die heißeste Zeit des Jahres („Hundstage“) einläutet, lag bei 14,6 °C am 24.07.1974.

201107_Temperatur_Verlauf

Kältester Juli-Tag seit 11 Jahren

Wo ist bloß der Sommer? Nachdem es im Frühjahr bereits viele schöne sommerlich warme Tage gab, scheint der Sommer Pause zu machen. Gestern stürmische Böen um acht Beaufort, in der vergangenen Nacht 16,3 L/m². Kurzum: Es ist gefühlt frühherbstlich – und das belegt auch die Statistik.

Der gestrige 14. Juli war mit einem Tagesmaximum von nur 15,2 °C der kälteste Juli-Tag seit 2000! Damals herrschte Mitte Juli eine sehr kühle Phase, vom 7. bis zum 19. Juli lag die Temperatur durchweg unter 20 Grad, am 9. wurde ein Maximum von nur 14,9 °C gemessen. Der Gesamtmonat brachte es auf ein Minus von 1,6 K gegenüber der damaligen Referenzperiode 1961-1990 und war damit der letzte zu kalte Juli. In diesem Jahr liegt die erste Julihälfte 1,6 K  ebenfalls unter dem heutigen langjährigen Mittel (allerdings Referenzperiode 1981-2010) des Gesamtmonats – bis zum Monatsende kann sich hier aber noch viel tun.

Übrigens: Vor einem Jahr, am 14. Juli 2010, lag das Temperaturmaximum bei hochsommerlichen 32,5 °C.

Niederschlagsdefizit mittlerweile bei über 100 L/m²

201007-04Zwar brachte der vergangene Juni durchschnittliche Niederschlagshöhen und keine extreme Trockenheit wie im letzten Jahr, als mit einer Niederschlagsmenge von nur 6,4 L/m² der trockenste Juni seit mindestens 1901 (siehe Foto) verzeichnet wurde, doch auch aktuell gibt es – vor allem durch die drei trockenen Frühjahrmonate – ein mittlerweile gewaltiges Niederschlagsdefizit.

Seit 1. März beträgt die Niederschlagsmenge meist nur zwischen 140 und 180 L/m². An der Wetterstation in Bocholt wurden bisher nur 158,9 L/m² gemessen. Im letzten Jahr kam der gleiche Zeitraum (01.03-10.07.) auf 154,5 L/m². Der langjährige Mittelwert für diesen Zeitraum beträgt hingegen etwa 275 L/m².

Die ersten 10 Juli-Tage kommen in der Region auf meist nur 5 bis 10 L/m². An der Wetterstation Bocholt sind bisher 7,7 L/m² gefallen. Der Gesamt-Juli erreicht normal rund 70 bis 75 L/m².

35,2 °C: Juni-Rekord knapp verfehlt

Nach einem rasanten Temperaturanstieg geht der heutige Dienstag als einer der heißesten Juni-Tage in die Statistik der Bocholter Klimaaufzeichnungen ein: Mit einem Tageshöchstwert von 35,2 °C, gemessen in offizieller Klimahütte in 2 m Höhe, wurde der Juni-Rekord aus dem Jahre 1947 (35,7 °C am 27.06.1947) um 0,5 K verfehlt.

Umso extremer der rasante Hitzeeinbruch: Noch am vergangenen Samstag (25.) lag die Temperatur in den Mittagsstunden bei 13 Grad – das Tagesmaximum (8 bis 20 Uhr) erreichte lediglich 15,1 Grad. Das macht bezogen auf das Tagesmaximum ein Plus von rund 20 Grad innerhalb von nur drei Tagen!

Erste Hitzewelle zu Wochenbeginn

201106-01Nachdem bereits am 28. Mai mit 29,8 °C und 4. Juni mit 29,6 °C die 30-°C-Schwelle zum klimatologischen „heißen Tag“ jeweils knapp verfehlt wurde, startet zu Wochenbeginn ein neuer Anlauf: Bereits am Sonntag (26.) erwarten uns 25-26 °C und damit rund zehn Grad mehr als am Vortag. Für Montag (27.) wird ein Tageshöchstwert von 31-32 °C, für Dienstag (28.) gar 33-34 °C prognostiziert.

Doch so schnell wie die Hitzewelle kommt, so schnell wird sie auch wieder vorübergehen: In der Nacht zu Mittwoch (29.) sind kräftige Gewitter möglich, am Mittwoch selber werden nach jetzigem Stand nur noch rund 20 °C erreicht.

Bocholter Stadtfest: Wetter unbeständig

Am morgigen Donnerstag (16.) beginnt das Bocholter Stadtfest. Die Wetteraussichten sind nicht allzu schlecht, könnten aber besser sein. So erwarten uns am Donnerstag bereits ab den Frühstunden Schauer und Gewitter. Der Freitag (17.) bringt dann längere sonnige Abschnitte und das Schauerrisiko bleibt gering, maximale 21 °C. Am Samstag (18.) zieht ein Tief heran und sorgt für auffrischenden Wind; bei Tageshöchsttemperaturen um 18/19 °C bilden sich tagsüber zahlreiche Schauer. Auch am Sonntag bleibt das Schauerrisko nach derzeitigem Stand hoch.

Weiterhin enormes Niederschlagsdefizit

Mit den jüngsten Regenfällen hat sich die massive Trockenheit nur oberflächlich etwas entschärft. Seit Monatsbeginn fielen in Bocholt zwar 26,2 L/m², doch das ist noch zu wenig, um die Trockenheit nachhaltig zu beenden. Die gesamte Niederschlagshöhe seit 1. März beträgt lediglich 95,8 L/m² – im langjährigen Mittel fällt in diesem Zeitraum mehr als das Doppelte.

Trockenheit: In den letzten 3 Wochen nur 3,7 L/m²

Die diesjährige Frühjahrstrockenheit spitzt sich langsam zu: In den letzten 3 Wochen seit dem 29. April fielen nur 3,7 L/m² Niederschlag – damit ist es viel zu trocken.

Nachdem der Januar mit 82,8 L/m² vergleichsweise nass ausfiel und der Februar mit 57,0 L/m² noch durchschnittliche Niederschlagshöhen brachte, ist es seit Ende Februar/Anfang März außergewöhnlich trocken. Seit dem 28. Februar kamen bis zum heutigen Tage (21. Mai, d. h. insgesamt 82 Tage) nur 62,0 L/m² zusammen. Im Durchschnitt fallen in diesem Zeitraum rund 150 L/m².

Erste sommerliche Gewitter bringen in Hamminkeln-Dingden 34,0 L/m²

Noch ein Nachtrag zur ersten sommerlichen Gewitterlage am vergangenen Donnerstagabend (28.). Die durch die Wetterstation Bocholt betriebene Niederschlagsstation in Hamminkeln-Dingden bekam einen „Volltreffer“ ab: Nach Meldung kam dort eine Niederschlagshöhe von insgesamt 34,0 L/m² zusammen. An der Station Bocholt betrug die Niederschlagshöhe lediglich 14,4 L/m².

Bocholt aktuell eine der wärmsten Städte Deutschlands

Ein eher seltenes Phänomen: Bocholt ist derzeit eine der wärmsten Städte in Deutschland. Am vergangenen Freitag (22.) erreichte das Thermometer an der Wetterstation im Stadtgebiet einen Tageshöchstwert von unglaublichen 27,9 °C! Nur in einigen Städten im Ruhrgebiet und Rheinland wurden noch geringfügig höhere Werte erreicht, wie zum Beispiel im Großraum Mannheim/Ludwigshafen mit maximal 28,8 °C (Quelle: Meteomedia). Auch am Samstag (23.) war Bocholt mit 27,6 °C wieder sehr warm. An wärmebegünstigten Standorten im Rheinland wurden jedoch 28 bis teils über 29 °C gemessen.

21. April: 1. Sommertag – Sommerwetter bleibt

Heute kann der erste Sommertag 2011 verzeichnet werden. Bei strahlendem Sonnenschein erreichte das Quecksilber am Nachmittag einen Höchstwert von 26,6 °C. In den vergangenen beiden Tagen wurde die 25-°C-Grenze zum Sommertag mit 24,5 °C (19.) bzw. 24,8 °C (20.) leicht verfehlt.

201104-01Und das Gute: Das schöne Sommerwetter bleibt uns über Ostern erhalten! Bis einschließlich Ostersonntag (24.) erreicht die Temperatur Tageshöchstwerte um 26 °C. Ab Ostermontag (25.) könnte möglicherweise etwas kühlere Luft heranfließen und die Temperaturen um ein oder zwei Grad dämpfen, doch ein Wetterumschwung ist bis Monatsende nicht in Sicht.

Dennoch wird der April 2011 wahrscheinlich kein neuer Rekordmonat. Der April 2007, der eine Monatsmitteltemperatur von 13,8 °C aufwies und keinen messbaren Niederschlag (0,0 L/m²!) brachte, ist schwer zu schlagen, denn damals brachte eine Hitzewelle bereits zur Monatsmitte bis zu 29,4 °C (15.04.2007). So heiß wird es in diesem April nicht mehr, weshalb die Monatsmitteltemperatur wahrscheinlich etwas unter dem Rekordwert bleiben wird.

Diese Woche wird sommerlich!

Die ersten Sommertage stehen uns in dieser Woche bevor. Stabiles Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein bestimmt derzeit die Großwetterlage in Mitteleuropa und im Laufe der Woche steigt die Temperatur auf sommerliches Niveau. Am heutigen Montag (18.) sind Tageshöchstwerte bis zu 21-22 °C dabei, am morgigen Dienstag (19.) 23-24 °C. Ab Mittwoch (20.) sind um 25 °C möglich, und zum Osterwochenende hin könnten die Werte sogar noch etwas weiter ansteigen.

Verbreitete Niederschläge sind vorerst nicht in Sicht. Nach dem trockenen März, der mit 21,3 L/m² nur ein Drittel der durchschnittlichen Niederschlagshöhe (66 L/m²) brachte, zeigt sich nun auch der April sehr trocken. Seit Monatsbeginn sind nur 13,3 L/m² zusammengekommen – im Durchschnitt fallen im gesamten Monat rund 43 L/m².

2. April: Frühsommerliche 23,9 °C

Frühsommerliche Temperaturen wurden heute in weiten Teilen der Republik verzeichnet. In Bocholt stieg das Thermometer auf einen Tageshöchstwert von 23,9 °C. Dies ist für Anfang April zwar ungewöhnlich warm, doch ein Blick in die Statistik zeigt, dass solche Werte in den letzten Jahren schon mehrmals erreicht wurden. Vor gerade einmal einem Jahr, am 25.03.2010 – immerhin noch eine Woche früher – wurden beispielsweise 22,6 °C verzeichnet. Am 03.04.2009 stieg das Thermometer auf 23,0 °C und am 03.04.2005 auf 22,6 °C.

Der Rekord für die erste April-Dekade wurde am 10.04.2009 mit 25,4 °C gemessen. Das ist gleichzeitig der früheste Sommertags-Eintrittstermin (mindestens 25,0 °C) überhaupt. Der Rekord für die letzte März-Dekade liegt übrigens bei 24,1 °C (29.03.1968).

Letzter Luftfrost des Winterhalbjahres?

201103-01Heute Früh (29.03.) sank das Thermometer zum 72. Mal in diesem Winterhalbjahr unter den Gefrierpunkt. Es wurde ein Tiefstwert von -0,6 °C gemessen, außerhalb der Stadt gingen die Werte bis auf -3 °C zurück. In dem kommenden Tagen wird es zwar unbeständiger, doch uns erwartet mildere Luft aus Südwesten. Am Freitag (01.04.) sind 18 bis 19, am Samstag durchaus warme 23 bis 24 °C möglich. Damit wird es in der Früh vorerst keine Luftfröste mehr geben – möglicherweise war es an der Station in Bocholt-Stadt bereits der letzte Luftfrost des Winterhalbjahres?

Im April gibt es im langjährigen Mittel (1981-2010) noch etwa zwei Frosttage. Ein Blick in die Statistik der letzten Jahre zeigt aber, dass Nachtfröste im April seltener geworden sind und in den letzten 20 Jahren fast jeder zweite April frostfrei blieb. Es könnte also gut sein, dass reifüberzogene Rasenflächen in der Stadt erst einmal der Vergangenheit angehören. Allerdings gilt dies natürlich nicht für freie Lagen des Bocholter Umlandes – in exponierten Mulden und Senken sind durchaus noch bis Anfang/Mitte Mai leichte Luftfröste möglich.

Vorerst noch keine Frühlingstemperaturen

Seit Monatsbeginn bringt uns stabiles Hochdruckwetter viel Sonnenschein. Trotz der langsam immer höher steigenden Sonne bleiben die Temperaturen noch im Keller. Nach Frühwerten zwischen -2 und -3 °C stieg das Thermometer in den vergangenen Tagen auf Höchstwerte um 7 °C – und dabei wird es auch in den nächsten Tagen bleiben.

Insgesamt setzt sich das schöne Wetter bis Mitte nächster Woche fort, ausgerechnet zu Wochenbeginn/Rosenmontag (7.) scheint nochmals ein Schwall kälterer Luft heranzufließen, sodass auch mäßige Nachtfröste um -5 °C durchaus noch möglich sind.

Der Grund für die kühlen Tage ist die Tatsache, dass der Wind derzeit aus Nordost kommt und damit kalte Luft aus dem Norddeutschland und dem Ostseeraum heranführt. In Kölner Raum stiegen die Temperaturen in den vergangenen Tagen auf Werte um 12 bis 14 °C – dank Föhn vom Bergischen Land und Sauerland. Würde der Wind dagegen aus Südosten kommen, würden die Temperaturen auch im Bocholter Raum locker auf 12 °C ansteigen.

Ergiebige Regenfälle: 37,0 L/m²

In weiten Teilen Deutschlands fielen seit gestern Mittag (12.) ergiebige Regenfälle. Besonders viel Regen gab es – abgesehen vom Bergland – auch am Niederrhein und im Münsterland, wo verbreitet mehr als 20, örtlich über 30 L/m² zusammenkamen.

Bezüglich der Regenmengen ist Bocholt „gut“ dabei: An der privaten Wetterstation im Westen des Stadtgebiets wurde vom 12., 7 Uhr, bis 14., 7 Uhr (d. h. in 48 Stunden), eine Gesamtniederschlagssumme von 37,0 L/m² verzeichnet. Damit liegt die Januar-Summe bereits jetzt bei 60,8 L/m² und damit 87 % des langjährigen Mittelwertes 1981-2010 (70 L/m²).